Generic filters
FS Logoi
Generic filters

Umformtechnik: Erstes positives Quartalsergebnis seit Herbst 2018

17.05.2021. Im ersten Quartal 2021 stieg der Auftragseingang der deutschen Hersteller von Umformtechnik im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9 %. Dabei sanken die Bestellungen aus dem Inland um 12 %. Die Auslandsorders notierten 25 % über Vorjahr. „Die Branche spürt bereits seit etlichen Monaten, dass sich die Stimmung bei den Kunden aufhellt. Nun macht sich […]

von | 17.05.21

|
|

17.05.2021. Im ersten Quartal 2021 stieg der Auftragseingang der deutschen Hersteller von Umformtechnik im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9 %. Dabei sanken die Bestellungen aus dem Inland um 12 %. Die Auslandsorders notierten 25 % über Vorjahr.

„Die Branche spürt bereits seit etlichen Monaten, dass sich die Stimmung bei den Kunden aufhellt. Nun macht sich dies auch endlich in den Zahlen bemerkbar“, kommentiert Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken), Frankfurt am Main, das Ergebnis. Allerdings seien auch die niedrigen Ausgangswerte im ersten Quartal 2020 ursächlich für den hohen Zuwachs, denn ab März 2020 ging die Nachfrage Corona bedingt kräftig in die Knie. Der Vergleich zum ersten Quartal 2019 liefert daher ein realistischeres Bild. Hier liegt der Auftragseingang insgesamt noch 15 % unter dem damaligen Stand, im Ausland allerdings 10 % darüber.

Im Vergleich zur Werkzeugmaschinenindustrie insgesamt fällt der Zuwachs aktuell schwächer aus, da die Umformtechnik zu Beginn letzten Jahres noch einige größere Aufträge vor allem im Inland verbuchen konnte. „In der Umformtechnik verursachen Großprojekte stärkere Schwankungen als in der Zerspanung“, resümiert Schäfer.

Auftragseingang Umformtechnik. Foto: VDW

Blick ins Ausland

Für die Aufwärtsentwicklung der Auslandsbestellungen im laufenden Jahr ist vorrangig der Nicht-Euroraum verantwortlich. Hier heizt China als Lokomotive für die Weltwirtschaft die Nachfrage an und wird unterstützt vom neuen Hoffnungsträger USA. Die Erholung findet aber insgesamt auf breiterem Fundament statt, denn auch Europa lebt wieder auf. Viele Bereiche haben erheblichen Nachholbedarf. Abgerundet wird das positive Bild durch die steigende Kapazitätsauslastung vom Tiefstand 67 % im vergangenen Herbst auf nunmehr 83 %.

Beschäftigung

Die Beschäftigung, ein Spätindikator in der Konjunkturentwicklung, ist rückläufig. Im Februar hat die Werkzeugmaschinenindustrie insgesamt rund 7 % weniger Menschen beschäftigt als im Vorjahr. Das sind 66.800 Frauen und Männer. „Im Vergleich zum Produktions- und Bestellrückgang ist das ein sehr moderates Ergebnis. Es zeigt, wie wichtig es für die Unternehmen ist, ihr gut qualifiziertes Personal zu halten. Hier hat uns die Kurzarbeiterregel sehr geholfen“, sagt Wilfried Schäfer.

Engpässe bei Zulieferungen

Gleichwohl haben die Firmen an anderer Stelle zu kämpfen. Engpässe bei den Zulieferungen behindern die Produktion. In einer aktuellen Corona-Umfrage geben fast die Hälfte der befragten Werkzeugmaschinenhersteller an, dass sie gravierende Probleme mit der Lieferung von Elektronikkomponenten, speziell Steuerungen, haben. Bei 46 % gibt es Schwierigkeiten mit Stahl und Metallerzeugnissen. „Es werden bereits Befürchtungen laut, dass die Aufträge nicht fristgerecht abgearbeitet werden können, weil die Zulieferkette empfindlich gestört ist“, berichtet Schäfer.

Der VDW erwartet für das laufende Jahr in der Werkzeugmaschineindustrie einen Produktionszuwachs von 6 %. Das Volumen von dann 12,9 Mrd. € liegt über dem der Finanzkrise 2009/2010, aber noch weit unter dem Höchststand von 2019.

 

(Quelle: Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW))

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Die ganze Welt der Metallurgie, immer in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Rethink:Metallurgy: Steel under the influence of trade measures: politics rule over the market

Rethink:Metallurgy: Steel under the influence of trade measures: politics rule over the market

The European steel industry – mills as well as distributors and steel users – faces a market that is no less than bizarre. For years already, cheap imports from Asia were one problem. On top of that came the duties on steel imported to the USA. Europe had to act, and it did, through safeguard measures and CBAM fees. This is affecting the development of steel supply and the selling prices of steel products in an artificial way. It’s not the balance of supply and demand that defines the market; it’s politics.

mehr lesen

Fachinformationen für Sie