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Das Outokumpu-Werk im finnischen Tornio
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Outokumpu investiert trotz schwieriger Marktbedingungen in Windpark Rajakiiri

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Thema:
Autor: Birgit Schmunk

Datum: 08. Jan. 2024

8. Januar 2024 | Der Edeslstahlproduzent Outokumpu hat angekündigt, die Investitionen in erneuerbare und CO2-freie Energieerzeugung zu erhöhen. Kurz zuvor wurde bekannt, dass das Unternehmen die Ferrochromproduktion vorübergehend reduzieren will.

Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, hat Outokumpu EvoEnergy potenzielle Investitionen in die Energieerzeugung durch Wind-, Solar- und Kernenergie geprüft und verschiedene Optionen für Technologie- und Lösungsinvestitionen in Betracht gezogen. Das Unternehmen suche kontinuierlich nach Wegen, um die Klimaauswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter zu reduzieren. Ziel sei, indirekte Emissionen zu minimieren und die Energieversorgung zu optimieren.

Als Teil der Strategie, die Führungsposition im Bereich Nachhaltigkeit auszubauen und die Selbstversorgung mit Energie zu steigern, habe Outokumpu beschlossen, zusätzliche Anteile am Windpark Rajakiiri in Tornio, Finnland, zu erwerben. Die Windenergieanlagen sind seit 2015 in Betrieb und haben voraussichtlich noch etwa 16 Betriebsjahre vor sich. Mit dieser jüngsten Investition erhöhe sich Outokumpus Anteil an dem 45-MW-Windpark in Tornio auf nahezu 9 MW und 19,9 % der Gesamtanteile.

Tony Lindström, General Manager von Outokumpu EvoEnergy, äußert sich dazu:

„Im Sommer 2023 begannen wir mit einer schrittweisen Erhöhung unserer Investitionen in die Stromerzeugung, um unsere Energiequellen weiter zu diversifizieren und uns vor den Risiken des Strommarktes zu schützen. Die zusätzliche Investition in den Windpark Rajakiiri sichert uns einen verbesserten Zugang zu dieser regionalen Energiequelle und stärkt unsere Partnerschaft mit der Betreibergesellschaft sowie ihren Aktionären. Nicht zuletzt eröffnet sie langfristige strategische Möglichkeiten für die bevorstehenden Pläne von Rajakiiri, sowohl für Onshore- als auch Offshore-Investitionen.“

 

Ferrochromproduktion soll vorübergehend reduziert werden

Einen Tag zuvor hatte Outokumpu erklärt, es plant die vorübergehende Schließung eines seiner drei Ferrochromöfen und einer der beiden Sinteranlagen im finnischen Tornio. Begründet wurde das mit schwachen Marktbedingungen für Ferrochrom. Der Plan sehe vor, den Ferrochromofen und eine Sinteranlage bis Herbst 2024 geschlossen zu halten. Die Ferrochromproduktion werde mit etwa 80 Prozent der vollen Kapazität fortgesetzt.

Martti Sassi, Präsident des Geschäftsbereichs Ferrochrom, erklärt:

„Der Markt für rostfreien Stahl hat sich deutlich verlangsamt, was sich negativ auf unsere Ferrochromlieferungen ausgewirkt hat, und unsere Ferrochrombestände sind gestiegen. Die mögliche vorübergehende Schließung eines Ferrochromofens und einer Sinteranlage wäre in dieser Marktsituation eine schwierige, aber notwendige Maßnahme. In den Wechselverhandlungen versuchen wir eine Lösung zu finden, bei der wir das Personal der Ferrochromwerke in den anderen Betrieben des Standorts Tornio und der Mine Kemi einsetzen können.“

Das Unternehmen könne die Möglichkeit vorübergehender Entlassungen nicht ausschließen.

Hintergrund

Outokumpu betreibt mit dem Bergwerk Kemi die einzige Chrommine in der Europäischen Union. Ziel sei, die Mine in Kemi bis 2025 zum ersten CO2-neutralen Bergwerk der Welt zu machen. Einer der Hauptfaktoren für die CO2-Neutralität der Mine in Kemi sei der Verzicht auf fossile Brennstoffe. Kemi liegt in derselben Verwaltungsgemeinschaft wie der Windpark Rajakiiri in Tornio.

In den nordischen Ländern steigt der Anteil erneuerbarer Energien, sei es durch Windturbinen oder Solarkraftwerke, rapide an. Aufgrund der starken Wetterabhängigkeit ist eine enge Zusammenarbeit bei der Erzeugung erneuerbarer Energien unerlässlich, um die Erträge so effizient wie möglich zu optimieren und zu nutzen. Outokumpus Energieeinheit, Outokumpu EvoEnergy, setzt sich gemeinsam mit seinen Partnern für die Entwicklung von Technologien und Lösungen ein, die eine optimale Nutzung der Windenergie ermöglichen.

Mehr Informationen auf www.outokumpu.com/news/2024/windpark-rajakiiri und www.outokumpu.com//news/2024/ferrochrome-production

(Quelle: Outokumpu/2024)