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Fraunhofer IKTS präsentiert Unterwasser-Labor “Minilab”

Die Forschungsgruppe "Smart Ocean Technologies" (SOT) des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS hat ihr mobiles Unterwasser-Labor "Minilab" erfolgreich in Betrieb genommen. Es wurde für die schnelle und flexible Prüfung neuer Werkstoffe und Sensoren für Unterwasseranwendungen konzipiert.
Das mobile Unterwasser-Labor "Minilab" der Fraunhofer-Forschungsgruppe SOT
© Fraunhofer IKTS
Das mobile Unterwasser-Labor "Minilab" des Fraunhofer SOT

28. November 2023 | Die Forschungsgruppe “Smart Ocean Technologies” (SOT) des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS hat ihr mobiles Unterwasser-Labor “Minilab” erfolgreich in Betrieb genommen. Es wurde für die schnelle und flexible Prüfung neuer Werkstoffe und Sensoren für Unterwasseranwendungen konzipiert. “Minilab” steht nun interessierten Partnern aus Wirtschaft und Forschung für vielfältige Testszenarien in Seen, Flüssen und Meeren zur Verfügung.

Das mobile Unterwasser-Labor “Minilab” ermöglicht Tests unter realen maritimen Bedingungen, also auch im Salzwasser und bei starken Strömungen. So lässt sich beispielsweise untersuchen, wie gut eine neue Legierung aggressivem Salzwasser standhält. Das Minilabor kann auch dabei helfen, nachhaltige Antifouling-Beschichtungen, umweltverträglichere Offshore-Konstruktionen oder Unterwasser-Sensorik schneller zu entwickeln.

“Wir bringen für unsere Partner die zu untersuchenden Proben und Geräte ins Wasser”, erklärt SOT-Forschungsgruppenleiterin Dr. Kathrin Baumgarten. “Damit helfen wir ihnen, Innovationen schneller in den Markt zu bringen.”

Temperatur, pH-Wert oder UV-Strahlen

Das Testlabor hat eine Kantenlänge von 70 Zentimetern und kann bis zu 100 Meter tief tauchen. Es bietet die präzise Erfassung verschiedener Parameter unter Wasser, darunter Temperatur, Druck und UV-Strahlung.

Konzipiert als eine offene Stahlrohr-Konstruktion, präsentiert es in der Grundausstattung vier Kameras sowie Temperatur- und Drucksensoren, dazu weitere Sensoren zur Messung von gelöstem Sauerstoff, Chlorophyll, UV-Strahlung, pH-Wert und Wassertrübheit. Die Testplattform lässt sich flexibel mit Proben sowie weiteren Sensoren und Messgeräten bestücken.

Bisher wird das Labor über eine Stromleitung von Land mit Energie versorgt. Eine autarke Nachfolgelösung ist bereits in Planung. Die nächste “Minilab”-Generation wird durch Akkus in einer Boje mit Strom versorgt, die erfassten Sensordaten werden direkt an einen Mobilfunk-Router in der Boje weitergeleitet.

Deutsch-Kanadische Kooperation

Die kanadische Kollegen vom “Centre for Ocean Ventures and Entrepreneurship” (COVE) betreiben in der Provinz Nova Scotia ein eigenes Unterwasser-Labor im Atlantik. Sie bieten dort vor allem Unterwassertests über einen längeren Zeitraum an.

Beide Angebote ergänzen sich somit: Die COVE-Lösung an Kanadas Ostküste eignet sich besser für Langzeittests und Experimente unter Atlantik-Bedingungen, während das leicht transportable deutsche “Minilab” auf raschen Erkenntnisgewinn in ganz unterschiedlichen Gewässern zielt.

Über “Smart Ocean Technologies”

Die Fraunhofer-Forschungsgruppe “Smart Ocean Technologies” hat ihren Sitz in Rostock. Ihr gehören Expertinnen und Experten aus vier Fraunhofer-Instituten an: das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, das Fraunhofer-Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik IGP, das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS und das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB. Das “Minilab” ist eines von mehreren Projekten der Gruppe und wurde vom Bundesministerium für Forschung und Bildung und dem Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

(Quelle: Fraunhofer IKTS/2023)

 

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