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thyssenkrupp Steel und RWE schließen Vertrag über Lieferung von grünem Strom

19. Februar 2024 | thyssenkrupp Steel und RWE haben einen langfristigen Grünstrom-Liefervertrag (Power Purchase Agreement, PPA) unterzeichnet, um die erste Direktreduktionsanlage am Standort Duisburg mit elektrisch betriebenen Einschmelzern mit grünem Strom zu versorgen. Der Vertrag, mit einer Laufzeit von 10 Jahren, sieht eine Liefermenge von ca. 110 GWh pro Jahr vor. Der Strom wird im […]

von | 22.02.24

thyssenkrupp Steel und RWE schließen Vertrag über Lieferung von grünem Strom zur Versorgung der ersten Direktreduktionsanlage
© thyssenkrupp

19. Februar 2024 | thyssenkrupp Steel und RWE haben einen langfristigen Grünstrom-Liefervertrag (Power Purchase Agreement, PPA) unterzeichnet, um die erste Direktreduktionsanlage am Standort Duisburg mit elektrisch betriebenen Einschmelzern mit grünem Strom zu versorgen.

Der Vertrag, mit einer Laufzeit von 10 Jahren, sieht eine Liefermenge von ca. 110 GWh pro Jahr vor. Der Strom wird im RWE Nordsee Offshore-Windpark Kaskasi, 35 Kilometer vor der Küste Helgolands, erzeugt. Damit leistet die Offshore-Windenergie zukünftig einen maßgeblichen Beitrag zur Energieversorgung des Transformationsprojekts tkH2Steel und hilft, die Klimaziele zu erreichen. Um die Anlage vollständig mit Grünstrom zu versorgen, sind weitere Verträge mit Ökostromerzeugern notwendig.

Klimafreundliche Primärstahlproduktion

Die Direktreduktionsanlage wird in Verbindung mit den beiden elektrisch betriebenen Einschmelzern als technologisch neue Anlagenkombination in das größte europäische Hüttenwerk integriert. Die 100 Prozent wasserstofffähige Direktreduktionsanlage produziert aus Eisenerzen direkt reduzierteres Eisen (DRI), sogenannten Eisenschwamm. In den beiden baugleichen Einschmelzern wird das DRI mit Hilfe von grünem Strom zu Roheisen erschmolzen. Mit einer Kapazität von 2,3 Millionen Tonnen regenerativ erzeugtem Roheisen pro Jahr können bereits bis zu 3,5 Millionen Tonnen CO2-Emissionen jährlich vermieden werden. Dieser innovative Ansatz ist ein bedeutender Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen und klimaneutralen Produktion von Stahl.

„Erneuerbare Energie ist neben dem Einsatz von regenerativ erzeugtem Wasserstoff – hierfür läuft derzeit eine separate öffentliche Ausschreibung an – ein Kernpunkt unserer Transformationsstrategie“, erklärt Dr. Arnd Köfler, Chief Technology Officer bei thyssenkrupp Steel. „Die Zusammenarbeit mit RWE ist der Auftakt, um den Bedarf an regenerativ erzeugtem Strom für das Projekt tkH2Steel zu decken. Mit dem Abschluss dieses PPA gehen wir den Weg zu einer klimaneutralen Produktion einen Schritt weiter.“

Grüner Strom als Fundament einer nachhaltigen Industrie

Die Partnerschaft mit RWE ist ein wichtiger Baustein der Energiestrategie des Unternehmens im Rahmen des Transformationsprojekts tkH2Steel mit dem Zielbild einer nachhaltigen Stahlherstellung. Diese Strategie sieht vor, den Bedarf an regenerativ erzeugtem Strom sukzessive zu steigern und damit die Weichen für eine klimaneutrale Produktion zu stellen.

Ulf Kerstin, Chief Commercial Officer von RWE Supply & Trading, begrüßt die Zusammenarbeit mit thyssenkrupp: „Wir freuen uns, thyssenkrupp Steel bei der Dekarbonisierung der Stahlproduktion unterstützen zu können. Mit unserer 2021 gestarteten Investitions- und Wachstumsoffensive Growing Green bauen wir unser Grünstrom-Portfolio auch in Deutschland weiter aus und tragen maßgeblich zum Gelingen der Energiewende bei. Kaskasi ist unser sechster Windpark in der deutschen Nordsee, die nächsten Parks sind schon in der Entwicklung. Mit dem Nordseecluster entstehen in den kommenden Jahren weitere 1,6 Gigawatt Offshore-Windkraft.“

Die Unterzeichnung des Grünstrom-PPA zwischen thyssenkrupp Steel und RWE unter-streicht die Notwendigkeit und das Engagement beider Unternehmen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Energieversorgung in der Industrie.

 

(Quelle: thyssenkrupp/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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