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Hochleistungs-Elektroband: thyssenkrupp Steel Italien nimmt neue Spaltanlage in Betrieb

thyssenkrupp Steel hat eine neue Spaltanlage in Motta Visconti, Italien, in Betrieb genommen. Die Anlage ist Teil der Investitionen des Unternehmens in die Elektromobilität und ermöglicht die Herstellung von hocheffizienten Elektrobändern für die Automobilindustrie.

von | 10.04.24

Die neue Spaltanlage von thyssenkrupp Steel Italien ist vor allem darauf ausgelegt, sehr anspruchsvolles, besonders dünnes Elektroband – ab einer Dicke von 0,2 Millimetern – zu zerteilen. Abbildung: ©thyssenkrupp Steel
©thyssenkrupp Steel
Neue Spaltanlage von thyssenkrupp Steel Italien

April 2024 | thyssenkrupp Steel hat eine neue Spaltanlage in Motta Visconti, Italien, in Betrieb genommen. Die Anlage ist Teil der Investitionen des Unternehmens in die Elektromobilität und ermöglicht die Herstellung von hocheffizienten Elektrobändern für die Automobilindustrie.

Die neue Anlage kann bis zu 500 Meter Material pro Minute spalten und ermöglicht es thyssenkrupp Steel, die Produktionskapazität von Elektroband am Standort Motta Visconti zu verdoppeln. Sie ist vor allem darauf ausgelegt, sehr anspruchsvolles, besonders dünnes Elektroband – ab einer Dicke von 0,2 Millimetern – zu zerteilen: Dieses Material wird bei Stanzern weiterverarbeitet und schließlich in Hochleistungs-Traktionsmotoren von Elektrofahrzeugen verbaut.

Außerdem verfügt die Anlage über eine hochmoderne, lasergesteuerte Messeinheit, die die Materialdicke und -breite kontinuierlich misst, sowie eine Komponente zum Schneiden von Produkten mit besonders empfindlichen Beschichtungen, beispielsweise Klebe-Isolationslacken.

Mit dieser Investition stärkt thyssenkrupp Steel seine Kompetenzen für die Mobilitäts- und Energiewende. Im Rahmen seiner Strategie 20-30 baut das Unternehmen vor allem den Standort Bochum mit Investitionen im niedrigen dreistelligen Millionenbereich kontinuierlich zum Kompetenzzentrum Elektromobilität um. Mit Investitionen an weiteren Standorten wie Motta Visconti komplettiert das Stahlsegment von thyssenkrupp sein E-Mobilitätsportfolio.

„Die neue Anlage ersetzt eine bestehende, mehr als 30 Jahre alte Anlage und wurde gebaut, um die höhere Nachfrage unserer Kunden nach besonders hochwertigen Elektrobändern bedienen zu können“, so Roberto Briano, Geschäftsführer thyssenkrupp Electrical Steel Italia.

„Ohne Stahl, keine Energie- und Mobilitätswende. Elektrobänder aus dem Hause thyssenkrupp sind unser Beitrag für eine nachhaltige und effiziente Mobilität. Mit der neuen Spaltanlage stärken wir unsere Position als führender Anbieter von innovativen Werkstofflösungen für die Elektromobilität“, so Miguel Arrabal, Leiter des Geschäftsfelds Nicht-kornorientiertes Elektroband (NO) bei thyssenkrupp Steel. „Wir sind stolz darauf, unseren Kunden in Italien sowie in angrenzenden Regionen Produkte anbieten zu können, die den höchsten Anforderungen entsprechen. Wir begleiten hiermit als führender europäischer Hersteller von Elektroband unsere Kunden bei der Transformation der Mobilität hin zu elektrischen Antrieben.“

thyssenkrupp Steel hat eine neue Spaltanlage in Motta Visconti, Italien, in Betrieb genommen. Die Anlage ist Teil der Investitionen des Unternehmens in die Elektromobilität und ermöglicht die Herstellung von hocheffizienten Elektrobändern für die Automobilindustrie. ©thyssenkrupp Steel

 

Neue Stahlgüte für mehr Reichweite in der Elektromobilität

Die neue Anlage in Motta Visconti ist auch in der Lage, die neueste Güte aus dem Hause thyssenkrupp Steel, NO25, zu spalten, die sich mit einer Dicke von 0,25 mm durch hervorragende magnetische Eigenschaften auszeichnet, wie z. B. einem garantierten Umwandlungsverlust von nur 12,5 W/kg.

Dieser so genannte Ummagnetisierungsverlust wird durch die Blechdicke, die Legierung und den Fertigungsprozess des Materials beeinflusst und ist eine wichtige Eigenschaft des Elektrobands: Er bestimmt, wie effektiv ein Motor die elektrische Energie nutzt und in Rotationsenergie umwandelt.

Ein geringer Ummagnetisierungsverlust bedeutet einen hohen Wirkungsgrad des Motors. Ein höherer Wirkungsgrad ermöglicht es einem Elektroauto, mit einer Batterieladung mehr Kilometer zu fahren oder die Batteriekapazität bei gleicher Reichweite zu reduzieren. Damit reduzieren sich das Gewicht der Batterie und somit des Fahrzeugs – und infolgedessen die Produktionskosten des Automobilherstellers.

Als Folge der Elektrifizierung der Mobilität steigt die Nachfrage nach hoch anspruchsvollen und besonders dünnen Produkten mit hohem Siliziumgehalt, wie sie thyssenkrupp Steel unter dem Markennamen powercore® Traction anbietet.

„Wir freuen uns darüber, unsere Kunden mit Produkten wie unserem NO25 im Rahmen der Transformation zur E-Mobilität begleiten zu können“, sagt Arrabal. Dabei seien alle Produkte auch als bluemint® erhältlich, dem CO2-reduzierten Stahl von thyssenkrupp Steel, der die Nachhaltigkeit des Werkstoffs noch einmal steigere.

 

(Quelle: thyssenkrupp Steel/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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