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Das Geschäftsklima der deutschen Zulieferer erfährt im April eine Seitwärtsbewegung. Durch die marginale Verschlechterung um 0,6 Punkte notiert der saisonbereinigte ifo-Wert bei –23,3 Punkten. ©Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ)
©Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ)
Geschäftsklima Zulieferer

Geschäftslage deutscher Zulieferer verschlechtert sich weiter

Kategorie:
Autor: B S

Datum: 29. Apr. 2024

April 2024 | Das Geschäftsklima der deutschen Zulieferer erfährt im April eine Seitwärtsbewegung. Durch die marginale Verschlechterung um 0,6 Punkte notiert der saisonbereinigte ifo-Wert bei –23,3 Punkten.

Laut dem Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie untermauern die jüngsten ifo-Daten zur deutschen Zulieferer-Industrie die im Rahmen der Hannovermesse dargelegte Einordnung der prekären konjunkturellen Lage.

Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate verbessern sich im Saldo um deutliche 6,9 Punkte und rangieren somit bei –20,2 Punkten. Wenngleich die negativen Aussichten somit immer noch überwiegen, ist dies der höchste Werte seit einem Jahr. Der Anteil derjenigen, die in den kommenden sechs Monate eine Verbesserung der Geschäfte sieht, steigt entsprechend zum vierten Mal in Folge.

Der Verbesserung der Erwartungshaltung eine positive Signalwirkung abzugewinnen, falle dennoch schwer. Schließlich verschlechtert sich die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage im Saldo um 7,3 Punkte auf –26,3. Schlechter bewerteten die deutschen Zulieferer ihre Geschäftslage zuletzt im August 2020 unter dem Eindruck der Coronapandemie.

Wo die Beurteilung der Geschäftslage einen neuen Tiefpunkt in der jüngeren Vergangenheit markiert, überrascht es nicht, dass sich die Erwartungen ausgehend vor dieser ernsten Lage technisch verbessern. So erwarten auch gegenwärtig nur 14 % der Unternehmen eine Verbesserung der Geschäftslage für die kommenden sechs Monate, während der Anteil derjenigen, die die gegenwärtige Geschäftslage als „gut“ bezeichnet, ebenso hoch ist.

Standen die Zeichen für das Jahr 2024 lange Zeit auf Erholung, sind die Prognosen zur konjunkturellen Entwicklung in den vergangenen Monaten sukzessive nach unten angepasst worden. So starten die mittelständischen Zulieferer ohne Auftragspolster und ohne Perspektive auf baldige Nachfrageimpulse in das Jahr. Dies spiegelt sich auch in den aktuellen Daten wider.

Entsprechend nahm die Produktion in den ersten beiden Monaten des Jahres um 4,9 Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahres ab, während der Umsatz um rund 4,1 Prozent niedriger ausgefallen ist.

Über den Geschäftsklimaindex der Zulieferindustrie

Der Geschäftsklimaindex Zulieferindustrie wird von der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie ArGeZ in Zusammenarbeit mit dem Ifo-Institut, München, ermittelt. Er beruht auf der Befragung von rund 600 Unternehmen und deckt die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie zusammengeschlossenen Branchen Gießerei-Industrie, Aluminiumindustrie, Kunststoffverarbeitung, Stahl- und Metallverarbeitung, NE-Metall-Industrie, Kautschukindustrie sowie Technische Textilien ab. Der Chart, mit korrigierten saisonbereinigten Daten, steht zum Download unter argez.de zur Verfügung.

Die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) ist eine Interessengemeinschaft, die rund 9.000 – vornehmlich mittelständisch geprägte – Zulieferunternehmen mit rund einer Million Beschäftigten und einem Umsatzvolumen von 244 Milliarden Euro vertritt.

Sie wird getragen von den Wirtschaftsverbänden:
WirtschaftsVereinigung Metalle e.V., Berlin
Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie e.V., Düsseldorf
Aluminium Deutschland e.V., Düsseldorf
Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V., Frankfurt a.M.
Verband Technische Kunststoff-Produkte e.V., Frankfurt a.M.
Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V., Düsseldorf/Hagen
Industrieverband Veredlung-Garne-Gewebe- Technische Textilien, Frankfurt

 

(Quelle: BDG – Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie/2024)

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