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Dillinger und Saarstahl starten gemeinsames Zukunftsprogramm

Die saarländische Stahlindustrie richtet sich neu aus. „Wir tun dies in einem komplett integrierten Prozess von Dillinger und Saarstahl mit dem langfristigen Ziel, den Generationenvertrag fortzusetzen“. so Tim Hartmann, Vorstandsvorsitzender von Dillinger und Saarstahl.

von | 30.09.19

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„Wir produzieren hervorragende Stähle, die zu den besten der Welt gehören und die bei unseren Kunden gefragt sind. Unsere Produkte werden wir gemeinsam mit unseren Kunden weiterentwickeln. Wir werden eine umfassende Vertriebsoffensive starten. Das Engagement unserer Mitarbeiter ist hoch. Gleichzeitig haben wir im Vergleich zum Wettbewerb zu hohe Kosten. Wir werden unsere Strukturen und Prozesse entsprechend in den nächsten Monaten anpassen. Ziel ist eine zweistellige Profitabilität, die uns ausreichend Spielraum für Wachstumsinvestitionen gibt. Darüber hinaus richten wir das Gesamtunternehmen klar auf CO₂-freie Technologien aus. Gleichzeitig erwarten wir von der Politik einen fairen Wettbewerbsrahmen und die kurzfristige Zurverfügungstellung ausreichender Mittel, um den Transferprozess umsetzen zu können. Wir wollen, dass die modernste Stahlindustrie hier im Saarland steht“. Die anhaltende strukturelle Krise auf dem globalen Stahlmarkt und die teilweisen konjunkturellen Nachfragerückgänge in einigen Segmenten wie der Automobilindustrie und dem Maschinenbau sowie die steigenden Kosten des CO₂-Zertifikatesystems haben uns dazu veranlasst, einen integrierten Strategieprozess aufzusetzen, um Maßnahmen zur Zukunftssicherung zu erarbeiten und auf den Weg zu bringen. Nun wurden erste Ergebnisse aus dem laufenden Strategieprozess den Aufsichtsgremien der Unternehmen vorgestellt. Ebenso finden in den nächsten Tagen Informationsveranstaltungen statt, um den Mitarbeitern die Strategie zu erläutern. Offensiv und CO2-frei „Zum ersten Mal haben gemeinsam besetzte Expertenteams von Saarstahl, Dillinger und SHS die strategischen Ziele für die Zukunft erarbeitet“, erklärt Tim Hartmann. „Ergebnis aus dem Prozess sind klar definierte Ziele und ein detaillierter Maßnahmenplan für die nächsten Jahre. Wir sind davon überzeugt, dass es uns damit gelingen wird, die dargestellten Herausforderungen zu meistern und uns zukunftssicher zu machen.“ Ein zentraler Baustein ist eine offensive Neuausrichtung der Geschäftsstrategie, die eine konsequente Steuerung in Richtung innovativer und hochqualitativer Produkte für unsere Kunden vorsieht. Die aufgesetzten Maßnahmen tragen dazu bei, robuster, profitabler und zukunftsorientierter zu werden. Im Rahmen der laufenden Erarbeitung einer CO₂-Strategie werden Optionen für den schrittweisen Umbau zur CO₂-freien Produktion entwickelt. Hier fordern wir von der Politik, dass sehr schnell eine klare Planbarkeit und ein Rahmen für einen fairen Wettbewerb sowie für die erforderlichen Fördermittel geschaffen werden. Kosteneinsparungen und sozialverträglicher Stellenabbau Wir haben uns als Ziel gesetzt Kosten in der Höhe von € 250 Mio. pro Jahr einzusparen. Davon werden wir 60 % über Einsparungen im Material- und Fremdleistungsaufwand und 40 % im Personalaufwand erreichen. Damit sind ein Abbau von 1.500 Stellen sowie ein Outsourcing von 1.000 Stellen im Saarland verbunden. Wir erreichen die stellenbezogenen Maßnahmen u. a. über Änderungen der Prozesse und Strukturen sowie über die Steigerung unserer Produktivität, durch die Abschaffung von Doppelstrukturen und durch Schließung oder Auslagerung von Bereichen. Wir wollen die genannten Personalmaßnahmen sozialverträglich in den nächsten drei Jahren umsetzen und sind bereit, unter der Bedingung einer einvernehmlichen Regelung zu entsprechenden Instrumenten, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Zum Hintergrund: aktuelles Marktumfeld Die Stahlindustrie in Europa befindet sich in einer konjunkturellen und – was schwerer wiegt – in einer langanhaltenden strukturellen Krise. Die Ursachen für das zunehmend herausfordernde Umfeld sind im Wesentlichen: der wachsende weltweite Protektionismus und die damit verbundenen Zölle, die die Produkte der saarländischen Stahlindustrie verteuern, große Überkapazitäten und hohe Importe in die EU, die kontinuierlich auf das Preisniveau drücken und ein starker Wettbewerb. Zukünftig belasten auch noch steigende Kosten aus dem CO₂-Zertifikatesystem die Unternehmen Dillinger und Saarstahl. Zusätzlich zu den strukturellen Problemen kommen die derzeitigen konjunkturellen Abschwächungen und Umbrüche in Kernverbrauchersegmenten wie der Automobilindustrie oder dem Maschinenbau hinzu. Dies hat dazu geführt, dass Saarstahl seit September Kurzarbeit fährt. (Quelle: SHS - Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA (SHS))

„Wir produzieren hervorragende Stähle, die zu den besten der Welt gehören und die bei unseren Kunden gefragt sind. Unsere Produkte werden wir gemeinsam mit unseren Kunden weiterentwickeln. Wir werden eine umfassende Vertriebsoffensive starten. Das Engagement unserer Mitarbeiter ist hoch. Gleichzeitig haben wir im Vergleich zum Wettbewerb zu hohe Kosten. Wir werden unsere Strukturen und Prozesse entsprechend in den nächsten Monaten anpassen. Ziel ist eine zweistellige Profitabilität, die uns ausreichend Spielraum für Wachstumsinvestitionen gibt. Darüber hinaus richten wir das Gesamtunternehmen klar auf CO₂-freie Technologien aus. Gleichzeitig erwarten wir von der Politik einen fairen Wettbewerbsrahmen und die kurzfristige Zurverfügungstellung ausreichender Mittel, um den Transferprozess umsetzen zu können. Wir wollen, dass die modernste Stahlindustrie hier im Saarland steht“.
Die anhaltende strukturelle Krise auf dem globalen Stahlmarkt und die teilweisen konjunkturellen Nachfragerückgänge in einigen Segmenten wie der Automobilindustrie und dem Maschinenbau sowie die steigenden Kosten des CO₂-Zertifikatesystems haben uns dazu veranlasst, einen integrierten Strategieprozess aufzusetzen, um Maßnahmen zur Zukunftssicherung zu erarbeiten und auf den Weg zu bringen.
Nun wurden erste Ergebnisse aus dem laufenden Strategieprozess den Aufsichtsgremien der Unternehmen vorgestellt. Ebenso finden in den nächsten Tagen Informationsveranstaltungen statt, um den Mitarbeitern die Strategie zu erläutern.
Offensiv und CO2-frei
„Zum ersten Mal haben gemeinsam besetzte Expertenteams von Saarstahl, Dillinger und SHS die strategischen Ziele für die Zukunft erarbeitet“, erklärt Tim Hartmann. „Ergebnis aus dem Prozess sind klar definierte Ziele und ein detaillierter Maßnahmenplan für die nächsten Jahre. Wir sind davon überzeugt, dass es uns damit gelingen wird, die dargestellten Herausforderungen zu meistern und uns zukunftssicher zu machen.“
Ein zentraler Baustein ist eine offensive Neuausrichtung der Geschäftsstrategie, die eine konsequente Steuerung in Richtung innovativer und hochqualitativer Produkte für unsere Kunden vorsieht. Die aufgesetzten Maßnahmen tragen dazu bei, robuster, profitabler und zukunftsorientierter zu werden. Im Rahmen der laufenden Erarbeitung einer CO₂-Strategie werden Optionen für den schrittweisen Umbau zur CO₂-freien Produktion entwickelt. Hier fordern wir von der Politik, dass sehr schnell eine klare Planbarkeit und ein Rahmen für einen fairen Wettbewerb sowie für die erforderlichen Fördermittel geschaffen werden.
Kosteneinsparungen und sozialverträglicher Stellenabbau
Wir haben uns als Ziel gesetzt Kosten in der Höhe von € 250 Mio. pro Jahr einzusparen. Davon werden wir 60 % über Einsparungen im Material- und Fremdleistungsaufwand und 40 % im Personalaufwand erreichen. Damit sind ein Abbau von 1.500 Stellen sowie ein Outsourcing von 1.000 Stellen im Saarland verbunden. Wir erreichen die stellenbezogenen Maßnahmen u. a. über Änderungen der Prozesse und Strukturen sowie über die Steigerung unserer Produktivität, durch die Abschaffung von Doppelstrukturen und durch Schließung oder Auslagerung von Bereichen. Wir wollen die genannten Personalmaßnahmen sozialverträglich in den nächsten drei Jahren umsetzen und sind bereit, unter der Bedingung einer einvernehmlichen Regelung zu entsprechenden Instrumenten, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.
Zum Hintergrund: aktuelles Marktumfeld
Die Stahlindustrie in Europa befindet sich in einer konjunkturellen und – was schwerer wiegt – in einer langanhaltenden strukturellen Krise. Die Ursachen für das zunehmend herausfordernde Umfeld sind im Wesentlichen: der wachsende weltweite Protektionismus und die damit verbundenen Zölle, die die Produkte der saarländischen Stahlindustrie verteuern, große Überkapazitäten und hohe Importe in die EU, die kontinuierlich auf das Preisniveau drücken und ein starker Wettbewerb. Zukünftig belasten auch noch steigende Kosten aus dem CO₂-Zertifikatesystem die Unternehmen Dillinger und Saarstahl. Zusätzlich zu den strukturellen Problemen kommen die derzeitigen konjunkturellen Abschwächungen und Umbrüche in Kernverbrauchersegmenten wie der Automobilindustrie oder dem Maschinenbau hinzu. Dies hat dazu geführt, dass Saarstahl seit September Kurzarbeit fährt.
(Quelle: SHS – Stahl-Holding-Saar GmbH & Co. KGaA (SHS))

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