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Thyssenkrupp Materials Services und Mantro gründen Joint Venture für Stahlrecycling

Für ein Joint Venture hat sich Thyssenkrupp Materials Services die Expertise des Company Builders Mantro dazu geholt. Gemeinsam mit den Münchnern haben die Werkstoffexperten des Thyssenkrupp Konzerns zum 2. Juni 2020 die mt industry recycling GmbH zum Recycling von Stahl gegründet. Das Gemeinschaftsunternehmen will eine effektivere Rückführung von Stahlschrott in die Produktionsprozesse der Fertigungsindustrie erzielen und damit Kundenmehrwert bieten.

von | 29.06.20

©thyssenkrupp Materials Services GmbH

„Nur wenige Rohstoffe der Welt lassen sich so gut wiederverwerten wie Stahl. Bereits heute stammt fast die Hälfte der Stahlproduktion aus recyceltem Stahlschrott. Allein in Deutschland entspricht dies jährlich über 20 Mio. t Schrott. Wir sind davon überzeugt, dass deren Koordination und Abwicklung enormes Innovationspotenzial bietet”, so Jan Crommelinck, Geschäftsführer der mt industry recycling GmbH und Lead New Business Models bei Thyssenkrupp Materials Services.

Kunden wie Stahlwerke und Gießereien können künftig sortenreinen Stahlschrott unmittelbar über die mt industry recycling GmbH beziehen. Der Zwischenschritt über den Schrotthändler entfällt. Für Kunden entstehen dank des verschlankten Prozesses deutlich geringere Kosten. Damit sinken auch die Einkaufspreise. Durch die Sortenreinheit des Materials ist es ihnen zudem möglich, den Schrott ohne Qualitätsverluste einzuschmelzen und neu zu verarbeiten. Darüber hinaus versprechen effiziente Logistikprozesse einen positiven Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in den Recyclingabläufen.

„Die Materialrückführung ist der letzte fehlende Baustein nach Stahlherstellung, Verarbeitung und Handel, den wir mit dem Joint Venture unseren Kunden nun anbieten können. Wir verstehen uns konsequent als Teil der kompletten Kreislaufwirtschaft”, erklärt Jan Crommelinck.

Materialexpertise trifft auf Innovations-Beschleuniger

Thyssenkrupp Materials Services baut mit dem neuen Joint Venture sein Dienstleistungsportfolio aus. Es folgt damit seiner Strategie „Materials as a Service”. Ziel ist es, Kundenbeziehungen zu intensivieren und die Integration in die gesamte Lieferkette der Kunden voranzutreiben. Das Joint Venture von Thyssenkrupp Materials Services und Mantro kombiniert das Beste aus zwei Welten: Kunden können auf die jahrzehntelange und fundierte Materialexpertise der Werkstoffspezialisten von Thyssenkrupp zurückgreifen. Als Experte für das Gründen von Unternehmen gemeinsam mit industriellen Partnern sorgt Mantro für den Aufbau der Organisationstruktur und beschleunigt die Entwicklung.

„Uns ist in all unseren Ventures vor allem eines wichtig – ein Setup zu finden, das den Erfolg des Geschäftsmodells ermöglicht. Häufig ist der Schlüssel hierfür Unabhängigkeit und Geschwindigkeit zu erzeugen, ohne die Vorteile der bestehenden Netzwerke von Mantro und unseren Partnern zu verlieren”, erläutert Manfred Tropper, Geschäftsführer der Mantro GmbH.

Die Ausgründung des neuen Geschäfts als eigenständige und unabhängige GmbH soll es ermöglichen, besonders schnell und flexibel Kundenlösungen zu entwickeln und zu wachsen.

(Quelle: thyssenkrupp Materials Services GmbH)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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