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Voestalpine eröffnet Forschungsanlage für High-Tech-Stähle

Stahl ist ein Zukunftswerkstoff, dessen Weiterentwicklung die Grundlage neuer Mobilitäts-, Energie- oder Infrastrukturkonzepte darstellt. In einer weltweit einzigartigen Pilotanlage erforscht die Voestalpine in Leoben-Donawitz ab sofort die Produktion neuer Hochleistungsstähle, die von den steirischen Konzerngesellschaften zu Spezialschienen, Qualitätswalzdraht und höchstbelastbaren Ölfeldrohren weiterverarbeitet werden. Mit einer Investitionssumme von über € 18 Mio. ist das „Technikum Metallurgie“ – ein komplettes Stahlwerk im Kleinformat – die bislang größte Forschungsinvestition an diesem Standort.

von | 23.05.19

In der Automobilindustrie sorgen neue, höchstfeste Stähle für weniger Gewicht und gleichzeitig höhere Sicherheit im Fahrzeug. Im Bahnverkehr sind es hochbeanspruchbare High-Tech-Stähle, die Schienen und Weichen bis zu doppelt so lang befahrbar machen als bisher — das wirkt sich neben einer höheren Streckenverfügbarkeit durch verringerten Materialeinsatz auch positiv auf die Ökobilanz aus.
Während die bestehenden Produktionsanlagen der Metal Engineering Division in Leoben-Donawitz auf Mindestmengen von 68 t ausgelegt sind, erfolgt die Entwicklung noch leichterer, reinerer und hochfesterer Stähle im Technikum Metallurgie in kleinen Einheiten von bis zu 5 t.
Die Produktentwicklung erfolgt über eine CO2-reduzierte Route: Als Energieträger für die Erschmelzung des Vormaterials dient elektrischer Strom aus erneuerbaren Energien, wodurch mindestens 2.800 t CO2 pro Jahr am Standort eingespart werden. Für die Lieferung der Kernkomponenten – neben den Schmelzöfen auch eine Stranggussanlage – hat ein steirischer Anlagenbauer mit Sitz in Bruck an der Mur verantwortlich gezeichnet. Angesiedelt ist das 2.800-m2-große Forschungszentrum im ehemaligen, fast 100 Jahre alten Gießereigebäude am Standort Leoben-Donawitz, das nun umfassend renoviert wurde.
(Quelle: voestalpine AG)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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