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Initiative Erdgasspeicher: Wasserstoffstrategie leitet Transformation ein

Mit dem Beschluss der Nationalen Wasserstoffstrategie im Bundeskabinett wird die Transformation der Gaswirtschaft hin zu einem integralen Bestandteil der zukünftig treibhausgasneutralen Energieversorgung eingeleitet. Viele Anliegen der Gasspeicherwirtschaft sind darin aufgegriffen worden. An manchen Stellen hätte sich die Initiative Erdgasspeicher e.V. (INES) aber noch mehr Mut gewünscht.

von | 15.06.20

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Die Kabinettsitzung beschloss nach intensiver Diskussion die Nationale Wasserstoffstrategie von der Bundesregierung. Sebastian Bleschke, Geschäftsführer der Initiative Erdgasspeicher e.V. (INES) sieht die Verabschiedung der Nationalen Wasserstoffstrategie grundsätzlich positiv: „Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie wird die Transformation der Gaswirtschaft eingeleitet. Es ist der Beginn einer spannenden Entwicklung, die die Gasspeicherwirtschaft aktiv mitgestalten wird.“

Blauer und türkiser Wasserstoff nicht ausgeschlossen

Aus Sicht der INES sind nachfolgende Themen von besonderer Bedeutung:
  • Die Strategie beschreibt eine klare marktwirtschaftliche Perspektive mit ausgewählten Förderschwerpunkten für Wasserstoff. Für Endkundenanwendungen von Wasserstoff sollen die Rahmenbedingungen gestärkt und ein Markthochlauf der Erzeugungskapazitäten unterstützt werden. Die klare Marktorientierung hält die Wasserstoffstrategie auch im Zusammenhang mit Geschäfts- und Kooperationsmodellen zwischen Netzbetreibern und Betreibern von Elektrolyseuren durch. Sie müssen die regulatorische Entflechtung beachten.
  • Die Bundesregierung schließt die Nutzung von blauem und türkisem Wasserstoff in Deutschland nicht aus.
  • Mit Verabschiedung der Wasserstoffstrategie kündigt die Bundesregierung an, die staatlich induzierten Preisbestandteile weiter zu reformieren und dabei an den Zielen der Energiewende, u. a. an der Netzdienlichkeit auszurichten. Der CO2-Preis wird zum zentralen Leitinstrument und die EEG-Umlage wird begrenzt bzw. reduziert. Es wird erwogen, die Produktion von grünem Wasserstoff von der EEG-Umlage vollständig zu befreien.
„Mit der staatlichen Unterstützung des Markthochlaufs von Elektrolyseuren und der Ankündigung, die staatlich induzierten Preisbestandteile weitergehend zu reformieren, werden ganz wesentliche Forderungen der Gasspeicherwirtschaft aufgegriffen“, kommentiert Sebastian Bleschke die strategischen Ansätze. „Einzig im Zusammenhang mit den Netzentgeltsystematiken Strom und Gas hätten wir uns ein bisschen mehr Mut gewünscht. Hier sieht INES nach wie vor Reform-Bedarf.“

Marktdesign muss Bedarfsentwicklung berücksichtigen

Gasspeicher können ganz wesentlich zum Markthochlauf von Wasserstoff beitragen. Auf Basis von Wasserstoff können sie CO2-freie Flexibilität in großen Mengen bereitstellen, um die zunehmenden Schwankungen in einem treibhausgasneutralen Energiesystem auszugleichen. Aktuelle Studien zum Wasserstoffmarkt (z. B. von Bloomberg New Energy Finance) zeigen, dass der Bedarf an Gasspeichern mit dem zunehmenden Einsatz von Wasserstoff ansteigen wird. Bei der Entwicklung eines Marktdesigns muss diese Bedarfsentwicklung noch stärker beachtet werden. Während die Wasserstoffstrategie einen Schwerpunkt auf die Marktentwicklung legt, werden regulatorische Ansätze (z. B. für Wasserstoffnetze) nicht differenziert betrachtet. Vielmehr soll der langfristig erforderliche Handlungsbedarf zur Transformation der Gasinfrastrukturen mit den Stakeholdern erarbeitet und ein Bericht mit Handlungsempfehlungen erstellt werden. Laut Sebastian Bleschke ein geeignetes Vorgehen: „Im Rahmen des Stakeholderdialogs sollten Regulierungsansätze diskutiert werden, die der Entwicklung eines Wasserstoffmarktes dienlich sind. Wir haben hier vor allem die Wechselwirkungen zwischen Netzen und Gasspeichern im Blick und werden uns konstruktiv einbringen.“ (Quelle: Initiative Erdgasspeicher e.V.)

Die Kabinettsitzung beschloss nach intensiver Diskussion die Nationale Wasserstoffstrategie von der Bundesregierung. Sebastian Bleschke, Geschäftsführer der Initiative Erdgasspeicher e.V. (INES) sieht die Verabschiedung der Nationalen Wasserstoffstrategie grundsätzlich positiv: „Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie wird die Transformation der Gaswirtschaft eingeleitet. Es ist der Beginn einer spannenden Entwicklung, die die Gasspeicherwirtschaft aktiv mitgestalten wird.“

Blauer und türkiser Wasserstoff nicht ausgeschlossen

Aus Sicht der INES sind nachfolgende Themen von besonderer Bedeutung:

  • Die Strategie beschreibt eine klare marktwirtschaftliche Perspektive mit ausgewählten Förderschwerpunkten für Wasserstoff. Für Endkundenanwendungen von Wasserstoff sollen die Rahmenbedingungen gestärkt und ein Markthochlauf der Erzeugungskapazitäten unterstützt werden. Die klare Marktorientierung hält die Wasserstoffstrategie auch im Zusammenhang mit Geschäfts- und Kooperationsmodellen zwischen Netzbetreibern und Betreibern von Elektrolyseuren durch. Sie müssen die regulatorische Entflechtung beachten.
  • Die Bundesregierung schließt die Nutzung von blauem und türkisem Wasserstoff in Deutschland nicht aus.
  • Mit Verabschiedung der Wasserstoffstrategie kündigt die Bundesregierung an, die staatlich induzierten Preisbestandteile weiter zu reformieren und dabei an den Zielen der Energiewende, u. a. an der Netzdienlichkeit auszurichten. Der CO2-Preis wird zum zentralen Leitinstrument und die EEG-Umlage wird begrenzt bzw. reduziert. Es wird erwogen, die Produktion von grünem Wasserstoff von der EEG-Umlage vollständig zu befreien.

„Mit der staatlichen Unterstützung des Markthochlaufs von Elektrolyseuren und der Ankündigung, die staatlich induzierten Preisbestandteile weitergehend zu reformieren, werden ganz wesentliche Forderungen der Gasspeicherwirtschaft aufgegriffen“, kommentiert Sebastian Bleschke die strategischen Ansätze. „Einzig im Zusammenhang mit den Netzentgeltsystematiken Strom und Gas hätten wir uns ein bisschen mehr Mut gewünscht. Hier sieht INES nach wie vor Reform-Bedarf.“

Marktdesign muss Bedarfsentwicklung berücksichtigen

Gasspeicher können ganz wesentlich zum Markthochlauf von Wasserstoff beitragen. Auf Basis von Wasserstoff können sie CO2-freie Flexibilität in großen Mengen bereitstellen, um die zunehmenden Schwankungen in einem treibhausgasneutralen Energiesystem auszugleichen. Aktuelle Studien zum Wasserstoffmarkt (z. B. von Bloomberg New Energy Finance) zeigen, dass der Bedarf an Gasspeichern mit dem zunehmenden Einsatz von Wasserstoff ansteigen wird. Bei der Entwicklung eines Marktdesigns muss diese Bedarfsentwicklung noch stärker beachtet werden.

Während die Wasserstoffstrategie einen Schwerpunkt auf die Marktentwicklung legt, werden regulatorische Ansätze (z. B. für Wasserstoffnetze) nicht differenziert betrachtet. Vielmehr soll der langfristig erforderliche Handlungsbedarf zur Transformation der Gasinfrastrukturen mit den Stakeholdern erarbeitet und ein Bericht mit Handlungsempfehlungen erstellt werden. Laut Sebastian Bleschke ein geeignetes Vorgehen: „Im Rahmen des Stakeholderdialogs sollten Regulierungsansätze diskutiert werden, die der Entwicklung eines Wasserstoffmarktes dienlich sind. Wir haben hier vor allem die Wechselwirkungen zwischen Netzen und Gasspeichern im Blick und werden uns konstruktiv einbringen.“
(Quelle: Initiative Erdgasspeicher e.V.)

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