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DVGW & DWV: Wasserstoffstrategie ist ein wichtiges Signal für die Gasbranche

Das Bundeskabinett hat die Nationale Wasserstoffstrategie verabschiedet. Dazu äußern sich die Vorstandsvorsitzenden des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbands (DWV):

von | 15.06.20

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Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender DVGW: „Mit Blick auf die Corona-Pandemie hat das Bundeskabinett erst jetzt die lang erwartete Wasserstoffstrategie auf die Agenda gesetzt und verabschiedet. Das ist nachvollziehbar, der Beschluss war jedoch überfällig. Er ist in vielen Aspekten der lang erwartete Durchbruch für Wasserstoff und bietet eine Perspektive für die deutsche Wirtschaft in der Zeit nach der Krise. Wir stehen bereit, die sehr guten strategischen Ansätze zum Markthochlauf von Wasserstoff jetzt zügig umzusetzen. Wasserstoff ist die Basis für Technologien, die enorme wirtschaftliche Potenziale für Deutschland bieten. Zudem kann er zur nachhaltigen Minderung von CO2-Emissionen überall dort beitragen, wo gas-basierte Energie die beste Option ist und auch bleiben wird – bei industriellen Prozessen, in der Schwerlast-Mobilität und im Wärmesektor, denn die hier benötigten Mengen und Spitzenleistungen werden durch das deutsche Verteilnetz effizient vor Ort bereitgestellt. Der Nationale Wasserstoffstrategie müssen nun technische Umsetzungsmaßnahmen, aber auch Anpassungen des Ordnungsrahmens folgen. Die Bundesregierung hat jetzt zwar die tragende Rolle von Wasserstoff in der Energiewende verbrieft, aber bislang kaum regulatorische Hindernisse aus dem Weg geräumt. In der Strategie finden sich nur wenige Maßnahmen, um nachhaltig Märkte für Wasserstoff zu schaffen. Die geplanten Förderinstrumente und Umlagebefreiungen für die Erzeugung von grünem Wasserstoff sind hier nur der erste richtige und notwendige Schritt. Blauer und türkiser Wasserstoff dürfen bei der Marktentwicklung nicht unter den Tisch fallen, um auf die industriell benötigten Mengen zu kommen. Insbesondere aber im Wärmemarkt sehen wir einen der größten Wachstumssektoren für Wasserstoff, dessen Attraktivität jedoch nun noch besser auszugestalten ist, indem die schrittweise Erhöhung der Wasserstoffanteile aktiver gefördert wird.“

Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender DVGW: „Mit Blick auf die Corona-Pandemie hat das Bundeskabinett erst jetzt die lang erwartete Wasserstoffstrategie auf die Agenda gesetzt und verabschiedet. Das ist nachvollziehbar, der Beschluss war jedoch überfällig. Er ist in vielen Aspekten der lang erwartete Durchbruch für Wasserstoff und bietet eine Perspektive für die deutsche Wirtschaft in der Zeit nach der Krise. Wir stehen bereit, die sehr guten strategischen Ansätze zum Markthochlauf von Wasserstoff jetzt zügig umzusetzen. Wasserstoff ist die Basis für Technologien, die enorme wirtschaftliche Potenziale für Deutschland bieten. Zudem kann er zur nachhaltigen Minderung von CO2-Emissionen überall dort beitragen, wo gas-basierte Energie die beste Option ist und auch bleiben wird – bei industriellen Prozessen, in der Schwerlast-Mobilität und im Wärmesektor, denn die hier benötigten Mengen und Spitzenleistungen werden durch das deutsche Verteilnetz effizient vor Ort bereitgestellt. Der Nationale Wasserstoffstrategie müssen nun technische Umsetzungsmaßnahmen, aber auch Anpassungen des Ordnungsrahmens folgen. Die Bundesregierung hat jetzt zwar die tragende Rolle von Wasserstoff in der Energiewende verbrieft, aber bislang kaum regulatorische Hindernisse aus dem Weg geräumt. In der Strategie finden sich nur wenige Maßnahmen, um nachhaltig Märkte für Wasserstoff zu schaffen. Die geplanten Förderinstrumente und Umlagebefreiungen für die Erzeugung von grünem Wasserstoff sind hier nur der erste richtige und notwendige Schritt. Blauer und türkiser Wasserstoff dürfen bei der Marktentwicklung nicht unter den Tisch fallen, um auf die industriell benötigten Mengen zu kommen. Insbesondere aber im Wärmemarkt sehen wir einen der größten Wachstumssektoren für Wasserstoff, dessen Attraktivität jedoch nun noch besser auszugestalten ist, indem die schrittweise Erhöhung der Wasserstoffanteile aktiver gefördert wird.“

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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