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IW-Studie: Wettbewerbsnachteil durch DSGVO

Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO, schützt seit einiger Zeit die Daten von europäischen Bürgern. Für die Unternehmen ist die Regelung vor allem mit viel Aufwand verbunden – und mit Nachteilen im internationalen Wettbewerb, wie eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt.

von | 15.01.20

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Rund ein Drittel der Unternehmen in Deutschland hat nach eigenen Angaben Wettbewerbsnachteile durch die DSGVO. Vor allem im Konkurrenzkampf mit internationalen Firmen, die sich außerhalb der EU nicht an die DSGVO halten müssen, ist das spürbar, zeigt eine IW-Studie, für die 862 Unternehmen befragt wurden. Besonders Industriedienstleister haben mit der DSGVO zu kämpfen: 37 % von ihnen fühlen sich nach eigenen Angaben benachteiligt. Firmen aus dem Handwerk scheinen weniger Probleme mit dem Gesetz zu haben, hier berichten nur 29 % von Nachteilen. Unternehmen kritisieren vor allem den hohen Aufwand, der nötig ist, um die Verordnung umzusetzen und einzuhalten, außerdem enthält sie zum Teil strengere Regelungen als das Bundesdatenschutzgesetz. Bemerkbar macht sich das beispielsweise im Marketing: Für personalisierte Onlinewerbung müssen die Unternehmen in der Regel erst die Einwilligung der Kunden einholen. Ein weiterer Nachteil sind die potenziell drakonischen Strafen, die bei vielen Unternehmen zu Rechtsunsicherheit führen. Immerhin: 5 % der Unternehmen sehen auch Vorteile in der DSGVO. Am häufigsten nannten die Unternehmen die Chance auf mehr Gewinn. Denn Kunden, für die der Datenschutz besonders wichtig ist, könnten sich nun eher für ein Unternehmen entscheiden, das sich an die DSGVO und damit an hohe Datenschutzstandards halten muss. Auffällig ist, dass digitalisierte und innovative Unternehmen die DSGVO eher als vorteilhaft empfinden, obwohl sie gleichzeitig den Aufwand der Umsetzung als höher einschätzen. „Diese zukunftsgerichteten Unternehmen sind eher vom positiven Charakter der DSGVO überzeugt. Das zeigt, dass ein hohes Datenschutzniveau auch aus wirtschaftlicher Perspektive wichtig und richtig ist“, so Studienautorin Barbara Engels. Um Wettbewerbsnachteile zu verringern, sollte das Modell DSGVO auch außerhalb der EU gelten. „Die Politik sollte versuchen, die DSGVO als internationalen Standard zu etablieren“, sagt Co-Autor Marc Scheufen. Kalifornien hat sich beispielsweise schon an der europäischen Regelung orientiert: 2018 hat der US-Bundestaat ein Gesetz beschlossen, das die DSGVO als Vorbild hat. (Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.)

Rund ein Drittel der Unternehmen in Deutschland hat nach eigenen Angaben Wettbewerbsnachteile durch die DSGVO. Vor allem im Konkurrenzkampf mit internationalen Firmen, die sich außerhalb der EU nicht an die DSGVO halten müssen, ist das spürbar, zeigt eine IW-Studie, für die 862 Unternehmen befragt wurden. Besonders Industriedienstleister haben mit der DSGVO zu kämpfen: 37 % von ihnen fühlen sich nach eigenen Angaben benachteiligt. Firmen aus dem Handwerk scheinen weniger Probleme mit dem Gesetz zu haben, hier berichten nur 29 % von Nachteilen.
Unternehmen kritisieren vor allem den hohen Aufwand, der nötig ist, um die Verordnung umzusetzen und einzuhalten, außerdem enthält sie zum Teil strengere Regelungen als das Bundesdatenschutzgesetz. Bemerkbar macht sich das beispielsweise im Marketing: Für personalisierte Onlinewerbung müssen die Unternehmen in der Regel erst die Einwilligung der Kunden einholen. Ein weiterer Nachteil sind die potenziell drakonischen Strafen, die bei vielen Unternehmen zu Rechtsunsicherheit führen.
Immerhin: 5 % der Unternehmen sehen auch Vorteile in der DSGVO. Am häufigsten nannten die Unternehmen die Chance auf mehr Gewinn. Denn Kunden, für die der Datenschutz besonders wichtig ist, könnten sich nun eher für ein Unternehmen entscheiden, das sich an die DSGVO und damit an hohe Datenschutzstandards halten muss. Auffällig ist, dass digitalisierte und innovative Unternehmen die DSGVO eher als vorteilhaft empfinden, obwohl sie gleichzeitig den Aufwand der Umsetzung als höher einschätzen. „Diese zukunftsgerichteten Unternehmen sind eher vom positiven Charakter der DSGVO überzeugt. Das zeigt, dass ein hohes Datenschutzniveau auch aus wirtschaftlicher Perspektive wichtig und richtig ist“, so Studienautorin Barbara Engels. Um Wettbewerbsnachteile zu verringern, sollte das Modell DSGVO auch außerhalb der EU gelten. „Die Politik sollte versuchen, die DSGVO als internationalen Standard zu etablieren“, sagt Co-Autor Marc Scheufen. Kalifornien hat sich beispielsweise schon an der europäischen Regelung orientiert: 2018 hat der US-Bundestaat ein Gesetz beschlossen, das die DSGVO als Vorbild hat.
(Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.)

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