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ifo Institut: Es droht eine Rezession

Das ifo Institut hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum für dieses und kommendes Jahr gesenkt. Statt 0,6 % erwarten die Forscher nun für 2019 nur noch 0,5 %. „Der deutschen Wirtschaft droht eine Rezession. Die Schwäche in der Industrie breitet sich wie ein Ölfleck nach und nach in andere Wirtschaftszweige aus, wie beispielsweise in die Logistik, die zu den Dienstleistern zählt“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. „Der Ausblick ist mit hohen Unwägbarkeiten verbunden. So unterstellen wir, dass ein harter Brexit oder eine Eskalation des US-Handelskrieges ausbleiben.“

von | 12.09.19

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Nach dem Schrumpfen der Wirtschaft im zweiten Vierteljahr um 0,1 % rechnet das ifo mit ebenfalls minus 0,1 % im dritten Quartal. „Das wäre dann eine technische Rezession“, sagt Wollmershäuser. Eine leichte Erholung im vierten Quartal und die starken plus 0,4 % aus dem ersten Vierteljahr dürften dann plus 0,5 % für das Gesamtjahr bedeuten. „Dieser Abschwung wurde durch eine Reihe weltpolitischer Ereignisse ausgelöst, die eine über Jahrzehnte gewachsene, globale Wirtschaftsordnung in Frage stellen“, sagt Wollmershäuser. Auch für das kommende Jahr wurde der Ausblick dunkler: Statt bislang 1,7 % erwartet das ifo Institut jetzt nur noch 1,2 % Wachstum, bereinigt um die vielen Arbeitstage sogar nur 0,8 %. Für 2021 veranschlagen die Forscher jetzt erstmals 1,4 %. „Die Konjunkturschwäche hat ihre Spuren mittlerweile auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen“, fügt Wollmershäuser an. Während die Beschäftigung in der Industrie bereits seit dem Frühjahr sinkt, kam der bislang kräftige Zuwachs bei den privaten Dienstleistern und im Baugewerbe im Sommer zum Erliegen. Die Arbeitslosigkeit steigt bereits den vierten Monat in Folge, und der Anteil der Unternehmen, die Kurzarbeit angemeldet haben, hat deutlich zugenommen. Für 2020 erwartet das ifo einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen auf 2,313 Mio., von 2,275 in diesem Jahr. Die Zahl der Beschäftigten soll allerdings weiter langsam zunehmen, von 45,2 Mio. über 45,4 auf 45,5 Mio. im Jahre 2021. Die Konjunktur stützen die hohen Einkommenszuwächse der privaten Haushalte, die aus kräftigen Tariflohnsteigerungen und einer Ausweitung der staatlichen Transfer-Leistungen stammen. Der Finanzüberschuss des Staates wird abschmelzen von € 45,8 Mrd. in diesem Jahr über 23,1 im kommenden auf € 18,6 Mrd. 2021. Der viel kritisierte Überschuss der Leistungsbilanz (Export, Importe, Dienstleistungen, Übertragungen) wird von 245 Mrd. über 258 auf € 265 Mrd. 2021 steigen. Das sind in diesem Jahr 7,1 % der Wirtschaftsleistung, im kommenden 7,3 % und 2021 dann 7,2 %. (Quelle: ifo Institut)

Nach dem Schrumpfen der Wirtschaft im zweiten Vierteljahr um 0,1 % rechnet das ifo mit ebenfalls minus 0,1 % im dritten Quartal. „Das wäre dann eine technische Rezession“, sagt Wollmershäuser. Eine leichte Erholung im vierten Quartal und die starken plus 0,4 % aus dem ersten Vierteljahr dürften dann plus 0,5 % für das Gesamtjahr bedeuten.
„Dieser Abschwung wurde durch eine Reihe weltpolitischer Ereignisse ausgelöst, die eine über Jahrzehnte gewachsene, globale Wirtschaftsordnung in Frage stellen“, sagt Wollmershäuser. Auch für das kommende Jahr wurde der Ausblick dunkler: Statt bislang 1,7 % erwartet das ifo Institut jetzt nur noch 1,2 % Wachstum, bereinigt um die vielen Arbeitstage sogar nur 0,8 %. Für 2021 veranschlagen die Forscher jetzt erstmals 1,4 %.
„Die Konjunkturschwäche hat ihre Spuren mittlerweile auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen“, fügt Wollmershäuser an. Während die Beschäftigung in der Industrie bereits seit dem Frühjahr sinkt, kam der bislang kräftige Zuwachs bei den privaten Dienstleistern und im Baugewerbe im Sommer zum Erliegen. Die Arbeitslosigkeit steigt bereits den vierten Monat in Folge, und der Anteil der Unternehmen, die Kurzarbeit angemeldet haben, hat deutlich zugenommen. Für 2020 erwartet das ifo einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen auf 2,313 Mio., von 2,275 in diesem Jahr. Die Zahl der Beschäftigten soll allerdings weiter langsam zunehmen, von 45,2 Mio. über 45,4 auf 45,5 Mio. im Jahre 2021.
Die Konjunktur stützen die hohen Einkommenszuwächse der privaten Haushalte, die aus kräftigen Tariflohnsteigerungen und einer Ausweitung der staatlichen Transfer-Leistungen stammen. Der Finanzüberschuss des Staates wird abschmelzen von € 45,8 Mrd. in diesem Jahr über 23,1 im kommenden auf € 18,6 Mrd. 2021. Der viel kritisierte Überschuss der Leistungsbilanz (Export, Importe, Dienstleistungen, Übertragungen) wird von 245 Mrd. über 258 auf € 265 Mrd. 2021 steigen. Das sind in diesem Jahr 7,1 % der Wirtschaftsleistung, im kommenden 7,3 % und 2021 dann 7,2 %.
(Quelle: ifo Institut)

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