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Thyssenkrupp Steel investiert am Standort Duisburg

Thyssenkrupp macht den Weg frei für die erste Investition im Rahmen der Strategie 2030. Als erstes Projekt wird im Warmbandwerk 2 am Standort Duisburg ein neuer Hubbalkenofen errichtet. Das neue Aggregat soll für eine nochmals verbesserte Oberflächenqualität bei Premiumblechen, die z. B. für die Außenhaut von Autos benötigt werden, sorgen. Die ersten Aufträge werden in Kürze vergeben. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant. Das Investitionsvolumen liegt im mittleren zweistelligen Millionenbereich.

von | 10.08.20

Warmbandwerk von Thyssenkrupp Steel am Standort Duisburg (© thyssenkrupp Steel Europe)

Im Vordergrund der Stahl-Strategie 20-30 stehen die gezielte Optimierung des Produktionsnetzwerks und eine Ausrichtung des Produktportfolios auf Zukunftsmärkte und profitable Stahlgüten. Dazu zählen Mehrphasenstähle, Leichtbaustähle sowie Güten mit hoher Oberflächenqualität. Außerdem wird die Produktion hochwertiger, nichtkornorientierter Elektrostähle gestärkt, die für die Elektromobilität essentiell werden.

Dr. Arnd Köfler, Technologievorstand bei Thyssenkrupp Steel: „Mit dem neuen Hubbalkenofen sichern wir unsere technologischen Fähigkeiten, um uns auch in Zukunft über die Qualität unserer Produkte differenzieren zu können. Mit der Investition kommen wir den steigenden Anforderungen unserer Kunden aus der Automobilindustrie nach immer besserer Oberflächenqualität nach. Wir wollen auch bei der nächsten Generation von High-End-Stählen in diesem Bereich technologisch führend sein.“

Das neue, über 50 m lange Aggregat, wird im Warmbandwerk 2 im Werkteil Beeckerwerth am Standort Duisburg gebaut und dient der weiteren Modernisierung und Flexibilisierung der Anlage. Der Hubbalkenofen sorgt dafür, dass Oberflächenfehler beim Wiedererwärmen und Walzen von Brammen vermieden werden. Erreicht wird dies durch spezielle Hebe- und Senkvorrichtungen, die Oberflächenverletzungen an den bis zu 30 t schweren Brammen verhindern. Um den neuen Ofen zu errichten, wird ab Herbst 2020 zunächst das alte Aggregat zurückgebaut. Darauf folgt, nach Erhalt der notwendigen behördlichen Genehmigungen, im nächsten Jahr die Errichtung der neuen Anlage. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant.
(Quelle: thyssenkrupp Steel Europe)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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