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Aichelin nimmt neuen Versuchsofen zum Presshärten in Betrieb

Der österreichische Industrieofenbauer Aichelin, seit über 150 Jahren Spezialist für die thermochemische Wärmebehandlung von Metallbauteilen, hat eine neue Versuchsanlage für den stetig wachsenden Markt des Presshärtens von Karosserieblechen in Betrieb genommen. Die rund 10 m lange Anlage steht ab sofort für Kundenversuche, Forschung und Entwicklung zur Verfügung.

von | 10.01.19

Der neue heatXpress-Versuchsofen zum Presshärten ist seit Dezember im Betrieb und kann für F&E-Zwecke auch von Universitäten und Kunden genutzt werden. Im Bild v.l.: Dr. Ronald Eibler, Dr. Herwig Altena, Günter Rennhofer, Dr. Thomas Dopler
Der neue heatXpress Versuchsofen zum Presshärten ist seit Dezember im Betrieb und kann für F&E-Zwecke auch von Universitäten und Kunden genutzt werden.

Der Leichtbau und dessen steigende Bedeutung hat sich für die Aichelin Gruppe in den vergangenen Jahren zu einem weltweit wachsenden Zukunftsmarkt entwickelt. Die Nachfrage der Automobilindustrie nach immer leichteren und dabei stabileren Bauteilen steigt von Jahr zu Jahr – und das aus gutem Grund: Die immer häufiger eingesetzten wärmebehandelten, hochfesten Stähle bieten durch ihr reduziertes Gewicht und ihre angepassten Bauteileigenschaften mehr Fahrzeugsicherheit bei geringerem Kraftstoffverbrauch.
Als führende Unternehmensgruppe im Bereich der Wärmebehandlung baut Aichelin in Mödling bei Wien schon seit mehreren Jahren erfolgreich Hubschrittförderöfen für das indirekte Presshärten. Mit den Erfahrungen der letzten Jahre im Bereich des Presshärtens und der Kompetenz von 150 Jahren Ofenbau wurde nun auch für den direkten Prozess eine optimale Lösung entwickelt.
Sowohl AlSi- als auch Zink-beschichtete Platinen in jeglicher Form (flache Platinen, Profile, Rohre usw.) können bei 950 °C durch den modular aufgebauten Versuchsofen transportiert werden. Der Hubschrittförderofen besticht dabei durch viele Vorteile gegenüber dem konventionellen Konzept des Rollenherdofens:

  • Höchste Transportgenauigkeit
  • Kürzere Anlagen durch geringere Chargenabstände
  • Modularer Aufbau
  • Geringste Wartungskosten
  • Höchste Anlagenverfügbarkeit
  • Kein Oszillieren der Rollen notwendig
  • Reduzierte Taktzeiten, auch für TPP (Tailored Property Parts)-Lösungen.

Mit der neuen Versuchsanlage können Ingenieure und Entwickler ebenso wie Kunden in einer idealen Testumgebung prüfen, wo weitere Optimierungspotenziale liegen, so z. B. beim Transport von unterschiedlichen Bauteilgeometrien, der Transportgenauigkeit, Temperaturkurven oder beim Betrieb von Zink-beschichteten Platinen im direkten Prozess. Zusätzlich kann die neue Versuchsanlage den auf Hubschrittförderöfen möglichen Mischbetrieb (AlSi & Zn) simulieren und TPP-Lösungen oder auch Konzepte für Zentriereinheiten und Spreizen der Teile testen.
(Quelle: AICHELIN Holding GmbH)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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