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Salzgitter und Tenova: Projekt zur CO2-armen Stahlproduktion auf Wasserstoffbasis

Salzgitter AG und Tenova haben im Rahmen der Hannover Messe einen weiteren konkreten Schritt zu einer zukunftsorientierten, klimafreundlichen Stahlproduktion offiziell bekanntgegeben. Mit der Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding (MoU) bekräftigen die beiden Unternehmen Ihre partnerschaftliche Zusammenarbeit bei der Realisierung von SALCOS® (SAlzgitter Low CO2 Steelmaking).

von | 05.04.19

Salzgitter AG und Tenova unterzeichnen das Memorandum of Understanding (v. l.): Dr. Volker Hille, Corporate Technology Salzgitter AG; Markus Dorndorf, Product Manager Melt Shops Tenova; Ulrich Grethe, Mitglied der Konzerngeschäftsleitung Salzgitter AG; Paolo Argenta, Executive Vice-President Upstream Tenova; Christian Schrade, Managing Director Tenova; Dr. Alexander Redenius, Hauptabteilungsleiter Salzgitter Mannesmann Forschung

SALCOS ist ein von den beiden Unternehmen gemeinsam entwickeltes Projekt zur signifikanten Verringerung des CO2-Ausstoßes in der Stahlproduktion. Ziel ist ein schrittweiser Transformationsprozess der kohlenstoffintensiven, konventionellen Stahlherstellung hin zur Direktreduktion mit einem flexiblen, zunehmenden Einsatz von Wasserstoff. Im Ergebnis können die CO2-Emissionen über die gesamte Prozesskette um bis zu 95 % gesenkt werden. Die Kooperationspartner wollen gemeinsam öffentliche Fördermittel für das SALCOS-Projekt beantragen.
Tenova bringt in diesem Kontext die ENERGIRON-ZR-Direktreduktionstechnologie ein, eine innovative HYL-Direktreduktionstechnologie mit integriertem CO2-Absorptionssystem, die von Tenova und Danieli gemeinsam entwickelt wurde.
„Tenova hat in den vergangenen Jahren enorm in die Entwicklung von Technologien investiert, die den Energieverbrauch erheblich verringern und die Umweltbilanz in der Stahlproduktion signifikant verbessern können. In dieser umwälzenden Entwicklung spielt Wasserstoff eine zentrale Rolle und das SALCOS®-Konzept könnte zu einem entscheidenden Meilenstein für unsere Industrie werden”, sagte Paolo Argenta, Executive Vice-President Upstream von Tenova. „Derzeit sind wir, gemeinsam mit Salzgitter AG und Sunfire GmbH, an einem weiteren Projekt, nämlich GrInHy2.0, beteiligt, das von Hydrogen Europe und der Europäischen Kommission unterstützt wird. Auch dieses Projekt ist eine bedeutende Maßnahme im Rahmen des Umstiegs von Kohle auf Wasserstoff in der Stahlherstellung.”
Ulrich Grethe, Mitglied der Konzerngeschäftsleitung der Salzgitter AG: „Die Vereinbarung mit Tenova ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Umsetzung des SALCOS-Projekts. Hiermit bekräftigen wir unser Angebot an Politik und Gesellschaft, die CO2-arme Stahlproduktion zeitnah zu realisieren. SALCOS ist zugleich ein Weg zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Stahlstandorts Salzgitter und der dortigen Arbeitsplätze.“
(Quelle: Salzgitter AG)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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