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VDMA setzt sich für berufliche Bildung in Afrika ein

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Autor: Magnus Schwarz

Datum: 22. Feb. 2023

Mit seiner Initiative “Fachkräfte für Afrika” setzt sich der VDMA intensiv für berufliche Bildung vor Ort und den Ausbau lokaler Wertschöpfung ein. Afrikas Märkte rücken zunehmend in den Fokus des Maschinen- und Anlagenbaus aus Deutschland und Europa. Die Exportquote der Branche nach Afrika liegt nach wie vor deutlich unter 5 Prozent. Der VDMA nimmt aber unter seinen Mitgliedern ein wachsendes Interesse an den Möglichkeiten vor Ort wahr.

“Viele in Afrika erfolgreiche deutsche Unternehmen haben ihren Markteintritt mit Investitionen in die berufliche Bildung flankiert”, erläutert Dr. Norbert Völker, der im VDMA für die Initiative “Fachkräfte für Afrika” verantwortlich ist.

Teil dieser Initiative sind moderne berufliche Trainingszentren in Botswana, Kenia und Nigeria, in denen Fachkräfte ausgebildet werden. Dies wird helfen, die lokale Produktion durch den Einsatz moderner Maschinen und Anlagen international wettbewerbsfähig zu machen. Von diesem einzigartigen Qualifizierungsprogramm profitieren Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen. Unternehmen können zudem Strukturen vor Ort mitgestalten, ein Netzwerk zu wichtigen Marktakteuren aufbauen und das dringend benötigte Fachpersonal mit ausbilden.

Unternehmen unterstützen berufliche Bildung in Afrika

Seit 2016 arbeitet der VDMA gemeinsam mit afrikanischen Partnern daran, berufliche Trainingszentren in Botswana, Kenia und Nigeria aufzubauen. Insgesamt werden dafür mehr als 12 Millionen Euro investiert – einen Teil davon trägt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bei.

“Letztlich bringt die Unterstützung unserer Mitgliedsunternehmen die entscheidende Dynamik in unsere Initiative”, erläutert Dr. Völker.

Diese Unterstützung reicht vom Bereitstellen neuester Messtechnik und moderner Maschinen und Anlagen über Fachtrainer bis zum Angebot von Praktika und Auszubildenden-Austausch. “Der Maschinen- und Anlagenbau aus Deutschland und Europa zeigt, wie Kooperation funktioniert und unterstützt vor Ort mit konkreten Angeboten”, analysiert der VDMA-Experte.

Qualifiziertes Personal als Treiber für Wachstum und Wohlstand

Qualifiziertes Personal wird auch von der afrikanischen Industrie dringend gesucht. Mit ihrer Ausbildung, die internationalen Standards entspricht, haben die Absolventinnen und Absolventen der VDMA-Trainingszentren hervorragende Chancen auf dem lokalen Arbeitsmarkt.

“Diese gut ausgebildeten Menschen sind essenziell für die Entwicklung ihrer Länder, die sich hohe Ziele in Bezug auf die Diversifizierung und Nachhaltigkeit ihrer Volkswirtschaften gesteckt haben”, erklärt Dr. Völker.

Zudem ermögliche der Berufsabschluss den jungen Menschen gesellschaftliche Teilhabe und gute persönliche Entwicklungschancen.

In den vergangenen Monaten haben im Rahmen von “Fachkräfte für Afrika” mehr als eintausend Personen technische Fortbildungskurse besucht und gut einhundert Auszubildende ihren Berufsabschluss als Industriemechaniker/-in und Mechatroniker/-in erlangt. Die besten von ihnen bereiten sich auf ein Praktikum in deutschen Unternehmen vor.

“Auf diese Weise leistet der VDMA bereits heute einen konkreten Beitrag dazu, ein gemeinsames und zukunftsgerichtetes Verständnis zwischen den Kontinenten zu schaffen, damit die Lieferketten von morgen nachhaltig und effizient funktionieren”, resümiert Dr. Völker.

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