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Olbersdorfer Guß beauftragt ABP Induction mit Modernisierung

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Autor: Redaktion

Olbersdorfer Guß beauftragt ABP Induction mit Modernisierung
ABP Induction modernisiert während der Pandemie Anlage bei Olbersdorfer Guß. Foto: ABP Induction

Die Olbersdorfer Guß GmbH hat sich für eine Modernisierung der eigenen Anlage entschieden und trotz der Corona-Pandemie in die Aufwertung investiert. Ziel ist es, sich den Anforderungen des Marktes besser stellen und auf Anfragen flexibler reagieren zu können. Den Auftrag vergab das Unternehmen an die ABP Induction Systems GmbH. Zu deren Leistungsportfolio gehören nicht nur Planung, Entwicklung und Montage von Anlagen für den Gießereibetrieb, sondern auch umfangreiche Beratung bei Instandsetzungen und Anlagenmodernisierungen. Weiterer Vorteil: Die Anlage entspricht nach der Modernisierung dem aktuellen Stand der Technik und senkt so die Betriebs-, Service- und Wartungskosten nachhaltig.

Anfang November 2020 fanden die Beratungen zur Modernisierung in der Nähe von Zittau statt. Das Engineering startete sofort. Aktuell ist die Lieferung der Komponenten für Anfang Juli 2021 geplant. Bei Montage und Inbetriebnahme sollen möglichst keine Stillstandzeiten anfallen. Deswegen erfolgen diese Schritte im Wesentlichen im Zeitraum der Betriebsruhe des Kunden Ende Juli/Anfang August 2021.

Leistungsumfang

Erweitert und modernisiert wird eine Anlage, bestehend aus zwei Induktionsöfen ITMK 6.000 (3 t) mit 2.500 kW (250 Hz) und Twin-Power® Thyristor-Umrichtern. Für die Modernisierung sind ein neuer Trafo, die digitale Umrichtersteuerung DICU3 und der Schmelzprozessor Prodapt® Enterprise vorgesehen. Ebenfalls ist der Umbau auf eine Zweikreis-Anlage mit Luft-/Wasser-Kühler Teil der Modernisierung, um der Erhöhung der Anlagenleistung gerecht zu werden. Bislang arbeitete Olbersdorfer Guß mit einem Verdunstungskühlturm. Dieses Kühlaggregat ist veraltet und bedingt, durch die seit August 2017 für alle Betreiber von Verdunstungskühlanlagen, Kühltürmen und Nassabscheidern neuen Pflichten der 42. BImSchV zur Legionellen- Prävention, enorm gestiegene Aufwendungen.

Wichtig ist Olbersdorfer Guß auch die Erweiterung der bestehenden Ofenanlage durch einen dritten MF-Tiegelofen vom Typ FS 15 (Pmax. 800 kW), angeschlossen über ein Ofenstrom-Umschaltgerüst. Dieser soll kleinere Chargengrößen für Spezialstähle fertigen. Ziel ist eine höhere Flexibilität bei Nischenprodukten sowie die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit des Schmelzbetriebes. Auch das Potenzial der kostengünstigeren und umweltfreundlicheren Produktion spielte eine wichtige Rolle.

Eine wesentliche Herausforderung für die ABP-Ingenieure ist die Anbindung des kleineren Tiegelofens an die vorhandene, für den kleinen Ofen überdimensionierte Umrichter-Stromversorgung. Durch eine optimierte Anpassung des Schwingkreises des neuen Ofens, Typ FS 15, lösten sie diese Aufgabe. Eine weitere Aufgabe: Den alten, problembehafteten Transformator ersetzt ein neuer, leistungsstärkerer Trafo. Dieser beinhaltet auch eine Möglichkeit, die Spannungsebene des Versorgungsnetzes zu verändern. Die Modernisierung hebt die Leistung der Ofenanlage  von bisher 1.900 kW auf 2.500 kW an.

 

(Quelle: ABP Induction)