Generic filters
FS Logoi
Generic filters

Trimet nimmt neuen Brennofen in Betrieb

Die Hamburger Aluminiumhütte der Trimet Aluminium SE hat einen neu zugestellten Brennofen zur Herstellung von Kohlenstoffanoden in Betrieb genommen. Der neu gemauerte Ringkammerofen mit 48 Kammern ersetzt einen acht Jahre alten Ofen und bringt ein Plus an Energieeffizienz. Dazu trägt ein modernes Feuerungssystem bei, dessen Gasbrenner eine effizientere Energieausnutzung bei einer gleichzeitig schadstoffärmeren Verbrennung leistet. Hinzu kommt eine Optimierung des Materials: Die für die Ofenwände verwendeten Steine sind leichter zu erhitzen, sodass weniger Energie benötigt wird.

von | 25.05.20

„Mit dem Brennofen produzieren wir künftig noch energieeffizenter. Damit macht sich die Investition in die moderne Technologie doppelt bezahlt. Wir optimieren die Qualität und Leistung unserer Produktion, und gleichzeitig arbeiten wir nachhaltiger“, sagt Dr. Andreas Lützerath, Mitglied des Vorstands. Trimet hat für die neue Anlage rund € 12 Mio. investiert.

Kohlenstoffanoden sind für die Herstellung von Primäraluminium notwendig. In dem Prozess der Schmelzflusselektrolyse entsteht aus der chemischen Reaktion des Ausgangsstoffes Aluminiumoxid mit Kohle durch elektrischen Strom flüssiges Aluminium. Die Anoden übernehmen dabei die Funktionen des Stromleiters und des Reaktionspartners.

Der Hamburger Trimet Standort stellt die Anoden für die eigene Metallproduktion und für die Trimet Aluminiumhütte in Essen her. Jährlich brennt die Anodenfabrik rund 120.000 t Kohlenstoffanoden. Dabei wird mit Steinkohlenteerpech vermengter Petrolkoks durch den thermischen Brennprozess im Brennofen stromleitfähig gemacht. Die 1,60 m langen und fast 1,2 t schweren Anodenkörper werden in den Brennkammern in einem 18 Tage dauernden Prozess allmählich auf bis zu 1.100 °C erhitzt und danach wieder abgekühlt.

„Der Neuaufbau des Ofens im laufenden Betrieb war eine technische und logistische Herausforderung, die das Team in Rekordzeit mit Bravour gemeistert hat. Auf den reibungslosen Ablauf in nur zehn Wochen können wir alle stolz sein. Jetzt können wir uns wieder voll auf die Produktion konzentrieren“, sagt Dr. Jörg Prepeneit, Werksleiter von Trimet in Hamburg.

Die minutiöse Planung im Vorfeld war wichtig, weil Ingenieure und mehr als 100 Maurer ihre Arbeit auf den weiterlaufenden Brennprozess abstimmen mussten. Für den neuen Brennofen wurden aus 34 verschiedenen Steintypen insgesamt 9.000 t oder mehr als 1,5 Mio. Steine verbaut. Viele dieser Steine wurden individuell gefertigt und an ihrem speziellen Platz eingepasst.

Am Standort Hamburg sind rund 380 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig. Sie produzieren jährlich rund 130.000 t Primäraluminium und 120.000 t Kohlenstoffanoden.
(Quelle: TRIMET Aluminium SE)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Die ganze Welt der Metallurgie, immer in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Eurodia to participate in Bioket 2026

Eurodia to participate in Bioket 2026

Eurodia, a global specialist in tailor-made eco-efficient industrial processes for liquid purification, will present its solutions dedicated to biobased chemistry and biomass valorization at BIOKET, the international trade fair focused on key enabling technologies for the bioeconomy (Booth No. 39), from March 17 to 19 in Fribourg.

mehr lesen

Fachinformationen für Sie

Ofentechnische Entwicklungen im Schmelztechnikum für kundenspezifische Anforderungen

Ofentechnische Entwicklungen im Schmelztechnikum für kundenspezifische Anforderungen

Autor: Steffen Niklaus, Joachim Reiermann, Wilfried Schmitz
Themenbereich: Thermoprozesstechnik

Die Otto Junker GmbH betreibt seit 20 Jahren ein Technikum zur Durchführung von Schmelz- und Gießversuchen im Rahmen von Kundenprojekten und für eigene Entwicklungsarbeiten. Kernstück dieses Technikums war und ist ein ...

Zum Produkt

Optimierung von Pfannenfeuern in Stahlwerken und Gießereien durch prozessbezogene Fahrweise

Optimierung von Pfannenfeuern in Stahlwerken und Gießereien durch prozessbezogene Fahrweise

Autor: Pascal Kwaschny
Themenbereich: Thermoprozesstechnik

Beim Erschmelzen von Stahl und Eisen ist eine über alle Produktionsschritte spezifische Temperaturkontrolle notwendig. Die Pfannentemperatur wird zuvor mit Brennern in Pfannenfeuern an die jeweilige Abstichtemperatur angepasst. Um eine ausreichende ...

Zum Produkt

Wirtschaftliche Nutzung großer Härteofenanlagen mit reduzierten Beständen

Wirtschaftliche Nutzung großer Härteofenanlagen mit reduzierten Beständen

Autor: Stefan Quaas
Themenbereich: Thermoprozesstechnik

Üblicherweise werden Öfen bei einem Teilewechsel komplett leer gefahren. Die Firma Neapco Europe GmbH hat ihre Teile nach Härteverfahren in Teilefamilien zusammengefasst. Im Falle unterschiedlicher Verweilzeiten ist der Taktzeitausgleich zur ...

Zum Produkt