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E-MAX beauftragt LOI Thermprocess mit Erweiterung der Recycling-Anlage

Die Tenova LOI Thermprocess GmbH hat einen Auftrag von der belgischen E-MAX Gruppe erhalten. Der Auftrag umfasst Engineering, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme eines Zweikammer-Schmelzofens (TCF®) und eines Schmelz- und Gießofens (MCF) zur Modernisierung und Produktionssteigerung der E-MAX-Gießerei in Kerkrade. Auch die vorhandene Anlagenausrüstung wurde 1990 von LOI Thermprocess geliefert und installiert und ist seitdem zuverlässig arbeitend in Betrieb.

von | 13.01.21

Der Auftrag umfasst das Engineering, die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme eines Zweikammer-Schmelzofens TCF und eines Schmelz- und Gießofens MCF (Foto: LOI Thermprocess GmbH).

E-MAX Profiles beliefert verschiedene Bereiche des Aluminiummarktes mit nachhaltigen, qualitativ hochwertigen Aluminiumprofilen. Das Unternehmen gründete die niederländische Niederlassung E-MAX Billets 1990 in Kerkrade. Sie ist die zentrale Gießerei in der E-MAX Gruppe zur Produktion von Strangpressbolzen. Neben der Produktionssteigerung gehört die nachhaltige Produktion mit einer Minimierung der Umweltbelastung zu den Hauptzielen dieses Werkes.

Bau des neuen Zweikammer-Schmelzofens

Bei einem Schrottchargen-Gemisch mit organischen Kontaminaten beläuft sich die Produktionskapazität des neuen Zweikammer-Schmelzofens TCF auf 50.000 t/a Flüssigaluminium. Der Ofen ist mit LOI‘s regenerativem Wärmerückgewinnungssystem CCR, einem elektromagnetischen Rührer zur Metallumwälzung und einer automatischen Chargiermaschine ausgestattet. Eine Rauchgasreinigungsanlage, Transferrinnen und weitere Ausrüstungen sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten.

Darüber hinaus umfasst der Auftrag einen kippbaren Schmelz- und Gießofen MCF mit einer Produktionskapazität von 25.000 t/a Flüssigaluminium und der dazugehörigen Ausrüstung. Die neue Technologie ermöglicht das Schmelzen von Schrotten mit leichten organischen Anhaftungen in diesem MCF. Eine spezielle Prozessführung garantiert geringeren Metallverlust. Zudem reduziert sie die Gesamtemissionen.
Im Vergleich zu früheren Anlagen kann E-MAX dank der hocheffizienten, modernen TCF-Technologie auch stärker verunreinigte Schrotte behandeln. Gleichzeitig sinken der Erdgasverbrauch und der Metallverlust um 50 %. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Anfang 2022 geplant.

„Dank unserer Entwicklung kohlenstoffarmer X-ECO-Legierungen, die mit bis zu 85 % Schrotteinsatz in den neuen Öfen hergestellt werden können, können wir die Umweltbelastung auf ein Minimum reduzieren und die angestrebte Nachhaltigkeit des Herstellungsprozesses erreichen”, erklärt Carlos Kampen, Projektleiter bei E-MAX Billets. „Wir haben uns aufgrund ihrer Technik und der Zuverlässigkeit ihrer bereits 1990 gelieferten Öfen für Tenova LOI Thermprocess entschieden Wir freuen uns darauf, den ersten neuen Ofen Anfang 2022 in Betrieb zu nehmen.“

„Dieser neue Auftrag, der das Vertrauen in die führende Tenova-Technologie bestätigt und unsere langfristige strategische Partnerschaft mit E-MAX unterstreicht, freut uns sehr”, sagt Hartwig Thie, Sales Manager „Leichtmetalle“ bei Tenova LOI Thermprocess. „Die modernisierte Anlage wird die von unserem Kunden angestrebten höchsten Qualitäts- und Umweltstandards sicherstellen.“

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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