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Wartung von Fördertechnikkomponenten optimieren

20.05.2021. Ein produzierendes Unternehmen steht im Idealfall niemals still. Wenn Fördertechnik zum Einsatz kommt, erleichtert sie den innerbetrieblichen Transport von Gütern oder verbindet aufeinanderfolgende Montagestationen. Dabei sind Arbeitsschritte überwiegend bis auf die Sekunde genau getaktet und es gibt kaum Spielraum für Verzögerungen. Ist eine Förderanlage permanent im Einsatz, kommt es allerdings zum Verschleiß ständig beanspruchter […]

von | 20.05.21

20.05.2021. Ein produzierendes Unternehmen steht im Idealfall niemals still. Wenn Fördertechnik zum Einsatz kommt, erleichtert sie den innerbetrieblichen Transport von Gütern oder verbindet aufeinanderfolgende Montagestationen. Dabei sind Arbeitsschritte überwiegend bis auf die Sekunde genau getaktet und es gibt kaum Spielraum für Verzögerungen. Ist eine Förderanlage permanent im Einsatz, kommt es allerdings zum Verschleiß ständig beanspruchter Bauteile und gezielte Wartungsarbeiten werden nötig. Damit es aber nicht zu längerfristigen Produktionsausfällen kommt, bedarf es hochwertiger Anlagenkomponenten und einer gut durchdachten Planung für den Wartungsvorgang. Holger Schmidt, Geschäftsführer des SEH-Standortes Ostrhauderfehn, erklärt, wie Herausforderungen beim Austausch von Fördertechnikkomponenten ressourcenschonend minimiert werden.

Von Beginn an vorbereitet

Bereits bei der Projektierungs- und Planungsphase einer neuen Förderanlage entscheidet sich, wie zeitlich aufwendig und kostspielig sich eine Wartung zu einem späteren Zeitpunkt gestaltet. „Je öfter Wartungsarbeiten nötig sind, desto häufiger kommt es zu Prozessunterbrechungen, was im schlimmsten Fall zu Umsatzeinbußen führt“, mahnt Holger Schmidt. „Um Stillstände aufgrund von Instandhaltungsmaßnahmen oder Reparaturen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, haben wir bereits in frühen Entwicklungsphasen unserer Fördertechniksysteme darauf geachtet, dass alle Anlagenteile sehr robust, langlebig und wartungsarm ausgeführt sind“, so Schmidt. SEH setzt deshalb in allen Kardankettenfördersystemen auf lebensdauergeschmierte Laufrollen mit einer qualitativ hochwertigen Lagerung sowie auf eine stabile Kardankette. So können alle Wartungsintervalle sehr großzügig ausgelegt werden und ein Austausch von Komponenten ist nur äußerst selten notwendig.

Wenn doch einmal Wartungsarbeiten anstehen, bietet die im Bahnverlauf integrierte und klappbare Power-and-Free-Wartungsschiene einen besonders servicefreundlichen Zugang zur Kardankette als auch zu den Laufwagenzügen. Durch das Aufklappen der Power- and-Free-Schienenhälften können Ketten- und Laufwagenkomponenten gezielt demontiert, untersucht, gewartet und wieder montiert werden. „Da wir all unsere Fördertechnikkomponenten und Ersatzteile in unserem Unternehmen bevorraten, können wir sehr schnell reagieren, wenn einmal kurzfristig Wartungen, Reparaturen oder Anlagenanpassungen erforderlich sind. Aufgrund unseres umfangreichen Ersatzteil- und Komponentenlagers sind auszutauschende Bauteile kurzfristig lieferbar“, erklärt Schmidt.

Austausch in Minuten

Besonders effizient und intelligent realisiert SEH Wartungen bei der vollständig neu entwickelten und innovativen Elektrohängebahn Skyrail®. „Die besondere Eigenschaft von Skyrail ist, dass alle Anlagenkomponenten wie Fahrzeuge, Weichen und Drehkreuze ausschließlich in gesteckter und geschraubter Bauform ausgeführt sind und wir gänzlich auf Schweißungen verzichten“, erklärt Holger Schmidt. „Das von uns konsequent umgesetzte Gleichteileprinzip in allen Baugruppen ist ausschlaggebend dafür, dass sich die Komponenten im Rahmen von Wartungsarbeiten minutenschnell austauschen lassen. So werden Unterbrechungen in den Transport- und Produktionsprozessen deutlich reduziert.“

Skyrail befördert Lasten von bis zu 500 kg im Zweifach- und bis zu 1000 kg im Vierfach-Fahrzeug mit einer Transportgeschwindigkeit von bis zu 150 m/min. Durch das Innenläuferprinzip erfolgt die Montage der hochstabilen Schienen direkt am darüber liegenden Stahlbau ohne zusätzliche Bügel und Abhängungen. Die Schienenspannweite von bis zu 6 m minimiert die Anzahl der Montagepunkte und spart damit bereits bei der Anlagenmontage wertvolle Zeit. Aufgrund des Gleichteileprinzips reduziert sich zudem der Lagerbestand von zu bevorratenden Ersatzteilen und so sinken gleichzeitig die Lagerhaltungskosten. Insgesamt ist die EHB durch die geringen Investmentkosten einer Neuanlage und den niedrigen Wartungsaufwand nicht nur in der Neuanschaffung, sondern auch in Betrieb und Unterhalt wesentlich günstiger als klassische C1-Anlagen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

(Quelle: SEH Engineering)

 

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