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thyssenkrupp und FCI kooperieren, um fossile Brennstoffe bei der Zementherstellung zu ersetzen
Foto: thyssenkrupp

thyssenkrupp: Dekarbonisierung emissionsintensiver Industrien vorangetrieben

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Thema:
Autor: Charlotte Lange

Datum: 18. Dez. 2023

Dezember 2023 | thyssenkrupp Decarbon Technologies hat heute zwei Projekte mit Fujairah Cement Industries (FCI) und Gulf Biopolymers Industries Ltd (Gulf Biopolymers), beide aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, unterzeichnet. Die Partnerschaften zielen auf eine Dekarbonisierung der energieintensiven Zementproduktion und den Aufbau von Biopolymer-Produktionskapazitäten in der MENA-Region ab. thyssenkrupp hat Schlüsseltechnologien für die Dekarbonisierung der Industrie im neuen Segment Decarbon Technologies gebündelt.

Die Bekanntgabe dieser wegweisenden Projekte im Rahmen der COP28 zeigt die strategische Bedeutung dieses ‚Grünen Industrie-Powerhouse‘. Der Industriesektor ist der weltweit zweitgrößte CO2-Emittent. Gleichzeitig hat dieser Sektor aber auch die Möglichkeit, die Treibhausgasemissionen signifikant zu senken. Mit neuen Partnerschaften auf globaler Ebene will thyssenkrupp eine proaktive Rolle bei der Realisierung dieses Dekarbonisierungspotenzials spielen.

„Bei dieser COP müssen Taten sichtbar werden. Wir müssen die Zusammenarbeit in unserer Branche und darüber hinaus verstärken. Durch Allianzen können wir das nötige Vertrauen schaffen, um bei der Dekarbonisierung schneller und mutiger zu handeln“, so Miguel López, Vorstandsvorsitzender der thyssenkrupp AG. „thyssenkrupp hat sich voll und ganz der grünen Transformation verschrieben. Indem wir ein ‚Grünes Industrie-Powerhouse‘ mit vernetzten Technologien aufbauen, sind wir nicht mehr nur Teil des Klimaproblems, sondern werden ein integraler Bestandteil der Lösung.“

Klimaneutraler Zement

Zur Reduzierung der CO2-Emissionen werden thyssenkrupp Polysius und FCI den Einsatz alternativer Brennstoffe bei der Zementherstellung testen. Polysius hat eine neue Brennkammertechnologie entwickelt, mit der fossile Brennstoffe vollständig durch umweltfreundliche Alternativen ersetzt und so Emissionen und Betriebskosten gesenkt werden können. Fujairah Cement Industries ist Eigentümer des größten Zementwerks in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Der Vertrag zwischen thyssenkrupp Uhde und Gulf Biopolymers umfasst ein Basic Engineering Package (BEP) und ein Front-End Engineering Design Package (FEED) für die Errichtung einer großtechnischen Biopolymer-Anlage auf der Arabischen Halbinsel. Das Biopolymer wird aus erneuerbaren Biomassequellen gewonnen, ist biologisch abbaubar und hat eine wesentlich kleinere CO2-Bilanz als synthetische Polymere, die aus fossilen Rohstoffen hergestellt werden. Biopolymere aus dieser Anlage können in einer Vielzahl von Anwendungen wie Verpackungen, Textilien und Hygieneartikeln eingesetzt werden. Dies wird die erste große Biopolymer-Anlage in der MENA-Region sein.

COP28

Als Wegbereiter der grünen Transformation will thyssenkrupp auf der größten Klimakonferenz der Welt eine proaktive Rolle spielen. Mit einem breit gefächerten Team von Führungskräften und Experten will das Unternehmen sein Fachwissen weitergeben und die Zusammenarbeit mit Partnern aus dem öffentlichen und privaten Sektor in verschiedenen Formaten vertiefen – von einer eigenen hochrangigen Veranstaltung zu den Voraussetzungen für die Dekarbonisierung über die Teilnahme an der UNFCCC, dem deutschen Pavillon und Geschäftspartnerprogrammen bis hin zum Start neuer Projekte.

Da die weltweiten Klimaschutzbemühungen hinter den Zielen des Pariser Abkommens zurückbleiben, bleibt noch viel zu tun, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Der Energiesektor und weitere Sektoren, in denen sich die Emissionen nur schwer senken lassen, spielen eine Schlüsselrolle, da sie über hohes Potenzial für eine mutige und tiefgreifende Reduzierung der Treibhausgasemissionen verfügen.

Klimaziele

Der größte Einfluss von thyssenkrupp liegt darin, die grüne Transformation der Industrie zu ermöglichen – ein Thema, das im Mittelpunkt der COP28 steht. Als einer der aktuell größten CO2-Einzelverursacher in Deutschland arbeitet thyssenkrupp aktiv daran, CO2-intensive Produktionsprozesse durch klimafreundliche Technologien zu ersetzen. Das Unternehmen hat die grüne Transformation in seinem Stahlgeschäft bereits eingeleitet und baut aktuell seine erste Direktreduktionsanlage. Dies ist eines der weltweit größten industriellen Dekarbonisierungsprojekte.

Aber thyssenkrupp schaut nicht nur auf die Dekarbonisierung des eigenen Betriebs. Das Unternehmen unterstützt auch seine Kunden bei der Erreichung ihrer Klimaziele. Eine zentrale Rolle dabei spielt das kürzlich gegründete Segment Decarbon Technologies, das Schlüsseltechnologien für den Ausbau von Windenergie, grünem Wasserstoff und grünem Ammoniak, einem Transportmedium für grünen Wasserstoff und grünen Zement, zusammenfasst.

 

(Quelle: thyssenkrupp)