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Tata Steel investiert 65 Millionen Euro in nächste Phase der Wasserstoffroute

Tata Steel hat mit den Unternehmen McDermott, Danieli und Hatch Verträge über weitere technische Vorbereitungen für die Wasserstoffroute in seinem Werk im niederländischen IJmuiden unterzeichnet. Der Stahlproduzent will hier so bald wie möglich grünen Stahl herstellen. Alle drei Partner verfügen über eigenes Fachwissen und werden Tata Steel bei der detaillierten Ausgestaltung der Wasserstoffroute unterstützen. Die […]

von | 30.08.22

Tata Steel hat mit den Unternehmen McDermott, Danieli und Hatch Verträge über weitere technische Vorbereitungen für die Wasserstoffroute in seinem Werk im niederländischen IJmuiden unterzeichnet. Der Stahlproduzent will hier so bald wie möglich grünen Stahl herstellen. Alle drei Partner verfügen über eigenes Fachwissen und werden Tata Steel bei der detaillierten Ausgestaltung der Wasserstoffroute unterstützen. Die Gesamtaufwendungen für diese nächste Phase belaufen sich auf 65 Millionen Euro.

In Zusammenarbeit mit Mitarbeitern aus dem internen Ingenieur- und Nachhaltigkeitsteam von Tata Steel, ist McDermott für das technische Projektmanagement verantwortlich. Danieli erstellt den technischen Entwurf für die DRI-Anlage, in der die Direktreduktionstechnologie angewandt wird, während Hatch über umfassende Fachkenntnisse zu Elektroöfen (insb. Reducing Electric Furnace / REF) verfügt, die an die DRI-Anlage angeschlossen werden sollen.

Klimaneutralität bis 2045

„Gemeinsam mit zwei Ministerien und der Provinz Noord-Holland haben wir kürzlich Vereinbarungen über unsere Zukunft getroffen. Wir haben erklärt, dass wir bis 2045 CO2-neutral sein und unsere CO2-Emissionen bereits vor dem Jahr 2030 um 35 bis 40 % reduzieren wollen. Dies wird größtenteils über die Wasserstoffroute geschehen. Dabei ersetzen wir unsere Hochöfen durch moderne Technologie, die Wasserstoff oder Gas anstelle von Kohle verwendet“, erläutert Hans van den Berg, CEO von Tata Steel in den Niederlanden.

Einzigartige Aktion auf dem Gelände von Tata Steel

„Was wir tun, ist ein komplexer und einzigartiger Vorgang“, ergänzt Annemarie Manger, Leiterin des Bereichs Nachhaltigkeit. „Die neuen Anlagen kommen auf unser Gelände, während alle bestehenden Anlagen in Betrieb bleiben, bis die neuen Anlagen reibungslos arbeiten. Dies erfordert eine sehr gute, intensive Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten und unseren Mitarbeitern. Die Kooperation mit McDermott, Danieli und Hatch ist der Beginn des Basic Engineering, um unsere Pläne zu konkretisieren.“

In einem Jahr ist viel passiert

Bei der Umstellung auf grünen Stahl handelt es sich um die größte Veränderung in der über 100-jährigen Geschichte von Tata Steel Nederland. Dies ist gleichzeitig ein technologischer Kraftakt mit beträchtlichen Auswirkungen. Aus diesem Grund wurden im vergangenen Jahr in vielen Bereichen viele Vorkehrungen getroffen, um diesen Übergang vorzubereiten.

So hat Tata Steel beispielsweise mit dem nationalen Netzbetreiber TenneT eine Vereinbarung über einen direkten Anschluss an das nationale Stromnetz unterzeichnet, um in Zukunft grünen Strom nutzen zu können. Zudem wurde eine Karte des Geländes erstellt, auf der die neuen Fabriken eingezeichnet sind. Gemeinsam mit den Gewerkschaften wurden Gespräche mit den Beschäftigten der Anlagen aufgenommen, die nicht Teil der zukunftigen Route sein werden. Für sie wird sich vieles ändern und Tata Steel möchte, dass niemand auf der Strecke bleibt.

Darüber hinaus wurde im Sommer ein Unternehmertag für über 80 Betriebe und Lieferanten organisiert. Sie verantworten einen großen Teil der operativen Instandhaltung am Standort von Tata Steel in IJmuiden. Und auch sie müssen wissen, welche Entwicklungen bevorstehen und was diese für ihr Unternehmen bedeuten. Das unternehmenseigene Ausbildungsinstitut in Form der Tata Steel Academy hat sich zudem an die Arbeit gemacht, um herauszufinden, welche Kompetenzen und Qualifikationen Mitarbeiter haben müssen und entwickelt neue Lehrmodule. Außerdem bereitet die Academy Unterricht für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe aus der Region vor, indem sie ein Praxismodul zur Herstellung von Wasserstoff anbietet.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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