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SSAB und Scania gehen gemeinsam Dekarbonisierung an

SSAB und Scania unterzeichnen Absichtserklärung zur Dekarbonisierung aller Stahllieferungen für schwere Nutzfahrzeuge bis 2030. Der schwedische Stahlkonzern SSAB soll die Lieferungen seines fossilfreien Stahls an Scania ab 2026 kontinuierlich ausbauen.

von | 23.11.23

Scania und SSAB vereinbaren weitreichende Dekarbonisierung im Stahlbereich
©Scania

22. November 2023 | SSAB und Scania unterzeichnen Absichtserklärung zur Dekarbonisierung aller Stahllieferungen für schwere Nutzfahrzeuge bis 2030. Der schwedische Stahlkonzern SSAB soll die Lieferungen seines Fossil-free™-Stahl an Scania ab 2026 kontinuierlich ausbauen.

Laut einer aktuellen Presseerklärung planen der Stahlkonzern SSAB und der Nutzfahrzeughersteller Scania eine 100-prozentige Dekarbonisierung der Stahllieferungen. Es handelt sich um das bislang ehrgeizigste Vorhaben, das SSAB mit einem Kunden vereinbart hat. Die Unternehmen verbinden damit die Hoffnung, eine Schlüsselrolle bei der Umstellung auf ein nachhaltiges Transportsystem zu spielen. SSAB ist Stahlhauptlieferant des zur Traton Group gehörenden Nutzfahrzeugherstellers.

Die Absichtserklärung kam innerhalb der First Movers Coalition (FMC) zustande, deren Mitglieder beide Unternehmen sind. Die FMC ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, die durch Bündelung ihrer Kaufkraft Märkte für grüne Technologien schaffen wollen. Die Selbstverpflichtungen für die ersten vier von insgesamt acht Sektoren (Luftfahrt, Schifffahrt, Stahl und Lkw-Verkehr) wurden im November 2021 auf der COP26 in Glasgow vorgestellt. Im Rahmen dieser Partnerschaft haben Scania und SSAB bestätigt, sich für eine signifikante Senkung der Klimaemissionen einzusetzen. Christian Levin, CEO von Scania, kommentiert:

“Ich bin froh und stolz, dass wir diese Vereinbarung getroffen haben. Das Ziel von Scania ist es, den Wandel zu einem nachhaltigen Transportsystem voranzutreiben. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten wir in der gesamten Wertschöpfungskette mit Partnern wie SSAB zusammen, die beim Übergang zu einer nachhaltigen Stahlindustrie eine Vorreiterrolle spielen.”

Martin Lindqvist, CEO von SSAB, ergänzt hierzu:

“Wir freuen uns sehr darauf, die Lieferungen unseres fossilfreien Stahls zu erhöhen und damit zu einer nachhaltigeren Wertschöpfungskette beizutragen. Fossilfreier Stahl wird den Schwerlastverkehr grundlegend verändern. Er hat die gleiche hohe Qualität und die gleichen technischen Eigenschaften wie herkömmlicher Stahl. Und obwohl er auf nachhaltige Weise hergestellt wird, kann er recycelt werden, so wie es bei Stahl schon immer der Fall war.”

Fossilfrei ab 2030

Scania verfolgt eine Strategie zur Reduzierung der Kohlenstoffemissionen in vier Hotspots, die etwa 80 Prozent der Emissionen in der Lieferkette ausmachen – Batterien, Stahl, Aluminium und Gusseisen. Ziel ist zunächst die Dekarbonisierung der Produktion von Scania in Europa, diese soll aber schrittweise auf die Produktion in China und Lateinamerika ausgeweitet werden.

SSAB plant, seinen Fossil-free™-Stahl im Jahr 2026 in kommerziellem Maßstab auf den Markt zu bringen und seinen Betrieb um 2030 weitgehend fossilfrei zu gestalten. Der grüne Stahl wird mit der HYBRIT-Technologie hergestellt, bei der Kokskohle durch fossilfreien Strom und Wasserstoff ersetzt wird. Das Nebenprodukt ist Wasser anstelle von Kohlendioxid.

Weitere Informationen auf www.scania.com und www.ssab.com.

(Quelle: Scania/2023)

 

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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