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Scania und SSAB vereinbaren weitreichende Dekarbonisierung im Stahlbereich
©Scania
Scania und SSAB vereinbaren Zusammenarbeit bei Dekarbonisierung

SSAB und Scania gemeinsam für Dekarbonisierung

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Autor: PERIMETRIK® Bonn/Darmstadt

Datum: 23. Nov. 2023

23. November 2023 | Stahlkonzern SSAB und der Nutzfahrzeughersteller Scania planen eine hundertprozentige Dekarbonisierung der Stahllieferungen für schwere Nutzfahrzeuge bis 2030. Im Fokus steht dabei die stufenweise Erweiterung der Lieferungen von SSABs Fossil-free™-Stahl an Scania ab 2026.

In einer aktuellen Pressemitteilung haben der schwedische Stahlkonzern SSAB und der Nutzfahrzeughersteller Scania ehrgeizige Pläne zur Dekarbonisierung vorgestellt. Bis zum Jahr 2030 soll die 100-prozentige Dekarbonisierung der Stahllieferungen für schwere Nutzfahrzeuge erreicht sein. Die Absichtserklärung markiert einen Meilenstein in der Zusammenarbeit von SSAB mit seinem Kunden und ist mit der Hoffnung verbunden, eine zentrale Rolle im Übergang zu nachhaltigen Transportsystemen zu spielen. SSAB ist der Hauptlieferant von Stahl für den Nutzfahrzeughersteller Scania.

Christian Levin, CEO von Scania, äußerte sich dazu wie folgt:
“Ich bin froh und stolz, dass wir diese Vereinbarung getroffen haben. Das Ziel von Scania ist es, den Wandel zu einem nachhaltigen Transportsystem voranzutreiben. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten wir in der gesamten Wertschöpfungskette mit Partnern wie SSAB zusammen, die beim Übergang zu einer nachhaltigen Stahlindustrie eine Vorreiterrolle spielen.”

Martin Lindqvist, CEO von SSAB, ergänzte hierzu:
“Wir freuen uns sehr darauf, die Lieferungen unseres fossilfreien Stahls zu erhöhen und somit zu einer nachhaltigeren Wertschöpfungskette beizutragen. Fossilfreier Stahl wird den Schwerlastverkehr grundlegend verändern. Er weist die gleiche hohe Qualität und die gleichen technischen Eigenschaften wie herkömmlicher Stahl auf. Obwohl er auf nachhaltige Weise hergestellt wird, ist er recycelbar, so wie es bei Stahl schon immer der Fall war.”

Die Absichtserklärung entstand im Rahmen der der First Movers Coalition (FMC), in der die beiden Unternehmen Mitglieder sind. Die FMC ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, die durch Bündelung ihrer Kaufkraft Märkte für grüne Technologien schaffen wollen. Die Selbstverpflichtungen für die ersten vier von insgesamt acht Sektoren (Luftfahrt, Schifffahrt, Stahl und Lkw-Verkehr) wurden 2021 auf der COP26 in Glasgow vorgestellt. Im Rahmen dieser Kooperation haben Scania und SSAB ihre Entschlossenheit zur erheblichen Reduzierung der Klimaemissionen bekräftigt.

Bis 2030 fossilfrei

Scania verfolgt eine Strategie zur Reduzierung der Kohlenstoffemissionen in vier Hotspots, die etwa 80 Prozent der Emissionen in der Lieferkette ausmachen: Batterien, Stahl, Aluminium und Gusseisen. Die Priorität liegt zunächst auf der Dekarbonisierung der europäischen Produktion von Scania, wobei eine schrittweise Ausdehnung auf China und Lateinamerika geplant ist.

SSAB beabsichtigt, seinen Fossil-free™-Stahl ab 2026 in großem Umfang auf den Markt zu bringen und hat angekündigt, seinen Betrieb bis 2030 weitgehend fossilfrei zu gestalten. Die Herstellung des grünen Stahls erfolgt mithilfe der HYBRIT-Technologie (Hydrogen Breakthrough Ironmaking Technology), bei der Kokskohle durch fossilfreien Strom und Wasserstoff ersetzt wird. Das Nebenprodukt ist Wasser anstelle von Kohlendioxid. Im Jahr 2021 hatte SSAB bereits mit dem Automobilhersteller Volvo die Zusammenarbeit bei der HYBRIT-Initiative vereinbart.

Weitere Informationen sind auf den Websites www.scania.com und www.ssab.com verfügbar.

(Quelle: Scania/2023)