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Kuhn ordert Spindelpresse bei Schuler

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Autor: Lucas Möllers

Kuhn ordert Spindelpresse bei Schuler
„Ziel ist es, unseren Wettbewerbsvorteil langfristig zu erhalten“, sagen Nathalie Bessin, Pierre Yves Porcher und Charles Perrier. (Quelle: Kuhn)

An seinem Standort im französischen Châteubriant an der Atlantikküste entwickelt und fertigt der Landtechnik-Hersteller Kuhn unter anderem Pflüge und weitere Bodenbearbeitungsgeräte sowie Säh-Maschinen. Kuhn Huard besitzt seit seiner Gründung einen unbestrittenen Wettbewerbsvorteil durch seine Kompetenz im Schmieden und in der Wärmebehandlung. Seit 1989 kommt bei Produktion der Teile eine 5400 Tonnen starke Maschine von Müller Weingarten zum Einsatz. Jetzt ist die Zeit reif für eine Ablösung.

„Ziel ist es, unseren Wettbewerbsvorteil langfristig zu erhalten“, sagt das Projekt-Team von Kuhn um Nathalie Bessin, Pierre Yves Porcher und Charles Perrier. „Die innovative Technologie wird uns dabei helfen, unsere führende Position auf dem Markt zu behaupten.“

Die drei waren schnell zu dem Schluss gekommen, dass sich die Investition in eine neue Presse wirtschaftlich rechnen könnte. Nach einer anderthalbjährigen Recherche folgte nun ein wichtiger Schritt: Kuhn hat bei Schuler eine 6400-Tonnen-Spindelpresse mit ServoDirekt-Technologie und Energiespeicher in Auftrag gegeben.

In den vergangenen drei Jahrzehnten hat sich bei Spindelpressen viel getan. Anstatt der bisherigen Kurzschlussläuferantriebe setzt Schuler darin mittlerweile Servomotoren ein, wodurch sich der Wirkungsgrad deutlich erhöht. Darüber hinaus verbessert sich die Regelbarkeit des Antriebs, und damit die Präzision der Presse. Der geschlossene Wasserkühlkreislauf in Verbindung mit der neuen Motorengeneration optimiert die Temperaturstabilität des Antriebssystems unabhängig von den Umgebungsbedingungen.

Zum Lieferumfang der neuen Anlage zählt auch ein Energiespeicher, der die Effizienz weiter erhöht. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2023 geplant.