5. Dezember 2023 | Auf der COP28 kündigten Hydro und die Volvo Group eine strategische Partnerschaft an. Diese soll es dem Nutzfahrzeughersteller ermöglichen, sein Ziel für die Auslieferung von Netto-Null-Fahrzeugen bis 2040 zu erreichen. Als Partner in der First Movers Coalition verpflichten sich die beiden Unternehmen außerdem, sich gegenseitig auf dem Weg zu emissionsfreien Wertschöpfungsketten zu unterstützen.
Im Rahmen der Partnerschaft wollen Hydro und die Volvo Group einen Fahrplan für die Lieferung von Primäraluminium im Jahr 2030 mit einem um 80 Prozent reduzierten Kohlenstoff-Fußabdruck im Vergleich zum heutigen globalen Branchendurchschnitt erstellen.
„Partnerschaft ist die neue Führung. Ich freue mich, dass zwei unserer Partner der First Movers Coalition ihre Kräfte bündeln und die Macht des Beschaffungswesens nutzen, um den Wandel hin zu grünem Aluminium voranzutreiben und die Nachfrage nach Netto-Null-Technologien zu beschleunigen“, kommentierte der Sonderbeauftragte des US-Präsidenten für das Klima, John Kerry.
Die Partnerschaft zwischen Hydro und der Volvo Group umfasst die Erstellung eines Fahrplans für die Lieferung von nahezu Netto-Null-Aluminium vor 2030. Beide Unternehmen wollen zusammenarbeiten, um eine stärkere Verwendung von kohlenstoffarmem Aluminium in der Produktion von Volvo zu ermöglichen. Ziel ist, im Jahr 2040 Netto-Null-Aluminium zu produzieren. Zudem sollen neue Recyclingstandards für Legierungen validiert und geschlossene Wertschöpfungsketten erforscht werden, um den Schrottanteil bei der Aluminiumproduktion zu erhöhen. Ein weiterer Punkt sind Untersuchungen innovativer Transportlösungen des Volvo-Konzerns in den Bergbaubetrieben von Hydro in Brasilien, mit dem Ziel, die Kohlenstoffintensität der Aluminium-Wertschöpfungskette weiter zu reduzieren.
Derzeit produziert Hydro Primäraluminium mit einem Kohlenstoff-Fußabdruck von einem Viertel des weltweiten Branchendurchschnitts von 16,7 kg CO2e/kg Aluminium. Bis 2030 will das Unternehmen die Emissionen um weitere 30 Prozent senken. Erklärtes Ziel von Hydro ist es, bis 2050 Pionierarbeit beim Übergang zu grünem Aluminium zu leisten und gleichzeitig durch Initiativen zur Biodiversität, Abfallbehandlung und Landnutzung zu einer positiven Zukunft beizutragen.
Jeder Schritt wichtig
„Wir überdenken jeden Schritt unserer Wertschöpfungskette, um unsere Branche zu transformieren und unsere Kunden bei der Herstellung wirklich kohlenstofffreier Endprodukte zu unterstützen” sagt Hilde Merete Aasheim, Präsidentin und CEO von Hydro.
Auf dem Weg zu Netto-Null sei jeder Schritt wichtig – ein Beispiel dafür sei die Erforschung, wie Hydro mit den innovativen Lösungen der Volvo Group die Kohlenstoffemissionen in seiner Wertschöpfungskette weiter reduzieren kann.
Hydro und die Volvo Group haben eine gut etablierte Geschäftsbeziehung. In den letzten Jahren haben die Skandinavier intensiv an der Entwicklung entscheidender Komponenten für die grüne Transformation gearbeitet. Neben Innovationen bei der Entwicklung von umweltfreundlichen Batterien und Stahl trägt Hydro zur Umstellung auf umweltfreundliches Aluminium bei.
„Wir haben uns dem Ziel verschrieben, bis 2040 eine Netto-Null-Wertschöpfungskette zu erreichen. Der Zugang zu kohlenstoffarmem Aluminium ist ein weiterer Schritt nach vorn. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir nur dann einen positiven Einfluss auf das Klima nehmen können, wenn wir gemeinsam vorankommen, und zwar durch die Zusammenarbeit, die wir hier mit Hydro vereinbart haben“, sagt Martin Lundstedt, Präsident und CEO der Volvo Group.
Über die First Movers Coalition
Die First Movers Coalition wurde von US-Präsident Biden und dem Weltwirtschaftsforum auf der COP26 ins Leben gerufen. Die globale Initiative, der fast 100 Unternehmen angehören, setzt sich dafür ein, die Kaufkraft der Unternehmen sowie innovative Technologien zur Kohlenstoffreduzierung zu nutzen, um die sieben Industriesektoren zu dekarbonisieren, die derzeit für 30 % der weltweiten Emissionen verantwortlich sind: Aluminium, Luftfahrt, Chemie, Beton, Schifffahrt, Stahl und Lkw-Verkehr.






