Generic filters
FS Logoi
Generic filters

H2 Green Steel baut Wasserstoffkapazitäten aus

H2 Green Steel hat weitere 4,2 Mrd. Euro Fremdkapital für den Bau seines Stahlwerks in Nordschweden eingesammelt.

von | 29.01.24

H2 Green Steel hat weitere 4,2 Mrd. Euro Fremdkapital für den Bau seines Stahlwerks in Nordschweden eingesammelt.
©H2 Green Steel
H2 Green Steel Werk Boden

29. Januar 2024 | H2 Green Steel hat weitere 4,2 Mrd. Euro Fremdkapital für den Bau seines Stahlwerks in Nordschweden eingesammelt. Damit verfüge das Start-up nun insgesamt über Investitionsmittel in Höhe von rund 6,5 Mrd. Euro.

Im Jahr 2025 soll das Werk in Boden als weltweit erster Standort in Betrieb gehen, an dem Stahl von Beginn an auf Basis von grünem Wasserstoff produziert wird. Diesen will das Unternehmen unmittelbar auf dem Werksgelände erzeugen.

Laut dem schwedischen Industrie-Start-up wird es die 4,2 Mrd. Euro in den geplanten Bau seines seit 2021 geplanten Stahlwerks investieren. Hier sollen ab 2025 bis zu 2,5 Mio. Tonnen grüner Stahl pro Jahr erzeugt werden, wobei durch die Nutzung von Wasserstoff bis zu 95 Prozent CO2-Emissionen im Vergleich zu konventionellen Produktionsroute eingespart werden könnten. In einer zweiten Phase soll die Kapazität des Werks dann bis 2030 auf bis zu 5 Mio. Tonnen anwachsen.

Der Bau des Stahlwerks samt integrierter Wasserstoff- und Eisenproduktion sei derweil bereits “in vollem Gange”, zudem haben die Schweden sämtliche Lieferverträge für ihre Wasserstoff-, Eisen- und Stahlanlagen abgeschlossen. Auch ein Großteiil des benötigten Stroms sei schon in langfristigen Stromabnahmeverträgen gesichert.

Mehrere deutsche Konzerne sind an dem Projekt des 2021 gegründeten Start-ups beteiligt, so liefert thyssenkrupp Nucera die Elektrolyseure, die Anlagen zur Direktreduktion stammen von SMS Group. Abnahmevereinbarungen gab es unter anderem schon mit Mercedes-Benz und Porsche. Zuletzt hatte die Kirchhoff Gruppe die Unterzeichnung eines Abnahmvertrages mit einer Laufzeit von sieben Jahren bekanntgegeben.

Insgesamt 6,5 Mrd. Euro Finanzmittel

Seit seiner Gründung hat das Unternehmen drei Finanzierungsrunden durchlaufen und dabei nach eigenen Angaben 1,8 Mrd. Euro Eigenkapital erhalten. Nun seien weitere 300 Mio. Euro hinzugekommen, womit sich die Eigenkapitalfinanzierung auf 2,1 Mrd. Euro belaufe. Hinzu kommen neben den nun akquirierten 4,2 Mrd. Euro Fremdkapital weitere 250 Mio. Euro aus dem EU-Innovationsfonds. Damit belaufe sich die Gesamtfinanzierung des grünen Stahlwerks auf rund 6,5 Mrd. Euro.

Zu der Gruppe von mehr als 20 Kreditgebern gehören laut H2 Green Steel diverse Banken wie die Svensk Exportkredit (SEK) und die Europäische Investitionsbank. Hinzukommen Geschäftsbanken wie die BNP Paribas, ING, KfW IPEX-Bank, Société Générale und UniCredit. Weiterhin zählten der Microsoft Climate Innovation Fund, Mubea und Siemens Financial Services zu den Anteilseignern.

Im September 2023 hatte H2 Green Steel eine Privatplatzierungsrunde mit einem Ergebnis von 1,5 Mrd. Euro Eigenkapital gemeldet. Es war die größte des Jahres 2023 in Europa. Zuvor hatte das Unternehmen im Mai 2021 seine Serie-A-Eigenkapitalrunde mit 86 Mio. Euro und im Oktober 2022 seine Serie-B1-Runde in Höhe von 260 Mio. Euro abgeschlossen.

 

(Quelle: H2 Green Steel/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Die ganze Welt der Metallurgie, immer in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Swegon advances air handling units with recycled steel

Swegon advances air handling units with recycled steel

Swegon is advancing a more resource-efficient and circular construction industry with the launch of the next-generation GOLD air handling unit, generation G. Designed to meet rising HVAC and building-sector demands, over 70% of the total steel weight is now represented by recycled steel and almost 60% of the total material weight is recycled material. As a result, the new unit – significantly reduces its embodied carbon while maintaining the performance and reliability expected of a GOLD unit.

mehr lesen

Fachinformationen für Sie

_temp_Strategische Einsichten aus aktuellen Studien zur Zukunft der Gasinfrastruktur mit Wasserstoff

_temp_Strategische Einsichten aus aktuellen Studien zur Zukunft der Gasinfrastruktur mit Wasserstoff

Autor: Ulrich Bünger

Im Zuge der Energiewende ist auch die Gasindustrie von der Europäischen Kommission aufgefordert, Strategien zur Defossilisierung der Gasversorgung bis 2050 zu entwickeln. Diese Entwicklung soll im europäischen Konsens der Akteure im Gassektor und ...

Zum Produkt

Pusher reheat furnace combines increased production with a reduction in emissions

Pusher reheat furnace combines increased production with a reduction in emissions

Autor: James Feese/Felix Lisin, Gerrit Wohlschläger, Sandra Runde
Themenbereich: Thermoprozesstechnik

Operators of furnace systems in the steel industry are being confronted to an ever increasing degree with rising fuel prices and stringent environmental regulations – regardless of whether their system is an ageing one or brand new. The dream ...

Zum Produkt

Prozesswärme – 04 2019

Prozesswärme – 04 2019

Themenbereich: Thermoprozesstechnik

Die PROZESSWÄRME 4 ist die THERMPROCESS-Ausgabe – im großen Sonderteil enthält sie alles zur größten internationalen Messe der Branche. Interviews mit Branchenvertretern und eine Produktvorschau sind ebenso enthalten wie das Programm des ...

Zum Produkt