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Elektromobilität: GKN setzt auf die Technologie von ALD

26.04.2021. Die GKN Driveline Bruneck AG modernisiert die Härterei mit zwei Anlagen zur Niederdruckaufkohlung von ALD Vacuum Technologies. Damit rüstet sie sich für die Zukunft als zentraler Standort im GKN-Konzern für die Entwicklung und Produktion von E-Antriebssträngen. E-Mobilitätsstrategie bei GKN Seit drei Jahren konzentriert der GKN-Konzern die Entwicklung und europäische Produktion von Antriebssträngen für die […]

von | 26.04.21

26.04.2021. Die GKN Driveline Bruneck AG modernisiert die Härterei mit zwei Anlagen zur Niederdruckaufkohlung von ALD Vacuum Technologies. Damit rüstet sie sich für die Zukunft als zentraler Standort im GKN-Konzern für die Entwicklung und Produktion von E-Antriebssträngen.

E-Mobilitätsstrategie bei GKN

Seit drei Jahren konzentriert der GKN-Konzern die Entwicklung und europäische Produktion von Antriebssträngen für die Elektromobilität vor allem am Standort Bruneck in Südtirol, Italien. Durch ein umfangreiches Investitionsprogramm wurde der Standort mit modernster Fertigungstechnik ausgestattet und spielt damit eine zentrale Rolle in der E-Mobilitätsstrategie bei GKN. Die aus den 60er Jahren stammende Härterei, bestehend aus mehreren konventionellen Durchstoßanlagen, wird nun sukzessive durch Vakuumofenanlagen von ALD modernisiert.

„Mit dieser Wärmebehandlungstechnologie nach dem neusten Stand der Technik ist GKN in der Lage die besonderen Herausforderungen in der Fertigung von E-Antriebssträngen zu meistern“, sagt Matthias John, Vertriebsingenieur bei ALD.

Denn Getriebe, die in modernen Elektroautos verbaut werden, sind gegenüber konventionellen Verbrennergetrieben deutlich höheren Drehzahlen und Drehmomenten ausgesetzt. Die hochbelasteten Bauteile müssen daher in ihren mechanischen und metallurgischen Eigenschaften sowie in Bezug auf die Maßhaltigkeit besonders hohe Anforderungen erfüllen. Diese Anforderungen will GKN zukünftig mit einer Mehrkammeranlage vom Typ ModulTherm und – für die besonderen Herausforderungen – einer SyncroTherm Anlage erfüllen. Beide Anlagen sind in der zweiten Jahreshälfte 2020 in Betrieb gegangen.

„ALD hat uns mit sehr guten Ergebnissen hinsichtlich metallurgischer Eigenschaften bei gleichzeitig niedrigem Teileverzug überzeugt. Die exzellente und kompetente Beratung hat die Entscheidung für die hochmoderne Technologie zusätzlich bestärkt“, so Gianni Del Favero, Value Stream Manager Machining and Heat Treatment bei GKN. „Durch die Prozesskombination der Niederdruckaufkohlung (Low Pressure Carburising – LPC) mit anschließender Hochdruckgasabschreckung (High Pressure Gas Quenching – HPGQ) kann GKN mit beiden Anlagen die Bauteileigenschaften optimal einstellen – flexibel und bauteilspezifisch“, ergänzt John.

 

ModulTherm Anlage

Die gelieferte ModulTherm Anlage besteht in der ersten Ausbaustufe neben voll integrierten peripheren Anlass- und Vorwärmöfen, einer Reinigungsanlage, einem Chargenpuffer und einem externen Chargentransportsystem aus einem mobilen Abschreckmodul und fünf Behandlungskammern. Die Anlage ist bedarfsgerecht auf bis zu zehn Behandlungskammern erweiterbar. So wird GKN nach und nach die in die Jahre gekommenen Schutzgasöfen ersetzen können.

SyncroTherm Anlage bei GKN. Foto: ALD Vacuum Technologies

SyncroTherm Anlage

Die SyncroTherm Anlage kommt u. a. für besonders verzugsempfindliche Bauteile zum Einsatz. Kleine Chargen erlauben eine gezieltere und feiner eingestellte Abschreckung. Das ermöglicht besonders geringe Maß- und Formänderungen an den Bauteilen. Zusätzlich erlaubt die Wärmebehandlung in kleinen Chargen einen flexiblen und schnellen Durchlauf von kleineren Losgrößen durch die Fertigung.

 

(Quelle: ALD Vacuum Technologies)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

ModulTherm Anlage bei GKN. Foto: ALD Vacuum Technologies

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