Die Aktien-Gesellschaft der Dillinger Hüttenwerke (Dillinger) gehört als Produzent von superschweren Blechen für den Bereich Offshore-Windkraft zu den „Machern“ der Energiewende. Bei der Dekarbonisierung der Energieversorgung in Europa spielen Windparks eine wesentliche Rolle.
Bis zum Jahr 2030 soll z.B. in Deutschland eine Gesamtleistung von mindestens 30 Gigawatt Offshore erreicht werden, bis 2045 sollen weitere 40 GW zugebaut werden. Für den Ausbau dieser immensen Kapazitäten auf See setzen globale Energiekonzerne auf Qualitätsstähle und zuverlässige Belieferungen. Die Bleche kommen zum Beispiel auch im ersten Offshore-Windpark Frankreichs, der vor der Atlantikküste entsteht, zum Einsatz.
Mehr als 80 Windparks weltweit
Der Offshore-Windpark in Saint-Nazaire mit einer Gesamtleistung von 480 MW wird 20 Prozent des Stromverbrauchs der Region Loire-Atlantique produzieren. Dabei baut der Offshore-Windpark mit Stahl von Dillinger. Der Grobblech-Hersteller lieferte rund 80.000 Tonnen Stahl für den Bau der Monopiles für die 150 Windturbinen.
„Mehr als 80 Windparks in Europa, aber auch in Japan, Asien und USA stehen auf Gründungen aus Stahl von Dillinger“, erklärt Dr. Karl-Ulrich Köhler, Vorstandsvorsitzender und Vertriebsvorstand von Dillinger. „Wir produzieren die Stähle, die für das Gelingen der Energiewende notwendig sind.“
Köhler weiter: „Dillinger investiert seit zwei Jahrzehnten kontinuierlich in das Knowhow der Mitarbeiter und die Anlagen zur Herstellung dieser hoch anspruchsvollen Bleche für den Offshore Windbereich. Die hohe Nachfrage beweist, Kunden im Energiesektor vertrauen auf die Qualitätsbleche und den umfassenden Service von Dillinger.“
Die Anforderungen an die in Offshore-Windparks verbauten Bleche sind hoch und steigen mit der zunehmenden Effizienz der Turbinen immer weiter. Für diese besonderen Kundenwünsche sieht sich der Grobblechspezialist gut gerüstet. In den letzten Jahren hat das Unternehmen rund 700 Millionen Euro in den Aufbau von Produktionsanlagen für das Segment investiert.
Rekordverdächtige Walzung
So kann Dillinger seit 2016 mit der Stranggießanlage CC6 – einer Anlage mit einem Investitionswert von über 400 Millionen Euro – Brammen mit dem weltweit höchsten Metergewicht im Format 600mm liefern. Rekordverdächtig ist auch das Walzwerk von Dillinger aufgestellt. Mit einer Breite von 5,2 Metern ist es das breiteste Europas.
Die einzigartige Architektur des Walzwerkes ermöglicht zudem eine hohe Leistung bei der Thermomechanischen Walzung, die dem Stahl bestimmte Materialeigenschaften verleiht. Die Interessen der Kunden fest im Blick, investiert Dillinger stetig weiter in den
technologischen Vorsprung seiner Anlagen.
Projekte wie beispielsweise die Modernisierung des Stoßofen 2 im Walzwerk zur Steigerung der Kapazität oder auch die Investition in eine neue Kantenfräse setzt man derzeit um. Weitere zukunftsweisende Investitionen für den Markt Offshore Wind sind in Planung und Umsetzung. Damit werden die Kapazitäten für schwere Bleche für Wind Offshore-Gründungen in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut, um diesen Wachstumsmarkt umfänglich bedienen zu können.
Basis der Offshore-Windenergie
Stahlbleche bilden die Basis für Offshore Wind Anlagen. So steigt der Stahlbedarf neben den klassischen Gründungen vor allem auch bei den Offshoretürmen, sowie gegen Ende des Jahrzehnts massiv im stark wachsenden Bereich der Floating Wind Anlagen.
Exzellente Qualität benötigt die besten Mitarbeiter, daher wird auch die Personalkapazität in diesem Bereich weiter ausgebaut. Die kontinuierliche Investition in die Anlagen und den Kundenservice sichert die Zukunft von Dillinger und den Wissensvorsprung bei der
Produktion der superschweren Spezialbleche.
„Der Markt für Offshore Windenergie bietet positive Wachstumsaussichten“, so Karl-Ulrich Köhler. „Wir möchten unsere Kunden als Marktführer mit unseren ausgefeilten Produktionsprozessen, Qualitätsstählen und unserem vielseitigen Servicesystem dabei unterstützen, den Ausbau von grüner Energie weiter voranzutreiben.“






