Generic filters
FS Logoi
Generic filters

Deutsche Edelstahlwerke: Hauptabwärmelieferant für Siegener Nahwärmeprojekt

Am 11. Mai haben sich rd. 70 Vertreter aus Politik und Wirtschaft ausführlich über das Projekt „Energie für Geisweid“ informiert. Die gleichnamige Projektgesellschaft möchte in Siegen-Geisweid ein Nahwärmenetz aufbauen und sucht für die schrittweise Entwicklung Wärme- und Kälteabnehmer. Zu den insgesamt sechs Gesellschaftern gehören auch die Deutschen Edelstahlwerke, deren bei der Stahlerzeugung entstehende Abwärme zentraler Baustein für das Projekt ist.

von | 20.05.15

NULL
Am 11. Mai haben sich rd. 70 Vertreter aus Politik und Wirtschaft ausführlich über das Projekt „Energie für Geisweid“ informiert. Die gleichnamige Projektgesellschaft möchte in Siegen-Geisweid ein Nahwärmenetz aufbauen und sucht für die schrittweise Entwicklung Wärme- und Kälteabnehmer. Zu den insgesamt sechs Gesellschaftern gehören auch die Deutschen Edelstahlwerke, deren bei der Stahlerzeugung entstehende Abwärme zentraler Baustein für das Projekt ist. Die Informationsveranstaltung beinhaltete daher auch eine Besichtigung des Elektrolichtbogenofens, dem Kernaggregat der Siegener Stahlproduktion.

„Energieeffiziente und umweltschonende Fertigungsprozesse sind schon seit Jahren fester Bestandteil unserer Unternehmensziele. Wir freuen uns, mit dem Projekt nun noch einen Schritt weiter gehen zu können und zu einer gleichermaßen ökonomischen wie ökologischen Energieversorgung der Region beitragen können“, sagt Jürgen Alex, Geschäftsführer der Deutschen Edelstahlwerke. Bereits seit 2014 wird auf dem Gelände des Langprodukteherstellers eine Holzhackschnitzel-Trocknungsanlage mit einer Trockenleistung von 250 kW mit Abwärme aus den Produktionsbereichen betrieben. Die Resonanz auf das energieeffiziente Trocknungsverfahren ist ungebrochen hoch. Grund genug für die Initiatoren des Projekts nun die nächste Projektstufe zu forcieren: Die heißen Abgase des Elektrolichtbogenofens im Stahlwerk sind dabei Hauptabwärmequelle, von der man im ersten Schritt jährlich eine Leistung von 4 MW auskoppeln will. Mit dieser Wärme könnte zukünftig z. B. die Universität Siegen versorgt werden.

„Derzeit sind wir mit der Planung möglicher Trassenvarianten beschäftigt und wir recherchieren Fördermöglichkeiten auf EU-, Bundes- und Landesebene, die das Projekt noch wirtschaftlicher machen könnten“, erläutert Dr. Jochen Grisse, Geschäftsführer der Projektgesellschaft Energie für Geisweid. In der zweiten Ausbaustufe sollen dann aus weiteren Abwärmequellen des Stahlwerks zusätzlich fünf Megawatt Wärme an das Nahwärmenetz geliefert werden. „Obwohl wir am Standort in Siegen bereits unsere Bürogebäude und Sozialeinrichtungen mit Abwärme beheizen und mit Warmwasser versorgen, bestehen noch weitere Abwärmepotentiale am Standort, die es zu nutzen gilt“, so Jürgen Alex.

Die Stadt Siegen unterstützt das Projekt, dessen Grundzüge schon im Jahr 2000 in einer kleinen Projektgruppe entstanden sind, voll und ganz: „Ideen wie solche brauchen wir, um den Wirtschafts- und Lebensraum Siegen stark für die Zukunft zu machen und dabei zugleich unserer Verantwortung der Umwelt gegenüber gerecht zu werden. Eine solche Energieressource weiterhin einfach gen Himmel verpuffen zu lassen, ist angesichts der Ressourcenknappheit doch eigentlich undenkbar“, so Bürgermeister Steffen Mues. Und er ergänzt: „Nah- und Fernwärmenetze gibt es in Deutschland schon einige. Neu an diesem Projekt ist, dass als Energiequelle die Abwärme von vergleichsweise kleinen Industrieprozessen genutzt werden soll.“

Quelle: Deutsche Edelstahlwerke GmbH
Am 11. Mai haben sich rd. 70 Vertreter aus Politik und Wirtschaft ausführlich über das Projekt „Energie für Geisweid“ informiert. Die gleichnamige Projektgesellschaft möchte in Siegen-Geisweid ein Nahwärmenetz aufbauen und sucht für die schrittweise Entwicklung Wärme- und Kälteabnehmer. Zu den insgesamt sechs Gesellschaftern gehören auch die Deutschen Edelstahlwerke, deren bei der Stahlerzeugung entstehende Abwärme zentraler Baustein für das Projekt ist. Die Informationsveranstaltung beinhaltete daher auch eine Besichtigung des Elektrolichtbogenofens, dem Kernaggregat der Siegener Stahlproduktion.
„Energieeffiziente und umweltschonende Fertigungsprozesse sind schon seit Jahren fester Bestandteil unserer Unternehmensziele. Wir freuen uns, mit dem Projekt nun noch einen Schritt weiter gehen zu können und zu einer gleichermaßen ökonomischen wie ökologischen Energieversorgung der Region beitragen können“, sagt Jürgen Alex, Geschäftsführer der Deutschen Edelstahlwerke. Bereits seit 2014 wird auf dem Gelände des Langprodukteherstellers eine Holzhackschnitzel-Trocknungsanlage mit einer Trockenleistung von 250 kW mit Abwärme aus den Produktionsbereichen betrieben. Die Resonanz auf das energieeffiziente Trocknungsverfahren ist ungebrochen hoch. Grund genug für die Initiatoren des Projekts nun die nächste Projektstufe zu forcieren: Die heißen Abgase des Elektrolichtbogenofens im Stahlwerk sind dabei Hauptabwärmequelle, von der man im ersten Schritt jährlich eine Leistung von 4 MW auskoppeln will. Mit dieser Wärme könnte zukünftig z. B. die Universität Siegen versorgt werden.

„Derzeit sind wir mit der Planung möglicher Trassenvarianten beschäftigt und wir recherchieren Fördermöglichkeiten auf EU-, Bundes- und Landesebene, die das Projekt noch wirtschaftlicher machen könnten“, erläutert Dr. Jochen Grisse, Geschäftsführer der Projektgesellschaft Energie für Geisweid. In der zweiten Ausbaustufe sollen dann aus weiteren Abwärmequellen des Stahlwerks zusätzlich fünf Megawatt Wärme an das Nahwärmenetz geliefert werden. „Obwohl wir am Standort in Siegen bereits unsere Bürogebäude und Sozialeinrichtungen mit Abwärme beheizen und mit Warmwasser versorgen, bestehen noch weitere Abwärmepotentiale am Standort, die es zu nutzen gilt“, so Jürgen Alex.

Die Stadt Siegen unterstützt das Projekt, dessen Grundzüge schon im Jahr 2000 in einer kleinen Projektgruppe entstanden sind, voll und ganz: „Ideen wie solche brauchen wir, um den Wirtschafts- und Lebensraum Siegen stark für die Zukunft zu machen und dabei zugleich unserer Verantwortung der Umwelt gegenüber gerecht zu werden. Eine solche Energieressource weiterhin einfach gen Himmel verpuffen zu lassen, ist angesichts der Ressourcenknappheit doch eigentlich undenkbar“, so Bürgermeister Steffen Mues. Und er ergänzt: „Nah- und Fernwärmenetze gibt es in Deutschland schon einige. Neu an diesem Projekt ist, dass als Energiequelle die Abwärme von vergleichsweise kleinen Industrieprozessen genutzt werden soll.“

Quelle: Deutsche Edelstahlwerke GmbH

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Jetzt Newsletter abonnieren

Die ganze Welt der Metallurgie, immer in Ihrem Postfach.

Hier anmelden

Aktuelles Seminar: „Elektrothermische Prozesstechnik“

Aktuelles Seminar: „Elektrothermische Prozesstechnik“

Das Institut für Elektroprozesstechnik der Leibniz Universität Hannover (ETP) veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Forschungsvereinigung Industrieofenbau e.V. (FOGI) am 24. und 25. Februar 2026 in Hannover das aktuelle Seminar „Elektrothermische Prozesstechnik“.

mehr lesen
GMH Gruppe verlängert Vorstandsverträge bis 2030

GMH Gruppe verlängert Vorstandsverträge bis 2030

Der Aufsichtsrat der GMH Gruppe hat die Verträge der Vorstandsmitglieder Dr. Alexander Becker (Chief Executive Officer), Dr. Anne-Marie Großmann (Chief Development Officer) und Mathias Hölscher (Chief Financial Officer) bis 2030 verlängert.

mehr lesen

Fachinformationen für Sie

Ofentechnische Entwicklungen im Schmelztechnikum für kundenspezifische Anforderungen

Ofentechnische Entwicklungen im Schmelztechnikum für kundenspezifische Anforderungen

Autor: Steffen Niklaus, Joachim Reiermann, Wilfried Schmitz
Themenbereich: Thermoprozesstechnik

Die Otto Junker GmbH betreibt seit 20 Jahren ein Technikum zur Durchführung von Schmelz- und Gießversuchen im Rahmen von Kundenprojekten und für eigene Entwicklungsarbeiten. Kernstück dieses Technikums war und ist ein ...

Zum Produkt

Wirtschaftliche Nutzung großer Härteofenanlagen mit reduzierten Beständen

Wirtschaftliche Nutzung großer Härteofenanlagen mit reduzierten Beständen

Autor: Stefan Quaas
Themenbereich: Thermoprozesstechnik

Üblicherweise werden Öfen bei einem Teilewechsel komplett leer gefahren. Die Firma Neapco Europe GmbH hat ihre Teile nach Härteverfahren in Teilefamilien zusammengefasst. Im Falle unterschiedlicher Verweilzeiten ist der Taktzeitausgleich zur ...

Zum Produkt

Härten und Anlassen von Rohr- und Stangenmaterial — Vorteile der Induktionserwärmung

Härten und Anlassen von Rohr- und Stangenmaterial — Vorteile der Induktionserwärmung

Autor: Guido Opezzo
Themenbereich: Thermoprozesstechnik

Die Induktionserwärmung ist bereits seit mehreren Jahrzehnten zu einer wichtigen Technologie in vielen Bereichen geworden, in denen eine präzise, schnelle und zuverlässige Erwärmung von Metallen sowie reproduzierbare Prozesse der Wärmebehandlung im ...

Zum Produkt