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Ein Verbundprojekt zur Energieeffizienz des VDEh-Betriebsforschungsinstituts (BFI) wird in die Initiative der KlimaExpo.NRW aufgenommen. Es handelt sich um die erste Abwärmeverstromung in einem Schmiedebetrieb in Deutschland. Im Rahmen des Projektes „Nutzung von Niedertemperatur-Abwärme zur Eigenstromerzeugung am Beispiel eines KMU Schmiedebetriebs (NEBS)“ arbeitete das BFI, eine der Organisationen des Stahl-Zentrums in Düsseldorf, mit dem Remscheider Gustav Grimm Edelstahlwerk zusammen.

Beim Grimm Edelstahlwerk wandelt ein Dampfturbinensystem die produzierte Niedertemperatur-Abwärme zu Strom um. Eine bei niedrigeren Temperaturen verdampfbare organische Flüssigkeit ersetzt den Wasserdampf. Das Verfahren nennt sich "Organic Rankine Cycle" (ORC) und wurde im Rahmen des Projektes erstmals auf einen Schmiedebetrieb übertragen.

„Es ist uns gelungen, über 100 Tonnen CO2 im Jahr einzusparen“, berichtet Bernhart Stranzinger, Leiter der BFI-Abteilung Gastechnik und Energiewirtschaft. Das Projekt erhält zum Zeichen der Anerkennung von der landesweiten Initiative das Logo „Wir sind dabei“ und ist damit einer von 1.000 Schritten, die die Landesregierung im Rahmen der KlimaExpo.NRW sowie des Klimaschutzes gehen möchte.

Die Auszeichnung gab es, weil u.a. gezeigt werden konnte, wie Klimaschutz als Fortschrittsmotor in NRW betrieben werden kann. „Das Verfahren auf einen Schmiedebetrieb zu übertragen, ist eine neuartige und viel versprechende Idee, die hoffentlich ihre Nachahmer finden wird“, sagt Dr. Rebekka Loschen von der KlimaExpo.NRW, die das Projekt bewertet hat.

Mit einer Nettostromausbeute von 200.000 kWh allein in 2014 konnten somit bereits schon 120 Tonnen CO2 eingespart werden. In Zukunft liegt das jährliche Einsparpotenzial bei rund 600 Tonnen CO2. „Das Projekt zeigt, wie auch die energieintensive Industrie zu einem Vorreiter im Klimaschutz werden kann“, erklärt Dr. Rebekka Loschen. Das Projektteam hat Maßnahmen zur erstmaligen Abwärmeverstromung nach dem sogenannten ORC-Verfahren in einem Schmiedebetrieb erarbeitet und mit Erfolg betrieblich umgesetzt: „Dank des Projekts kann die Firma Grimm circa 180.000 Euro an Stromkosten pro Jahr einsparen“, berichtet Projektleiter Wolfgang Schneider des Gustav Grimm Edelstahlwerks.

Das BFI will nun eine Vermarktungsstrategie zur weiteren Verbreitung erarbeiten. Die Keramik-, Aluminium- und Zementindustrie sollen das Verfahren in Zukunft nutzen. Auch andere Schmiedebetriebe haben schon Interesse bekundet.

Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl, KlimaExpo.NRW

BFI-Projekt zur Energieeffizienz: Abwärmeverstromung im Schmiedebetrieb

Kategorien: |
Themen: | |
Autor: Redaktion

Datum: 17. Mrz. 2015

Ein Verbundprojekt zur Energieeffizienz des VDEh-Betriebsforschungsinstituts (BFI) wird in die Initiative der KlimaExpo.NRW aufgenommen. Es handelt sich um die erste Abwärmeverstromung in einem Schmiedebetrieb in Deutschland. Im Rahmen des Projektes „Nutzung von Niedertemperatur-Abwärme zur Eigenstromerzeugung am Beispiel eines KMU Schmiedebetriebs (NEBS)“ arbeitete das BFI, eine der Organisationen des Stahl-Zentrums in Düsseldorf, mit dem Remscheider Gustav Grimm Edelstahlwerk zusammen.
Beim Grimm Edelstahlwerk wandelt ein Dampfturbinensystem die produzierte Niedertemperatur-Abwärme zu Strom um. Eine bei niedrigeren Temperaturen verdampfbare organische Flüssigkeit ersetzt den Wasserdampf. Das Verfahren nennt sich “Organic Rankine Cycle” (ORC) und wurde im Rahmen des Projektes erstmals auf einen Schmiedebetrieb übertragen.
„Es ist uns gelungen, über 100 Tonnen CO2 im Jahr einzusparen“, berichtet Bernhart Stranzinger, Leiter der BFI-Abteilung Gastechnik und Energiewirtschaft. Das Projekt erhält zum Zeichen der Anerkennung von der landesweiten Initiative das Logo „Wir sind dabei“ und ist damit einer von 1.000 Schritten, die die Landesregierung im Rahmen der KlimaExpo.NRW sowie des Klimaschutzes gehen möchte.
Die Auszeichnung gab es, weil u.a. gezeigt werden konnte, wie Klimaschutz als Fortschrittsmotor in NRW betrieben werden kann. „Das Verfahren auf einen Schmiedebetrieb zu übertragen, ist eine neuartige und viel versprechende Idee, die hoffentlich ihre Nachahmer finden wird“, sagt Dr. Rebekka Loschen von der KlimaExpo.NRW, die das Projekt bewertet hat.
Mit einer Nettostromausbeute von 200.000 kWh allein in 2014 konnten somit bereits schon 120 Tonnen CO2 eingespart werden. In Zukunft liegt das jährliche Einsparpotenzial bei rund 600 Tonnen CO2. „Das Projekt zeigt, wie auch die energieintensive Industrie zu einem Vorreiter im Klimaschutz werden kann“, erklärt Dr. Rebekka Loschen. Das Projektteam hat Maßnahmen zur erstmaligen Abwärmeverstromung nach dem sogenannten ORC-Verfahren in einem Schmiedebetrieb erarbeitet und mit Erfolg betrieblich umgesetzt: „Dank des Projekts kann die Firma Grimm circa 180.000 Euro an Stromkosten pro Jahr einsparen“, berichtet Projektleiter Wolfgang Schneider des Gustav Grimm Edelstahlwerks.
Das BFI will nun eine Vermarktungsstrategie zur weiteren Verbreitung erarbeiten. Die Keramik-, Aluminium- und Zementindustrie sollen das Verfahren in Zukunft nutzen. Auch andere Schmiedebetriebe haben schon Interesse bekundet.
Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl, KlimaExpo.NRW

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