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Aurubis startet Testreihe für den Einsatz von blauem Ammoniak

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Autor: Lucas Möllers

Aurubis startet Testreihe für den Einsatz von blauem Ammoniak
Ammoniak-Lieferung bei Aurubis. (Quelle: Aurubis)

Aurubis geht einen weiteren Schritt in Richtung Klimaneutralität und testet den industriellen Einsatz von blauem Ammoniak als Brennstoff. Am Hamburger Standort nahmen Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert Habeck und Dr. Sultan Al Jaber, VAE-Klimabeauftragter und Minister für Industrie und Hochtechnologie, gemeinsam mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, HHLA-Vorstand Torben Seebold und Aurubis-CEO Roland Harings das Pilotprojekt in Betrieb. 

„Wir wollen klimaneutral produzieren – und das deutlich vor 2050. Ammoniak kann ein wichtiger Baustein in der Wasserstoff-Lieferkette sein, um dieses Ziel zu erreichen“, erklärte Aurubis-CEO Roland Harings. Das Multimetall-Unternehmen betreibt heute schon das effizienteste und nachhaltigste Hüttennetzwerk weltweit. „Mit dem Pilotprojekt unterstreichen wir unsere Vorreiterrolle bei der Dekarbonisierung unserer Industrie. Und wir zeigen: der Aufbau einer blauen und in Zukunft grünen Ammoniak-Wertschöpfungskette zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist nicht nur theoretisch möglich, sondern funktioniert auch praktisch.“  

Die für die Testreihe benötigten 13 Tonnen Ammoniak wurden von der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) aus den Vereinigten Arabischen Emiraten geliefert und am Terminal Altenwerder von der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) umgeschlagen. Die Lieferung erfolgte als Teil der Anfang des Jahres vertieften Wasserstoffkooperation zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Deutschland. Im Rahmen der Reise von Wirtschaftsminister Dr. Habeck nach Abu Dhabi hatten Aurubis und ADNOC den Abnahmevertrag abgeschlossen.

Wichtiges Signal für Industriestandort Deutschland

Bei der achtwöchigen Testreihe wird fossiles Erdgas teilweise durch emissionsarmes Ammoniak in der Drahtanlage ersetzt. Ist das Pilotprojekt erfolgreich, könnten durch den Einsatz allein im Hamburger Aurubis-Werk jährlich bis zu 4.000 Tonnen CO2 eingespart werden.