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Formnext Connect überzeugt als digitales Zentrum der AM-Branche

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Autor: Redaktion

Formnext Connect überzeugt als digitales Zentrum der AM-Branche

Insgesamt präsentierten 203 Aussteller mit rund 2.200 Vertretern insgesamt 1.412 Produkte. Die 8.541 aktiven Teilnehmer aus über 100 Ländern (1/3 national, 2/3 international) nutzten das Matchmaking rege. Somit konnten mehr als 450.000 Empfehlungen für Produkte und andere Teilnehmer generiert werden. Darüber hinaus entstanden 23.311 neue Kontakte und 4.733 Business-Meetings in Form von Videocalls. Im Bühnen- und Sessionprogramm haben knapp 45.000 Zuschauer die 221 Vorträge und Präsentationen verfolgt. Dabei diskutierten weltweit Experten in zahlreichen Webinaren und Talkrunden aktuelle und künftige Trends, Entwicklungen und Anwendungen.

Mit internationalen Produktlaunches zeigte die Formnext Connect, dass die AM-Branche auch im Corona-Jahr hochinnovativ ist und eine Plattform für Geschäftsmöglichkeiten und Networking dringend benötigt. Unter den Launches gab es eine Vielzahl an neuen Materialien und eine SLM-Maschine mit 12 Lasern. Zudem beinhalteten sie Lösungen aus dem Post-processing zur Veredelung, Entpulverung und Aushärtung von Bauteilen sowie weitere Neuentwicklungen. „Mit dem erfolgreichen, neu entwickelten digitalen Format der Formnext Connect sind wir dem Bedarf der AM-Community und der Anwenderindustrien nach Austausch, Business und Innovation begegnet“, so Sascha F. Wenzler, Vice President Formnext bei der Mesago Messe Frankfurt GmbH. „Damit hat die Formnext bewiesen, dass sie auch in ihrer rein digitalen Form als weltweit wichtiger Katalysator für die technologische und wirtschaftliche Entwicklung dieser Zukunftsbranche unverzichtbar ist.“

Vielfältiges Content-Programm

In ihrem Content-Programm haben die Formnext Connect und die „TCT Conference @ Formnext“ aktuelle Trends aus der AM-Welt, Innovationen sowie detaillierte Einblicke in technologische Entwicklungen präsentiert. Die durch künstliche Intelligenz unterstützte Matchmaking-Plattform arrangierte dazu laufend passende Kontakte von Ausstellern und Teilnehmern. Als roten Faden zog sich durch die gesamte Formnext Connect ein Programm aus dem „Additive-Manufacturing-Hauptstadt-Studio“. Dieses wurde auf der Main-Stage übertragen. Sie präsentierte unter Berücksichtigung verschiedener Zeitzonen ein mit prominenten Namen besetztes Programm. Technologiexperten aus den Reihen der Aussteller diskutierten in Talkrunden und Interviews mit Vertretern verschiedener Anwenderbranchen wie Automotive, Aerospace, Bauindustrie, Maschinenbau, Medizin sowie dem Werkzeugund Formenbau.

So berichteten z.B. Dayle Alexander und Oluseun Taiwo (Virgin Orbit), Dr. Eliana Fu (Relativity Space), Melissa Orme (Boeing) und Hauke Schultz (Airbus) von additiv gefertigten Bauteilen im Flugzeugbau bis hin zur komplett 3D-gedruckten Rakete.

Applikationen der Automobilbranche kamen in Beiträgen von Martin Bock (Audi), Dr. Martin Goede (Volkswagen), Dr. Martin Hillebrecht (EDAG), Carsten Merklein (Schaeffler) und Markus Schnell (Continental) zur Sprache. Dabei spielt AM nicht mehr nur im Prototyping eine Rolle. Stattdessen stellt sie sich bereits in realer Fertigungsumgebung den Herausforderungen hinsichtlich Kosteneffizienz, Geschwindigkeit und erforderlichen Stückzahlen.
Des weiteren zählten Satoshi Abe (Panasonic), Franz Bosbach (KSB), Stephen Fitzpatrick (National Manufacturing Institute Scotland), Sherry Handel (AMGTA), Güngör Kara (Ottobock), Dr. Cora Lüders-Theuerkauf (Medical goes Additive), Gerret Lukas (RWTH Aachen), Prof. Dr. Jens Telgkamp (HAW), Douglas Woods (AMT) und viele mehr zu den Vortragenden.

Die Teilnehmer erhielten außerdem Informationen zu wichtigen und neuen Märkten wie dem Partnerland China, Israel, Japan, Russland und den USA aus erster Hand.

Einen Einblick in die Zukunft des 3D- und 4D-Drucks und in künftige Geschäftsmöglichkeiten gaben die purmundus challenge sowie die Sieger der Start-up Challenge. Die Discover3Dprinting-Seminare, die in Kooperation mit ACAM (Aachen Center for Additive Manufacturing) präsentiert wurden, vermittelten während der gesamten Event-Tage Tipps und Know-how für Einsteiger in den industriellen 3D-Druck. Der ideelle Träger der Formnext, die AG AM im VDMA e.V., führte ebenfalls während der drei Veranstaltungstage eine Vortragsreihe zum Thema „Von der Manufaktur zur Serienproduktion“ durch. Der U.S. Commercial Service moderierte bereits zum zweiten Mal das AM Standards Forum und das BE-AM Symposium, in Kooperation mit der TU Darmstadt, fokussierte AM in der Architektur und Bauindustrie.

Für Sascha F. Wenzler hat sich das digitale Format der Formnext Connect erfolgreich bewährt. „Vor dem Hintergrund der weltweiten Corona-Einschränkungen haben wir mit der Formnext Connect eine digitale Plattform geschaffen, die uns auch bei künftigen Messen unterstützen wird.“ Allerdings ist der persönliche Austausch von Mensch-zu-Mensch für Wenzler nicht zu ersetzen. „Deshalb freuen wir uns auf die künftigen Ausgaben der Formnext, die hoffentlich wieder als Präsenzmesse stattfinden und die aus den Vorjahren bekannte pulsierende Formnext-Stimmung zurück auf das Frankfurter Messeparkett bringen.“ Auf Basis der Erfahrungen der Formnext Connect soll künftig der digitale Anteil weiterentwickelt werden

Nach dem Ende des Live-Programms ist die Plattform noch bis zum 31.12.2020 erreichbar und bietet weiterhin Möglichkeiten zum Austausch via Text-Chat und zahlreiche Inhalte On-Demand.

Die Formnext 2021 findet vom 16. bis 19. November 2021 in Frankfurt am Main statt. Weitere Informationen finden Sie unter: www.formnext.de