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Wirtschaftsvereinigung Stahl über die Netzentgelte: Stahlindustrie braucht dauerhafte Lösung statt Flickwerk

Die Bundesregierung plante am 03.09. in ihrer Kabinettssitzung einen Gesetzentwurf für einen Zuschuss zu den Übertragungs­netz­kosten zu beschließen, mit dem die Netzentgelte im Jahr 2026 gesenkt werden sollen.

von | 16.09.25

(Quelle: Adobe Stock)
(Quelle: Adobe Stock)

Für die Stahlindustrie in Deutschland ist das eine wichtige Entlastung, denn nach dem Wegfall des staatlichen Zuschusses seit 2023 sind die Übertragungsnetzentgelte für die Branche um 130 Prozent gestiegen – was die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen massiv belastet. Negativ dabei: Diese Entlastung gilt zunächst nur für das kommende Jahr und kann zudem unterjährig angepasst werden. Die dringend benötigte Planungssicherheit für stromintensive Unternehmen fehlt damit nach wie vor!

„Wir brauchen eine verlässliche und langfristige Senkung der Netzentgelte. Hier muss dringend nachgesteuert werden“, betont deshalb Kerstin Maria Rippel, Haupt­geschäfts­führerin der Wirtschafts­vereinigung Stahl. „Jährliche Einzelentscheidungen bedeuten auch jährliche Unsicherheiten, ob es eine weitere Verlängerung gibt und wie diese ausfällt. Das ist Gift für Wettbewerbsfähigkeit und Investitionen in einer Zeit, in der die Branche mit dem Rücken zur Wand steht und zugleich Milliarden in den Umbau zur Klimaneutralität investiert.“

Die für 2026 angekündigte Senkung der Netzentgelte verschafft energie­intensiven Unternehmen zwar etwas Luft. Doch schon jetzt ist klar: Die Netzausbaukosten werden weiter steigen. „Ohne einen verlässlichen Mechanismus drohen die Stromkosten in den Folgejahren massiv zu steigen – ein eklatanter, sich verstetigender Standortnachteil, der die industrielle Basis Deutschlands weiterhin massiv gefährdet“, warnt Rippel.

„Schon heute bedeutet jeder Monat ohne Zuschuss für die Stahlindustrie über 20 Millionen Euro zusätzliche Kosten“, erläutert die Stahlverbandschefin. Deshalb setzt sich die Wirtschafts­vereinigung Stahl dafür ein, die Entlastung schon in diesem Jahr wirken zu lassen. „Im Koalitions­vertrag ist eine sofortige Reduzierung der Netzentgelte angekündigt – im Klima- und Transformationsfonds sind entsprechende Mittel verfügbar. Für uns ist deshalb schlicht nicht nachvollziehbar, warum keine Ad-hoc-Maßnahme zur Entlastung noch in diesem Jahr 2025 vorgesehen ist“, kritisiert Rippel. „Die Bundesregierung muss jetzt die Weichen für eine strukturelle und dauerhafte Reduzierung der Netzentgelte stellen. Alles andere setzt unseren Industriestandort aufs Spiel und gefährdet den Umbau zur Klimaneutralität.“

(Quelle: Wirtschaftsvereinigung Stahl)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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