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CO2-reduzierter Stahl für die Produktion von bluemint® powercore® von thyssenkrupp Electrical Steel: Wichtiger Baustein für die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft, ©thyssenkrupp Steel Europe
©thyssenkrupp Steel Europe
thyssenkrupp Electrical Steel beliefert Siemens Energy mit bluemint® powercore®

thyssenkrupp Electrical Steel für grünere Offshore-Windkraft

Kategorie:
Thema:
Autor: B S

Datum: 01. Mrz. 2024

Februar 2024 | Siemens Energy hat thyssenkrupp Electrical Steel beauftragt, rund 700 Transformatoren für Offshore-Windkraftanlagen von Siemens Gamesa mit dem CO2-reduzierten Elektroband bluemint® powercore® auszustatten.

Für thyssenkrupp Electrical Steel ist es ein Rekordauftrag. Er stellt einen wesentlichen Schritt in der Bemühung der Unternehmen dar, die Dekarbonisierung der Elektrizitätswirtschaft voranzutreiben und gleichzeitig eine stabile und nachhaltige Lieferkette für die Energiewende zu etablieren. Das Projekt, das über drei Jahre bis Ende 2026 läuft, wird voraussichtlich mehr als 12.000 Tonnen CO2-Emissionen einsparen.

Gemeinsam für eine klimafreundliche Energiewende

Das Projekt ist ein Meilenstein der Zusammenarbeit von thyssenkrupp Electrical Steel und Siemens Energy, um zukünftig die Energiewende mit klimafreundlichen Produkten in Europa voranzutreiben. thyssenkrupp Electrical Steel hat sich als wichtiger Technologiepartner für CO2-reduziertes kornorientiertes Elektroband etabliert – das Unternehmen liefert bereits heute auf Basis alternativer Einsatzstoffe im Herstellungsprozess ein bis zu 50 Prozent CO2-reduziertes Stahlprodukt.

„Für uns war es der nächste logische Schritt, mit Siemens Energy auch bei der Dekarbonisierung eng zusammenzuarbeiten. Denn der CO2-Fußabdruck von Siemens Energy ist untrennbar mit thyssenkrupp Electrical Steel als Werkstofflieferant verknüpft. Das aktuelle Projekt ist ein Meilenstein unserer strategischen Partnerschaft und kann als Modell für den Aufbau grüner Märkte dienen“, sagt Georgios Giovanakis, CEO von thyssenkrupp Electrical Steel.

Tilo Else, Vice President Procurement Grid Technologies von Siemens Energy, betont:

„Dass wir das Hightech-Elektroband powercore® ab jetzt auch in gleicher Qualität in einer CO2-reduzierten Variante einsetzen, ist ein wichtiger Schritt für die Dekarbonisierung unserer gesamten Prozesskette. Die Partnerschaft mit thyssenkrupp Electrical Steel wird uns und damit auch unsere Kunden bei der Reduzierung der Scope 3-Emissionen entscheidend voranbringen.“

Forderung nach grünen Leitmärkten

Das Projekt ist für den Klimaschutz in Europa ein doppelter Gewinn: In Zukunft wird noch mehr Ökostrom in Offshore-Windkraftanlagen erzeugt, während gleichzeitig der CO2-Fußabdruck bei der Herstellung von Transformatoren in den Windkraftanlagen durch den Einsatz  reduziert wird.

Um die Energiewende und die Dekarbonisierung der Industrie in Europa zum Erfolg zu führen, fordern beide Unternehmen jedoch dringend die Etablierung grüner Leitmärkte für klimafreundliche Grundstoffe. Welche CO2-Reduktionen in einem Produkt stecken, müsse für jeden sofort erkennbar sein. Einheitliche Regeln für CO2-reduzierten Stahl auf der Basis einschlägiger Normen und Standards seien die Voraussetzung dafür, dass die Transformation der Industrie hin zur Klimaneutralität gelingt.

thyssenkrupp Steel baut am Standort Duisburg eine Direktreduktionsanlage, die ab 2027 durch den Einsatz von Wasserstoff und erneuerbarem Strom auch weltweit CO2-Emissionen einsparen wird.

CO2-reduzierte Transformatoren für die Energiewende

bluemint® powercore® wird am thyssenkrupp Steel Standort Duisburg hergestellt. Hierbei wird ein speziell aufbereitetes Schrottrecyclingprodukt im Hochofen eingesetzt, was zu einer signifikanten Reduktion der CO2-Emissionen führt. Im Rahmen eines Massenbilanzansatzes wird nur die schrottbasierte Produktionsroute im Hochofen betrachtet.

Der TÜV Süd hat diesen Ansatz nach dem VERIsteel-Verfahren bestätigt und bluemint Steel als Produkt mit reduzierter CO2-Intensität zertifiziert.

Das Elektroband bluemint® powercore® ermöglicht es Transformatoren, mit einem hohen Wirkungsgrad zu arbeiten und elektrische Energie mit möglichst geringen Verlusten umzuwandeln. Siemens Energy wird die 700 Transformatoren aus bluemint® powercore® in seinem Werk in Weiz, Österreich, herstellen. Sie werden später in den Offshore-Windkraftwerken von Siemens Gamesa in Deutschland, Großbritannien und Frankreich zum Einsatz kommen.

Das erste Projekt, das mit diesen CO2-reduzierten Transformatoren ausgestattet wird, ist der Offshore-Windpark Moray West von Ocean Winds in Großbritannien. Ocean Winds entwickelt, finanziert, baut und betreibt Offshore-Windparks auf der ganzen Welt. Mit diesem Projekt reduziert Ocean Winds nicht nur die Treibhausgasemissionen bei der Stromerzeugung, sondern auch die CO2-Emissionen der Anlagen selbst.

 

(Quelle: thyssenkrupp/2024)