Nach dem „Stahldialog“ im Bundeskanzleramt am 6. November 2025 hat sich die IG Metall zufrieden mit den Ergebnissen des Spitzentreffens gezeigt.
„Wir haben heute ein gemeinsames Verständnis erreicht und konkrete Verabredungen getroffen“, sagte Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender der IG Metall.
Zwar seien die Probleme der Branche damit nicht gelöst, „aber wir sind einen guten Schritt weiter“.
Von dem Gipfel gehe, so Kerner, „die klare Botschaft aus: Wir wollen und brauchen eine starke Stahlindustrie in Deutschland und Europa mit guten und sicheren Arbeitsplätzen.“ Bundeskanzler Friedrich Merz habe sich „klar für den Erhalt der Arbeitsplätze in der Stahlindustrie ausgesprochen“. Die Politik werde nun „in die Offensive gehen“, um die Branche zu unterstützen.
Ein zentrales Ergebnis sei, dass die Bundesregierung in Brüssel auf einen „robusten Handelsschutz für die deutsche und europäische Stahlindustrie“ drängen und sich „für Schutzzölle einsetzen“ werde. Einigkeit bestehe außerdem über die Notwendigkeit wettbewerbsfähiger Energiepreise.
„Der Industriestrompreis kommt zum 1. Januar 2026“, betonte Kerner.
Zudem wolle die Bundesregierung erreichen, „dass der Industriestrompreis auch mit der Strompreiskompensation kombiniert werden kann – das ist ein wichtiges Signal.“
Beim Thema Local Content habe es ein klares Bekenntnis gegeben, dass die europäische Stahlindustrie bei öffentlichen Ausschreibungen und privaten Aufträgen bevorzugt berücksichtigt werde.
„Damit wird European Local Content möglich“, erklärte Kerner.
Nun müsse es darum gehen, die Vereinbarungen zügig umzusetzen.
„Die Zeit drängt“, warnte der IG-Metall-Vize. Gleichzeitig forderte er die Unternehmen auf, ihren Beitrag zu leisten: „Wenn die Unternehmen nun neuen Spielraum und Förderung erhalten, dann müssen sie auch Verantwortung für den Standort und die Arbeitsplätze hier übernehmen. Wir erwarten Investitionen in die heimischen Standorte. Werkschließungen müssen vom Tisch sein.“









