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SALZGITTER-Konzern erhält LESS-Klassifizierungen für Stahlproduktion

Die Stahlindustrie bietet Kunden und politischen Entscheidungsträgern ein durchgängiges Klassifizierungssystem bis hin zu nahezu emissionsfrei produziertem Stahl.

von | 26.09.25

(Bildquelle: Salzgitter AG)

Beim sogenannten „Low Emission Steel Standard (LESS)” handelt es sich um ein sechsstufiges, vergleichendes Klassifizierungssystem. Es stuft Stahlherstellungsprozesse in Abhängigkeit vom Schrottanteil und den CO₂-Emissionen transparent in sechs Klassen ein. Den jeweiligen Endprodukten wird außerdem ein CO₂-Fußabdruck zugeordnet, der nach verschiedenen Standards ermittelt sein kann.

Nun wurden die ersten Verifizierungen durch den LESS AISBL (Association Internationale Sans But Lucratif, ein gemeinnütziger Verein nach belgischem Recht) ausgestellt. Unter anderem wurden die Produktionsrouten von vier Gesellschaften des Salzgitter-Konzerns klassifiziert: Salzgitter Flachstahl GmbH, Peiner Träger GmbH, Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH und Ilsenburger Grobblech GmbH.

Die LESS-Skala reicht von „E“ über „Low Emissions“ (von „D“ bis „A“) bis zur anspruchsvollen Kategorie „Near Zero“ für nahezu emissionsfrei produzierten Stahl. LESS ermöglicht es, den Transformationsfortschritt der klassifizierten Produktionsroute messbar darzustellen.

CO₂-reduzierte Produkte des Salzgitter-Konzerns werden unter der Marke SALCOS® vertrieben. Ein wesentlicher Teil des Produktversprechens lautet, dass SALCOS®-Produkte mindestens der Klassifizierung C nach LESS entsprechen. Dieses Versprechen wurde durch die nun vorliegenden Klassifizierungen extern bestätigt. Dabei haben einige SALCOS®-Produkte die Mindestanforderungen deutlich übererfüllt und wurden mit den Klassifizierungen A und B bewertet.

Der in Deutschland branchenweit sowie von der Politik akzeptierte Standard wurde im Frühjahr 2024 vorgestellt. Er wird von LESS AISBL, einem in Brüssel ansässigen gemeinnützigen Verein, verwaltet.

Marcus Lippe, Leiter Technische Kundenberatung bei der Peiner Träger GmbH:

„Wir freuen uns, unseren Kunden jetzt nach LESS klassifizierte SALCOS® Structural Steel-Produkte liefern zu können und sind besonders stolz darauf, sogar Produkte mit der Klassifizierung „A“ im Angebot zu haben.“

Die bereits heute erhältlichen SALCOS®-Produkte basieren auf schrottbasiertem Rohstahl aus der Peiner Produktion. Ab dem ersten Halbjahr 2027 wird am Standort Salzgitter auch CO2-reduzierter Rohstahl für SALCOS®-Produkte hergestellt werden. Hierzu wird das Direktreduktionsverfahren zur Verarbeitung von Erzen mittels wasserstoffhaltiger Gase in Kombination mit einem Elektrolichtbogenofen eingesetzt.

„Der Salzgitter-Konzern unterstreicht mit den erhaltenen, sehr guten Klassifizierungen unserer SALCOS® Produkte seine Pionierrolle in der industriellen Transformation. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Mit den nun vorliegenden Zertifizierungen sind seitens der Stahlindustrie die Voraussetzungen für die Einführung grüner Leitmärkte geschaffen. Diese sollen helfen, CO2-reduzierte Grundstoffe schnell und flächendeckend in die verschiedenen Wertschöpfungsketten zu bringen. Mit der gleichen Zielstrebigkeit müssen nun auch die politischen Weichen für diese Leitmärkte gestellt werden, um die Transformation der Industrie zum Erfolg zu führen“

unterstreicht Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG.

(Quelle: Salzgitter AG)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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