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Saarstahl treibt Digitalisierung in der Stahlproduktion voran

Die Saarstahl AG ist Teil des im November 2024 gestarteten EU-geförderten Projekts "DiGreeS"*.

von | 10.03.25

Grüne Stahlwalzen in einem Stahlwerk © Adobe Stock / MP Studio (Bildquelle: www.digrees-horizon.eu/)

Ziel des Projekts ist es, den Übergang zu einer umweltfreundlichen und kohlenstoffarmen Stahlproduktion in Europa zu fördern und neue innovative Methoden der Stahlerzeugung zu implementieren. Dafür wird gemeinsam mit insgesamt elf europäischen Partnern aus Forschung und Industrie, unter der Leitung des Fraunhofer IZFP, eine nutzerfreundliche digitale Plattform für eine vernetzte und optimierte Stahlproduktion entwickelt.

Im Rahmen des Forschungsprojekts werden innovative Technologien wie digitale Zwillinge, KI-basierte Modelle und hochentwickelte Sensortechnologien genutzt, um die gesamte Wertschöpfungskette von der Rohstoffverarbeitung über die Produktion bis hin zur Veredelung und dem Recycling von Stahl der Stahlproduktion zu optimieren. Damit soll die Stahlproduktion mittelfristig nicht nur energieeffizienter werden, sondern auch CO2-Emissionen in der Europäischen Stahlindustrie um bis zu 6 Millionen Tonnen pro Jahr reduziert und jährlich
bis zu 800 Millionen Euro an Kosten eingespart werden. DiGreeS wird von der Europäischen Union mit rund 5 Millionen Euro gefördert und hat eine Laufzeit von 3,5 Jahren. Im Zuge des Projektes arbeitet die Saarstahl AG in enger Abstimmung mit ihrer französischen Tochter, Saarstahl Ascoval, an der Digitalisierung und Optimierung der Rohstahlproduktion im Elektrolichtbogenofen (EAF), so dass die Erkenntnisse auch für die zukünftig im Rahmen von Power4Steel errichteten Anlagen genutzt werden können. Dabei wird ein innovatives System entwickelt, das die Effizienz des Elektrostahlofens durch den Einsatz von Echtzeitmessungen und dynamischen digitalen Modellen optimiert.

„Wir wollen mithilfe moderner Sensoren und digitaler Modelle die Energieeffizienz im gesamten Produktionsprozess steigern und den Einsatz von Rohstoffen und Energie deutlich reduzieren. Dabei ist die Expertise unserer Kolleginnen und Kollegen von Saarstahl Ascoval, die bereits erfolgreich einen 90-Tonnen-EAF betreiben, besonders wertvoll.“,

so Dr. Barbara Ebel-Wolf, Leitung der Abteilung Forschung & Entwicklung bei Saarstahl.

„Mit DiGreeS möchten wir nicht nur die Effizienz unserer Produktion steigern, sondern auch unseren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Stahlindustrie leisten“,

so Jonathan Weber, Vorstand Transformation der Saarstahl AG.

„Die Unterstützung der Europäischen Union unterstreicht die Bedeutung dieses Projekts und ermöglicht es uns, durch die intelligente Nutzung von Daten und KI-Technologien Prozesse zu optimieren und einen signifikanten Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen zu leisten.“

*Demonstration of digital twins for a green steel value chain

(Quelle: Saarstahl)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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