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Outokumpu und MT Aerospace treiben die additive Fertigung für Luft- und Raumfahrtanwendungen voran

Outokumpu, Anbieter nachhaltiger Edelstähle, erzielte in Zusammenarbeit mit MT Aerospace einen bedeutenden Fortschritt in der additiven Metallpulver-Fertigung.

von | 01.04.26

Wärmetauscher-Prototyp für Luft- und Raumfahrtanwendungen. Die Metallpulver-Sorten von Outokumpu unterstützen präzisen 3D-Druck für komplexe Geometrien (Quelle: Outokumpu)
Wärmetauscher-Prototyp für Luft- und Raumfahrtanwendungen. Die Metallpulver-Sorten von Outokumpu unterstützen präzisen 3D-Druck für komplexe Geometrien (Quelle: Outokumpu)

Als Ergebnis der Partnerschaft wurde ein modifiziertes 316L-Edelstahlpulver entwickelt, das speziell für Anwendungen in der Luft- und Raumfahrt ausgelegt ist. Mit diesem Projekt zeigen Outokumpu und MT Aerospace, wie aus Co-Creation Innovation entsteht und neue Performance-Niveaus in der Metallpulvertechnologie erreicht werden können.

Die Zusammenarbeit wurde aufgenommen, nachdem MT Aerospace bei kommerziell verfügbaren 316L-Pulvern an Grenzen gestoßen war, die angestrebten mechanischen Eigenschaften zu erreichen. Outokumpu reagierte lösungsorientiert und initiierte umgehend eine funktionsübergreifende Initiative zwischen seinem Metal Powder Team und den F&E-Abteilungen. Das Produktentwicklungsprojekt „Modified 316L powder for aerospace [1157]“ wurde im Metallpulver Research Center von Outokumpu in Krefeld durchgeführt. Im Mittelpunkt standen präzise chemische Anpassungen innerhalb des ASTM-F3184-Standards* sowie eine Optimierung der Prozessparameter bei der Pulverherstellung.

Das Ergebnis ist eine veränderte Variante des 316L-Pulvers, mit der MT Aerospace die gewünschten mechanischen Eigenschaften in Bauteilen mit dem Verfahren des Pulverbett-Laserstrahlschmelzens erreichen kann und die Präzisions- und Leistungsanforderungen der Luft- und Raumfahrt erfüllt.

Um die Einsatzreife ihres gemeinsam entwickelten Metallpulverkonzepts zu demonstrieren, lieferte Outokumpu das Metallpulver an MT Aerospace für ein besonders komplexes Bauteil: einen 3D-gedruckten Wärmetauscher für die Luftfahrtindustrie.

„Die Zusammenarbeit mit Outokumpu verhalf uns dazu, die Innovationszyklen von der Pulverauswahl bis zum fertiggedruckten Bauteil deutlich zu verkürzen“, sagte Robert Bonné, AM Sales Manager bei MT Aerospace.

 

„3D-Druck mit Metallpulver unterstützt die Zuverlässigkeit komplexer Geometrien. Die profunde metallurgische Werkstoffexpertise von Outokumpu in Kombination mit unserem Know-how in additiver Fertigung und Luftfahrttechnik hat zu praxisnahen Lösungen geführt, die maßgeschneiderte Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit für präzisionsgefertigte Komponenten der nächsten Generation in der Luft- und Raumfahrt stärken.“

 

„Unsere Zusammenarbeit mit MT Aerospace verkörpert auf ergebnisorientierte Weise den Outokumpu-Ansatz, Ökosystempartner zusammenzubringen, um ambitioniertes Innovationsmanagement, vertikale Kooperationen und konsequente Kundenorientierung zu neuen Lösungen zu führen“, sagte Marten Franz, Head of Metal Powders bei Outokumpu. „Indem wir die technischen  Herausforderungen unserer Kunden sorgfältig analysieren und unsere metallurgische Expertise einbringen, konnten wir gemeinsam Edelstahlpulverlösungen entwickeln, die messbare Leistungsverbesserungen zeigen und zugleich den Aspekt der Nachhaltigkeit in die additive Fertigung einbringen.“

Die Partnerschaft hat sich inzwischen über die Entwicklung des 316L-Pulvers hinaus erweitert. Outokumpu hat inzwischen gemeinsam mit MT Aerospace die Druckeigenschaften und Leistungsfähigkeit des Edelstahlpulvers Therma-253-MA validiert – eine ressourceneffiziente,  kostengünstige Edelstahllegierung, die Outokumpu als Alternative zu nickelbasierten Werkstoffen für Hochtemperaturanwendungen entwickelt hat. Als Machbarkeitsnachweis wurde der Prototyp eines Wärmetauscher-Konzepts aus Therma-253-MA-Pulver gefertigt. Das Ergebnis veranschaulicht das große Potenzial der Legierung bei Leichtbau, Robustheit und Temperaturbeständigkeit – Attribute, die erforderlich sind, um die strengen Spezifikationen für Luft- und Raumfahrtkomponenten zu erfüllen.

Das leistungsstarke Metallpulverportfolio von Outokumpu – darunter das stickstoffverdüste Supra-316L-Pulver und das Therma-253-MA-Pulver – bietet ressourceneffiziente und kostengünstige Lösungen, die für die nächste Generation der additiven Fertigung optimiert sind. Supra-316L-Pulver erreicht gegenüber argonverdüsten Qualitäten eine höhere Festigkeit bei gleichzeitig erhaltener Duktilität, während Therma-253-MA-Pulver eine nachhaltige Alternative zu Ni-basierten Legierungen in anspruchsvollen thermischen Umgebungen darstellt. Durch den Einsatz von Recycling-Schrotten als Primärrohstoff unterstützt Outokumpu seine Kunden dabei, ihre Ziele in den Bereichen Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft zu erreichen.

Aufbauend auf den Erfolgen der modifizierten 316L- und Therma253MA-Metallpulver, wird Outokumpu sein Pulverportfolio um nickelbasierte Legierungen wie Alloy 718 erweitern – auf bewährte Weise in der Entwicklungsphase gemeinsam mit MT Aerospace.

Outokumpu und MT Aerospace auf dem radip.tech 3D Kongress

Outokumpu und MT Aerospace sind auf dem radip.tech 3D Kongress vom 5. bis 7. Mai 2026 in Erfurt. Robert Bonné (MT Aerospace) und Andoni Sanchez-Valverde (Outokumpu) werden dort gemeinsam ihre Co-Engineering-Ergebnisse vorstellen und in einem Vortrag unter dem Titel „The significance of developing powders for Additive Manufacturing (AM) market, illustrated with several real world examples“ die Bedeutung der Pulverentwicklung für den AM-Markt anhand mehrerer Praxisbeispiele erläutern.

(Quelle: Outokumpu)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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