Die Liefermengen legten im zweiten Quartal leicht auf 483.000 Tonnen zu, der Free Cash Flow betrug 21 Mio. EUR. Auch im ersten Halbjahr insgesamt zeigen die Zahlen einen positiven Trend: Die Auslieferungen stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 912.000 auf 953.000 Tonnen, das bereinigte EBITDA erhöhte sich von 94 Mio. EUR auf 124 Mio. EUR.
Strategisch richtet sich der Konzern mit der neuen, im Juni vorgestellten „EVOLVE“-Strategie für die Jahre 2026 bis 2030 klar auf Wachstum und Wertsteigerung aus. Zentrale Maßnahme im Bereich der grundlegenden Geschäftsfelder ist eine Investition von rund 200 Mio. EUR in eine moderne Beiz- und Glühlinie am Standort Tornio in Finnland, die zwei ältere Linien im deutschen Krefeld ersetzen soll. Outokumpu erwartet daraus einen dauerhaften EBITDA-Zuwachs von rund 70 Mio. EUR jährlich.
Daneben werden transformative Projekte vorangetrieben, etwa eine Machbarkeitsstudie zum Ausbau des Schmelzwerks im schwedischen Avesta für hochnickelhaltige Legierungen sowie die Entwicklung einer Plattform für CO₂-arme Premiumprodukte unter Einbindung der eigenen Chrommine in Kemi. Operativ konnten zudem weitere Effizienzsteigerungen erzielt werden: Die EBITDA-Run-Rate erhöhte sich im zweiten Quartal um 15 Mio. EUR und liegt seit Beginn der zweiten Effizienzphase bei kumuliert 328 Mio. EUR – das Jahresziel von 350 Mio. EUR rückt damit in greifbare Nähe.
In den Regionen trugen gezielte Maßnahmen zu den Fortschritten bei. In Amerika führten ein verbesserter Marktzugang und optimierte Produktionsausbeute zu sieben Prozent höheren Liefermengen gegenüber dem Vorquartal. In Europa standen Initiativen zur besseren Nutzung von Edelstahlschrott im Fokus.
Mit dem starken zweiten Quartal, dem Schuldenabbau und der klaren strategischen Ausrichtung positioniert sich Outokumpu für weiteres profitables Wachstum – trotz der Belastungen durch Restrukturierungen und Sondereffekte im ersten Halbjahr.









