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GMH Gruppe eröffnet europaweit einzigartiges Walzwerk mit zwei Kocks-Blöcken

Mehr Flexibilität, höhere Präzision, schnellere Lieferung: GMH Gruppe setzt mit neuem Walzwerk in Georgsmarienhütte neue Maßstäbe für Kundenleistung

von | 25.11.25

Einweihung der neuen Kocks-Block Anlage im Werk Georgsmarienhütte (Quelle: Vulkan Verlag / Pia Böhme)
Einweihung der neuen Kocks-Block Anlage im Werk Georgsmarienhütte (Quelle: Vulkan Verlag / Pia Böhme)

Die GMH Gruppe, einer der führenden europäischen Anbieter von Stabstahl, Walzstahl und Rohstahl, hat an ihrem Standort in Georgsmarienhütte offiziell ein neues, hochmodernes Walzwerk eingeweiht. Die in Europa einzigartige Investition in ein flexibles System eröffnet den Kunden neue Möglichkeiten in Bezug auf Vielfalt, Qualität und Lieferleistung.

Der 26 Millionen Euro teure Ausbau ist ein weiterer Meilenstein in der Modernisierungsstrategie der GMH Gruppe und ermöglicht es dem Unternehmen, maßgeschneiderte Stahllösungen für die anspruchsvollsten Branchen anzubieten – von der Automobilindustrie und E-Mobilität bis hin zu Energie, Bauwesen und Maschinenbau.

„Unser neues Walzwerk bietet den Kunden genau das, was sie brauchen: Flexibilität, Präzision und Zuverlässigkeit“, sagt Marc-Oliver Arnold, Plant Director der Georgsmarienhütte GmbH. „Wir können jetzt schneller auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren, eine größere Bandbreite an Größen und Güten produzieren und bei minimalen Ausfallzeiten eine gleichbleibend hohe Qualität gewährleisten.“

Technologische Innovation mit Strahlkraft für Europa

Das Herzstück des neuen Walzwerks bilden zwei leistungsstarke Drei-Scheiben-Walzgerüste – RSB 370++ und RSB 445++ –, die kombiniert oder unabhängig voneinander betrieben werden können. Diese Konfiguration bietet den Kunden der GMH Gruppe Zugang zu einem der flexibelsten Produktionssysteme in Europa.

Während der RSB 370++ bereits seit 2001 in Betrieb ist und 2012 für eine Anstellung unter Last modernisiert wurde, wurde der RSB 445++ komplett neu gebaut, einschließlich der dafür erforderlichen und umfangreichen Infrastruktur. Das maßgeschneiderte System wurde gemeinsam mit dem Hersteller, der Friedrich Kocks GmbH & Co KG, entwickelt und ermöglicht durch seine hohe Umformleistung deutlich schnellere Produktionszyklen.

Die entscheidende Innovation: Beide Kocks-Blöcke lassen sich flexibel kombinieren – eine technische Innovation, die die Herstellung von Spezialstählen mit Durchmessern von unter 35 mm bis über 100 mm ermöglicht und einen großen Größenbereich von 20 bis 130 mm (perspektivisch bis zu 142 mm) abdeckt. Darüber hinaus kann der neue RSB 445++ zwischen den beiden Walzlinien bewegt werden – eine technische Meisterleistung, wiegt der Block allein schon bereits 185 Tonnen. Und trotzdem dauert der Positionswechsel nur wenige Minuten.

Eine strategische Investition in die Kundenpartnerschaft

Mit dieser Investition bekräftigt die GMH Gruppe ihr langfristiges Engagement, ein zuverlässiger, innovativer und nachhaltiger Partner für ihre Kunden zu sein. Zusammen mit der Installation von zwei elektrischen Einzelstabvergütungsanlagen (EVA) und dem Walzwerk von Buderus Edelstahl stärkt die Gruppe ihre Position als europäischer Marktführer für hochwertige Spezialstähle.

„Bei diesem Projekt geht es nicht nur um Technologie, sondern um unsere Kunden“, sagt Dr. Alexander Becker, CEO der GMH Gruppe. „Durch die Steigerung der Flexibilität, Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz helfen wir unseren Partnern, in sich schnell verändernden Märkten, insbesondere in der Elektromobilität und anderen zukunftsweisenden Branchen, wettbewerbsfähig und nachhaltig zu bleiben.“

Deutschland als künftiger Industriestandort

„Die vergangenen vier Jahre haben energieintensive Unternehmen in Deutschland vor erhebliche Herausforderungen gestellt”, erklärt Dr. Becker.  „Viele Betriebe sehen sich gezwungen, verfügbare Mittel vorrangig für gestiegene Energie- und Stromkosten aufzuwenden, statt in die Zukunftssicherung ihrer Standorte zu investieren. Die GMH Gruppe hat dennoch konsequent am Standort Deutschland festgehalten und auch in dieser schwierigen Phase weiter investiert. Sollte die Politik nun durch gezielte Maßnahmen – etwa Importzölle und Industriestrompreis – verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, sind wir bereit, den nächsten Schritt zu gehen und weiterhin substantielle Investitionen an unserem Standort vorzunehmen.”

(Quelle: GMH Gruppe)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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