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Deutscher Umweltpreis der DBU geht 2025 an Dr. Birgitt Bendiek und Lars Baumgürtel

Einer der höchstdotierten Umweltpreise Europas geht 2025 nach Gelsenkirchen.

von | 15.09.25

Dr. Birgitt Bendiek (links) und Lars Baumgürtel (rechts) erhalten den Deutschen Umweltpreis 2025. (Bildquelle: ZINQ)
Frau Dr. Birgitt Bendiek, Lars Baumgürtel Geschäftsführer (Quelle: ZINQ)

Lars Baumgürtel und Dr. Birgitt Bendiek erhalten für ihr zirkuläres Geschäftsmodell „Planet ZINQ” den Deutschen Umweltpreis 2025. Dieser Preis wird seit mehr als 30 Jahren von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vergeben wird und zeichnet Leistungen aus, die zum Schutz der Umwelt beitragen oder künftig zu einer deutlichen Entlastung führen. Der Preis ist mit insgesamt 500.000 Euro dotiert. Das ZINQ-Geschäftsführungsduo teilt sich den Preis mit der Schweizer Klimaforscherin Prof. Dr. Sonia Seneviratne.

„Mit Planet ZINQ stellen wir unsere Produktion und Produkte konsequent auf eine zirkuläre Wirtschaftsweise um, um klimaneutral zu werden und zukunftsfähig zu bleiben“,

sagt Dr. Birgitt Bendiek, Geschäftsführerin von ZINQ Deutschland. Gleichzeitig dient Planet ZINQ als Blaupause für die mittelständische Industrie.

„Planet ZINQ zeigt, dass sich energie- und ressourcenintensive Unternehmen erfolgreich auf eine zirkuläre Wirtschaftsweise umstellen können. Der Ansatz basiert auf etablierten Standards und ermöglicht eine Transformation auf mehreren Ebenen, ohne Organisation und Mitarbeitende zu überfordern“,

so ZINQ-CEO Lars Baumgürtel. Der Deutsche Umweltpreis wird wie in den Vorjahren von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht, in diesem Jahr am 26. Oktober 2025 in Chemnitz.

Um das Unternehmen zirkulär zu transformieren, werden alle energetischen und stofflichen Prozesse in acht Handlungsfeldern gezielt betrachtet, um sie effizienter und effektiver zu gestalten. Das Ziel ist die Triple-Zero-Klimaneutralität, also null CO₂-Emissionen, null Abfall und null Umweltverschmutzung. Mit Planet ZINQ haben Baumgürtel und Bendiek das im EU-Green Deal verankerte „Race to Triple Zero“ ins Leben gerufen und dabei den Fokus auf Produkte in zirkulärer Qualität gelegt.

Zu echter Klimaneutralität mit Produkten in zirkulärer Qualität

„Der ökologische Fußabdruck eines Unternehmens zeigt sich in seinen Produkten. Eine E-Flotte und PV-Module sind schön, bringen aber wenig, wenn die Produkte nicht rohstoffschonend, rohstoffsichernd und materialgesund sind. Echte Klimaneutralität erreicht unsere Wirtschaft nur, wenn wir Produkte in Triple-Zero-Qualität herstellen. Das Produkt lügt nicht“,

betont Baumgürtel. Planet ZINQ setzt daher auf zirkuläres Produktdesign auf Basis von R-Strategien mit zwei zentralen Elementen. Erstens Zirkularität: Sie beginnt beim zirkulären Produktdesign (design the loop), umfasst die Verlängerung der Nutzungsdauer (slow the loop) und das Schließen von Kreisläufen durch die Wiederverwertung eingesetzter Materialien in zirkulärer Qualität (close the loop). Zweitens Materialität: Dazu gehören materialgesunde Oberflächen ohne Schadstoffe oder Mikroplastik sowie Designprinzipien, die den Wert der eingesetzten Rohstoffe erhalten oder sogar steigern (Net Residual Circular Value).

„Ziel ist es, wertvolle Produkte mit hohem funktionalem und ökologischem Nutzen zu schaffen – Produkte, die einen hohen Restwert besitzen und so zur Ressourcensicherung beitragen,“

erklärt Dr. Bendiek. Die Stückverzinkungsoberflächen von ZINQ sind nach Cradle to Cradle (C2C) zertifiziert und nachweislich materialgesund und damit designt für Zirkularität.

(Quelle: ZINQ)

 

 

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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