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Der Stahl-Aktionsplan auf den Punkt gebracht

Die Europäische Kommission hat am 19. März 2025 den Aktionsplan für eine wettbewerbsfähige und dekarbonisierte Stahl- und Metallindustrie vorgestellt.

von | 17.04.25

(Quelle: Adobe Stock)
(Quelle: Adobe Stock)

Der Aktionsplan für die Stahl- und Metallindustrie ergänzt den Clean Industrial Deal und enthält konkrete Maßnahmen zur Stärkung der europäischen Stahlindustrie. Die sechs zentralen Punkte des Aktionsplans sind:

  1. Bezahlbare und sichere Energieversorgung

    • Förderung von Stromabnahmeverträgen (PPAs)

    • Nutzung reduzierter Netzentgelte und Energiesteuern

    • Beschleunigter Zugang zu Stromnetzen für energieintensive Industrien

    • Einsatz von erneuerbarem und kohlenstoffarmem Wasserstoff

  2. Verhinderung der Verlagerung von CO₂-Emissionen

    • Anpassung des CO₂-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM)

    • Ausweitung des CBAM auf nachgelagerte Produkte

    • Maßnahmen gegen „Greenwashing“ durch Importeure

  3. Ausbau und Schutz europäischer Industriekapazitäten

    • Verschärfung bestehender Schutzmaßnahmen gegen unlauteren Wettbewerb

    • Einführung einer neuen langfristigen Schutzmaßnahme nach Auslaufen der aktuellen Regelungen

  4. Förderung der Kreislaufwirtschaft

    • Anerkennung von Stahlschrott als strategischer Sekundärrohstoff

    • Maßnahmen zur Förderung von Recycling und Wiederverwendung

  5. Erhalt hochwertiger Industriearbeitsplätze

    • Förderung von Qualifikationen für den Übergang zu einer klimaneutralen Industrie

    • Überwachung der Auswirkungen auf Beschäftigung und Schutz der Arbeitnehmerrechte

  6. Risikominderung durch Leitmärkte und Investitionsunterstützung

    • Einführung von Nachhaltigkeitskriterien im öffentlichen Beschaffungswesen

    • Mobilisierung von Investitionen zur Unterstützung der Dekarbonisierung

Der Aktionsplan zielt darauf ab, die europäische Stahlindustrie wettbewerbsfähig und klimaneutral zu gestalten, indem er konkrete Maßnahmen in den Bereichen Energie, Handel, Kreislaufwirtschaft, Beschäftigung und Investitionen umsetzt.

(Quelle: Europäische Kommission)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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