Zugleich bleibt der Einstieg für viele mittelständische Unternehmen anspruchsvoll.
Ohne Kooperationen wird der Markteintritt für viele Mittelständler daher kaum gelingen. Rund einhundert Vertreterinnen und Vertreter aus Industrie, Wissenschaft und Politik diskutierten gestern in der Magdeburger Hyparschale über Technologietransfer, Zulieferpotenziale und neue Geschäftsmöglichkeiten für den industriellen Mittelstand.
Raumfahrt als Impulsgeber für Innovation
„Die Luft- und Raumfahrt ist längst kein Nischensektor mehr und entwickelt sich zu einem wichtigen Innovations- und Wirtschaftsfaktor für den Maschinenbau. Zum einen können Unternehmen Technologien aus der Raumfahrt in andere Branchen übertragen, etwa in die Medizintechnik oder die Energiebranche. Zum anderen können sie selbst als Zulieferer für die Raumfahrt tätig werden. Beides eröffnet neue Geschäftsmöglichkeiten“, sagt Oliver Köhn, Geschäftsführer des VDMA Ost.
Auch Alexander Jakschik, Vorstandsvorsitzender des VDMA Ost, betont das Potenzial: „Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau bringen viele der Kompetenzen mit, die in der Raumfahrt gefragt sind – etwa in der Präzisionsfertigung, Automatisierung oder Systemintegration. Genau darin liegen reale Marktchancen für den industriellen Mittelstand.“ In den Impulsvorträgen wurde aus politischer, wissenschaftlicher und unternehmerischer Perspektive eingeordnet, welche Rolle die Raumfahrt künftig spielen kann.
Markteintritt bleibt für viele Mittelständler schwierig
In drei Fachforen ging es um konkrete Einstiegsstrategien, Technologietransfer und Kooperationen. Dabei wurde deutlich, dass der Zugang zur Luft- und Raumfahrt insbesondere für mittelständische Unternehmen mit hohen Hürden verbunden ist. Unternehmen müssen strenge gesetzliche Vorgaben erfüllen, aufwendige Prüf- und Zulassungsverfahren durchlaufen und sich in internationale Netzwerke einbinden. Zudem ist der Markt stark von langfristigen Projekten und etablierten Partnerschaften geprägt.
Netzwerke als Zugang zu Projekten und Märkten
Ein zentrales Ergebnis des Sommerforums war deshalb: Partnerschaften mit etablierten Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder innerhalb von Netzwerken und Ökosystemen – bestenfalls bundeslandübergreifend – erleichtern den Zugang zu Projekten, Know-how und internationalen Märkten.
Das Sommerforum setzte hier gezielt an, um relevante Akteure zusammenzubringen und Kooperationen anzustoßen. Erste konkrete Ansätze dafür entstanden bereits vor Ort: So wurde eine Zusammenarbeit zwischen dem Galileo-Testfeld Sachsen-Anhalt und dem studentischen Raketenteam der Hochschule Magdeburg-Stendal verabredet. Sie arbeiten an einer eigenen Rakete.






