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Trimet speist Abwärme ins Fernwärmenetz von Iqony ein

Am 03. Februar 2026 gaben die Trimet Aluminium SE und die Iqony Fernwärme GmbH den Startschuss für die Einspeisung industrieller Abwärme der Essener Aluminiumhütte in das Fernwärmenetz von Iqony.

von | 10.02.26

v.l.n.r. René-Marcel Opitz, Projektingenieur, Iqony Fernwärme GmbH; Matthias Ohl, Sprecher der Geschäftsführung der Iqony Fernwärme GmbH; Dr. Roman Düssel, Werksleiter Essen, TRIMET Aluminium SE; Dr. Andreas Lützerath, technischer Vorstand, TRIMET Aluminium SE; André van Haaren, Projektleiter, TRIMET Aluminium SE (Quelle: TRIMET Aluminium SE)
v.l.n.r. René-Marcel Opitz, Projektingenieur, Iqony Fernwärme GmbH; Matthias Ohl, Sprecher der Geschäftsführung der Iqony Fernwärme GmbH; Dr. Roman Düssel, Werksleiter Essen, TRIMET Aluminium SE; Dr. Andreas Lützerath, technischer Vorstand, TRIMET Aluminium SE; André van Haaren, Projektleiter, TRIMET Aluminium SE (Quelle: TRIMET Aluminium SE)

Die klimaneutral erzeugte Energie wird die Umweltbilanz der bereits umweltfreundlichen Fernwärmeversorgung in der Region weiter verbessern.

Aus der Prozesswärme der Elektrolyseöfen speist Trimet künftig jährlich rund 31.000 Megawattstunden unvermeidbare Abwärme in das Fernwärmenetz von Iqony ein, das Kundinnen und Kunden in Bottrop, Essen und Gelsenkirchen versorgt. Diese Menge deckt den rechnerischen Bedarf von mehr als 5.500 Haushalten.

„Mit diesem Projekt zeigen Trimet und Iqony, was gelebte Kreislaufwirtschaft in einer Industrienation ist. Statt industrielle Abwärme ungenutzt verpuffen zu lassen, wird sie in Wärmenetzen wiederverwertet“, so Matthias Ohl, Sprecher der Geschäftsführung der Iqony Fernwärme. „Für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung ist Abwärme ein wichtiger Baustein. Unsere Kundinnen und Kunden im Ruhrgebiet profitieren schon jetzt von einer Fernwärme, die zu fast 70 Prozent auf klimaneutrale Quellen setzt – gerade auch dank der Nutzung von Abwärme. Die Wärme-Kooperation mit Trimet macht unsere Fernwärme also noch zukunftsfitter.“

 

„Dass wir mit der Abwärme unserer Anlagen ab heute Tausende Wohnungen heizen, ist ein Meilenstein für unser Unternehmen und für die Region“, sagt Dr. Andreas Lützerath, Mitglied des Vorstands der Trimet Aluminium SE. „Hier wird deutlich, wie Innovationen die grüne Transformation voranbringen. Mit der Flexibilisierung der Aluminiumerzeugung kommen wir den Klimaschutzzielen näher, stärken die Zukunftsfähigkeit unserer Produktionsstandorte und leisten gemeinsam mit Iqony einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit.“

Millionen-Investition in klimafreundliche Wärme

Die Nutzung der industriellen Abwärme wird möglich, weil Trimet die Aluminiumproduktion auf eine flexible Anpassung an die schwankende Stromversorgung aus Wind- und Solaranlagen umgerüstet hat. Die dafür eigens an den Elektrolyseöfen installierten Wärmetauscher fangen die Hitze des Produktionsprozesses ein. Vier Ventilatorstationen leiten sie durch ein Rohrbündel mit Wasser, das so auf rund 130 Grad Celsius erhitzt wird. Unter hohem Druck gelangt das Wasser über ein Rohrsystem zur Energiezentrale, wo es seine Wärme an das Wasser des Fernwärmenetzes überträgt. Trimet hat dafür auf dem Werksgelände ein 1,6 Kilometer langes Rohrsystem angelegt, in dem 36 Kubikmeter Wasser zirkulieren. Iqony hat einen rund 700 Meter langen Leitungsanschluss verlegt, der die Energiezentrale mit dem Einbindepunkt außerhalb des Werksgeländes verbindet.

2023 hatten Trimet und Iqony eine auf 20 Jahre angelegte Kooperation über die Nutzung von Abwärme aus der Aluminiumproduktion am Trimet-Standort Essen vereinbart. Nun konnten die Arbeiten zur Einrichtung der Infrastruktur zur Umrüstung der Produktionsanlagen erfolgreich abgeschlossen werden. Nach Abschluss des Probebetriebs wird die Anlage zeitnah in den Regelbetrieb übergehen.

In das Projekt haben beide Unternehmen zusammen einen hohen einstelligen Millionenbetrag investiert.

(Quelle: Trimet Aluminium SE)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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