Das System ist für Unternehmen ausgelegt, die mit Fachkräftemangel, häufig wechselnden Produktserien und steigenden Anforderungen an Qualität und Liefertreue konfrontiert sind.
Kernmerkmal des EasyWelder ist der Aufbau mit zwei separaten Schweißtischen statt eines einzelnen Arbeitsplatzes. Während der Cobot auf einer Seite ein Bauteil schweißt, kann der Bediener auf der anderen Seite ein neues Werkstück einlegen oder ein fertiges Teil entnehmen. Laut Hersteller lässt sich dadurch die effektive Lichtbogenzeit auf bis zu 80 % steigern, da Wartezeiten beim manuellen Teilewechsel entfallen.
„Die meisten Schweißcobots verlieren in der Praxis viel Zeit beim Produktwechsel. Mit dem EasyWelder wollten wir ein System entwickeln, das die Produktion kontinuierlich am Laufen hält und einfach zu programmieren ist”, sagt Frans Tollenaar, Geschäftsführer von Teqram.
Der Arbeitsbereich ist mit einer automatisch verfahrbaren Abschirmung mit UV-Schutzfenstern ausgestattet, die beide Schweißtische im Format 1200 x 1200 mm von drei Seiten zugänglich macht. Für größere Werkstücke lassen sich beide Stationen zu einem Arbeitsbereich von 2900 x 1200 mm zusammenlegen.
Programmierung per manueller Führung
Die Bedienung erfolgt laut Hersteller ohne Programmierkenntnisse: Der Bediener führt den Roboterarm von Hand entlang der Schweißnaht, die Wegpunkte werden über Tasten am Roboterkopf oder einen Ring gespeichert. Der Schweißcode wird daraus automatisch generiert. Teqram gibt an, dass sich die Programmierzeit dadurch um bis zu 70 % verkürzt und Schweißer nach einem halben Tag Schulung selbstständig mit dem System arbeiten können. Typische Anwendungen sind unter anderem Rundnähte, Kettenschweißnähte, Heftschweißen, Mehrlagenschweißen und Längsnähte.
Zusätzlich verfügt das System über eine automatische Schweißnahtbeobachtung mit Nahtverfolgung, die die Position von Werkstück und Schweißverbindung in Echtzeit erfasst und die Schweißbahn entsprechend anpasst. Damit sollen Bauteiltoleranzen und Spannungenauigkeiten ausgeglichen werden.
Komponenten und Abmessungen
Der EasyWelder basiert auf dem ABB GoFa Cobot (Bahngenauigkeit 0,03 mm, maximale Geschwindigkeit 2,2 m/s) in Kombination mit Fronius-Schweißstromquellen. Die Zelle benötigt eine Stellfläche von 3100 x 1600 mm, ist nicht im Boden verankert und lässt sich laut Hersteller mit einem Gabelstapler versetzen. Für die Installation sind Strom-, Druckluft- und Schutzgasanschluss erforderlich.






