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HärtereiKongress 2026: Abschied von Köln

Vom 13. bis 15. Oktober 2026 öffnet die Koelnmesse noch einmal ihre Tore für den HärtereiKongress.

von | 01.08.26

Begleitend zum Kongress präsentiert sich auf dem HK 2026 wieder eine umfangreiche Fachausstellung (Quelle: Quelle: Arbeitsgemeinschaft Wärmebehandlung und Werkstofftechnik e. V.)
Begleitend zum Kongress präsentiert sich auf dem HK 2026 wieder eine umfangreiche Fachausstellung (Quelle: Quelle: Arbeitsgemeinschaft Wärmebehandlung und Werkstofftechnik e. V.)

Es ist ein besonderer Jahrgang: Zum einen findet die Veranstaltung zum letzten Mal am Rhein statt, bevor sie 2027 an ihren Ursprungsort Wiesbaden zurückkehrt. Zum anderen bündelt der HK 2026 gleich mehrere internationale Formate unter einem Dach – als 31. IFHTSE World Congress, in Verbindung mit der European Conference on Heat Treatment (ECHT) und der Steel Innovation.

Nach mehreren Jahren in der Domstadt schlägt der HärtereiKongress 2027 ein neues Kapitel auf – oder vielmehr ein altes: Die Veranstaltung kehrt an ihren historischen Standort Wiesbaden zurück, wo sie viele Jahre beheimatet war. Der HK 2026 in Köln ist damit die letzte Ausgabe an der Koelnmesse. Für Aussteller und Teilnehmende ist das ein doppelter Anreiz, in diesem Jahr dabei zu sein. Auch das gesellige Rahmenprogramm trägt dieser Abschiedsstimmung Rechnung – am Dienstagabend lädt die Arbeitsgemeinschaft Wärmebehandlung und Werkstofftechnik e. V. (AWT) zu einem gemeinsamen Treffpunkt vor dem Kölner Dom, von dem aus es in die Brauerei Früh geht. Der Kongress selbst findet erneut in den Räumlichkeiten des Konferenzzentrums Ost der Koelnmesse statt, direkt verbunden mit der begleitenden Fachausstellung. Rund 500 Kongressteilnehmende und etwa 2.000 Messebesucherinnen und -besucher werden traditionell erwartet – Zahlen, die den HärtereiKongress zur größten europäischen Fachveranstaltung für Wärmebehandlung und Werkstofftechnik machen.

Programm mit internationaler Strahlkraft

Die Verzahnung mit dem IFHTSE World Congress sorgt 2026 für ein besonders dichtes wissenschaftliches Programm. Los geht es am Dienstag mit der Eröffnung und der Verleihung mehrerer Auszeichnungen. Inhaltlich spannt sich das dreitägige Programm über klassische Schwerpunkte der Branche – thermochemische Wärmebehandlung, Härten und Verzug, Vergüten und Tieftemperaturbehandlung, Anlagentechnik – bis zu Zukunftsthemen wie additive Fertigung, Digitalisierung und künstliche Intelligenz. Am Mittwochvormittag ist eine Plenardiskussion zu Modellen und Anwendungen von KI-Werkzeugen in Werkstoffwissenschaft und Wärmebehandlung angesetzt, ergänzt durch mehrere Fachsessions zu KI und Digitalisierung im weiteren Tagesverlauf. Auch das Thema Nachhaltigkeit zieht sich als roter Faden durch mehrere Sessions, etwa zu energieeffizienten Reinigungs- und Temperkonzepten oder zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks in kontinuierlichen Wärmebehandlungsanlagen.

Der Höhepunkt der Veranstaltung ist am Mittwochmorgen die Verleihung der Adolf-Martens-Medaille der AWT an Marcel Somers. Die Adolf-Martens-Medaille der AWT ist die höchste Auszeichnung der AWT und wird für herausragendes wissenschaftliches Wirken von Persönlichkeiten im Bereich der Wärmebehandlung und Werkstofftechnik verliehen. Prof. Marcel Somers wird für seine richtungsweisenden Forschungen und Veröffentlichungen zum Thema Nitrieren geehrt.

Der Donnerstag steht im Zeichen von additiver Fertigung, Werkstoffen und Oberflächentechnik und endet mit der Schlusszeremonie.

Das vollständige, vorläufige Programm mit allen Vortragstiteln steht online zur Verfügung; Änderungen sind laut Veranstalter noch möglich.

Kontaktpunkt für den Branchennachwuchs

Ein Schwerpunkt des HK 2026 liegt erkennbar auf dem wissenschaftlichen und beruflichen Nachwuchs – ein Thema, das die AWT angesichts des Fachkräftebedarfs der Branche schon länger verfolgt.

Konkret richtet sich die Förderung an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler unter 35 Jahren, die sich gleich auf mehrere Auszeichnungen bewerben können: den Tom Bell Young Author Award, der mit der kostenfreien Teilnahme am nächsten IFHTSE World Congress 2027 in Italien verbunden ist, ein Stipendium des IFHTSE World Congress sowie den mit 2.000 Euro dotierten Riebensahm-Preis für den besten Nachwuchsvortrag beim HK und der Steel Innovation.

Auch der Poster-Award richtet sich explizit an junge Talente: Mit insgesamt 3.000 Euro, gestiftet je zur Hälfte von Burgdorf GmbH & Co. KG und Fluxtrol Inc., werden die besten Poster des IFHTSE World Congress, HärtereiKongress, ECHT und der Steel Innovation prämiert. Die Postershow findet am Mittwoch, 14. Oktober, von 12 bis 13.30 Uhr im Ausstellungsbereich statt.

Fachmesse mit breiter internationaler Beteiligung

Begleitend zum Kongress präsentiert sich wieder eine umfangreiche Fachausstellung. Mit mehr als 150 Ausstellern auf 120 Ständen und rund 12.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche bleibt der HK die zentrale Branchenplattform für Anlagenbauer, Zulieferer und Dienstleister der Wärmebehandlung. Bereits jetzt ist das vorläufige Ausstellerverzeichnis online einsehbar und zeigt die ganze Bandbreite der Branche: von etablierten Anlagenbauern wie Aichelin, ALD Vacuum Technologies, ECM Technologies, IVA Schmetz, Seco/Warwick oder Rübig über Mess- und Regeltechnik-Anbieter wie Jumo, Eurotherm oder Institut Dr. Förster bis zu Spezialisten für Härtereichemie und Prozessmedien wie Burgdorf, Petrofer, Quaker Houghton oder Durferrit. Auch Institutionen wie die AWT selbst, das Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien (IWT) oder der Industrieverband Härtetechnik (IHT) sind mit eigenen Ständen vertreten. Hinzu kommt eine wachsende Zahl internationaler Aussteller aus dem Bereich Vakuumöfen, Gießereitechnik und Sondermetalle – ein Hinweis auf die zunehmend globale Ausrichtung der Veranstaltung.

Fazit

Der HärtereiKongress 2026 verbindet in Köln ein dichtes internationales Fachprogramm mit einem klaren Bekenntnis zur Nachwuchsförderung – und schreibt damit noch einmal ein Kapitel der Kölner Kongressgeschichte, bevor die Veranstaltung 2027 wieder nach Wiesbaden zurückkehrt. Wer die Domstadt als Kongressort noch einmal erleben möchte, sollte sich den Oktobertermin frühzeitig vormerken.

Weitere Informationen und Anmeldung

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