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Gitta Connemann: „Wir brauchen Brückenbauer wie die AIF“

„Forschung ist Investition in die Zukunft. Am Schluss generieren wir damit Wachstum, Wachstum, Wachstum. Die deutsche angewandte Forschung kann Weltklasse, aber nur im Zusammenspiel der Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft. Wir müssen hier sehr viel schneller und unbürokratischer werden“, erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Beauftragte der Bundesregierung für Mittelstand, Gitta Connemann, auf der 72. Mitgliederversammlung der AIF – Allianz für Industrie und Forschung e.V. am 7. Juli 2025 in Berlin.

von | 18.07.25

Von links nach rechts: AIF-Vorstand Jens Jerzembeck, Part. Staatsekretärin Gitta Connemann, AIF-Vorstand Thomas Reiche, AIF-GF Dr. Matthias Heider (Quelle: AIF)
Von links nach rechts: AIF-Vorstand Jens Jerzembeck, Part. Staatsekretärin Gitta Connemann, AIF-Vorstand Thomas Reiche, AIF-GF Dr. Matthias Heider (Quelle: AIF)

Die langjährige Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) würdigte darüber hinaus die AIF-Forschungsvereinigungen als wichtige Brückenbauer für die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen. Diese Vereinigungen, die Forschungsvorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) koordinieren, bilden die Mitgliedschaft der gemeinnützigen AIF. Die IGF ist ein europaweit einzigartiges vorwettbewerbliches Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), das Unternehmen in ihren Forschungsaktivitäten unterstützt.

Connemann hob hervor, dass das Thema „Innovation“ in der Koalition einen großen Stellenwert besitzt und beschrieb es als „durchgängigen roten Faden“. In diesem Zusammenhang betonte sie, dass die dringend notwendige Technologiesouveränität von Deutschland unbedingt mit Technologieoffenheit verbunden sein müsse. Für die industriellen Forschungsförderprogramme kündigte die Parlamentarische Staatssekretärin eine deutliche Entbürokratisierung an und verwies auf bereits konkrete Ergebnisse bei der steuerlichen Forschungszulage.

„In den ersten 70 Tagen des neuen Bundestages ist sehr viel für die Innovationsförderung getan worden“, so Connemann. Nach ihrem Grußwort tauschte sich die MIT-Vorsitzende ausführlich mit den Vertreterinnen und Vertretern der AIF-Forschungsvereinigungen aus. Sie überbrachte die Grüße der Bundesministerin Katherina Reiche an die AIF-Mitglieder aus und erklärte abschließend: „Sie stehen enorm für Mut zur Innovation und für die Tatsache, dass man ohne Scheuklappen vorankommt und mehr erreicht.“

In den vergangenen zwölf Monaten hat die Allianz für Industrie und Forschung einen erfolgreichen Neustart realisiert.

AIF-Vorstand Thomas Reiche erklärt: „Unsere rund 60 Forschungsvereinigungen sind eine effiziente Interessenvertretung für die Industrie- und Mittelstandsforschung in Deutschland. Gemeinsam mit tausenden Unternehmen generieren und realisieren sie anwendungsnahe Forschungsprojekte.“

Nicht nur der Name AIF – Allianz für Industrie und Forschung e.V. sowie Website und Logo sind seit Jahresbeginn neu und kompakter. Die neuen AIF-Inhalte zielen noch intensiver auf die Stärkung der Industrieforschung in unserem Land – mit besonderem Augenmerk auf branchenübergreifenden Wissenstransfer und führendes Networking zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

„Wir freuen uns sehr, dass eine hochrangige BMWE-Vertreterin wie Frau Connemann das Engagement der AIF schätzt“, sagt Thomas Reiche. Die neue Bundesregierung hätte wichtige Eckpunkte im Bereich der Industrieforschung gesetzt: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages bestätigte bereits überplanmäßige Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von bis zu 272 Millionen Euro, die maßgeblich für die Industrieforschungsförderprogramme verwendet werden. „Die Zuständigkeit für die Industrieforschungsprogramme Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM), IGF und die Förderung der Innovationskompetenz mit gemeinnützigen Industrieforschungseinrichtungen (INNO-KOM) müssen beim Bundeswirtschaftsministerium bleiben. Positiv ist, dass der Haushaltsentwurf 2025 bei IGF und INNO-KOM eine konstante Mittelausstattung vorsieht“, betont Thomas Reiche. Für ZIM ist leider bisher eine erhebliche Reduzierung geplant. In den Folgehaushalten muss es dringend wieder aufwärts gehen.

 

Der AIF-Vorstand hebt hervor: „Sie kennen unsere Forderung: Eine Milliarde Euro für die Industrieforschung – 600 Millionen Euro für das ZIM, 300 Millionen Euro für die IGF und 100 Millionen Euro für INNO-KOM – ist bestens investiertes Geld, das in Form von Innovationen, neuen Geschäftsmodellen, zusätzlichen Arbeitsplätzen und höherem Steueraufkommen wieder zurückfließt.“

(Quelle: AIF)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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