DN Solutions bringt mit PUMA VTR 1620 MC ein neues vertikales Multitasking-Drehzentrum auf den Markt. Die Maschine wurde für die Bearbeitung von Bauteilen aus schwer zerspanbaren Werkstoffen in der Luft- und Raumfahrt entwickelt. Die Maschine kombiniert hohes Drehmoment, strukturelle Steifigkeit und thermische Stabilität.
Titan- und Nickelbasis-Superlegierungen zählen zu den anspruchsvollsten Werkstoffen in der Zerspanung. Geringe Wärmeleitfähigkeit, Kaltverfestigung, hohe thermische Belastungen und die Neigung zu Schwingungen stellen hohe Anforderungen an Werkzeug, Maschine und Prozessführung. Für eine wirtschaftliche Bearbeitung sind daher ein hohes Drehmoment, eine steife Maschinenstruktur und eine hohe thermische Stabilität erforderlich.
Die PUMA VTR 1620 MC wurde speziell für diese Anforderungen entwickelt. Sie ermöglicht eine prozesssichere Bearbeitung auch bei niedrigen Schnittgeschwindigkeiten und Vorschüben und unterstützt eine stabile Zerspanung anspruchsvoller Luftfahrtwerkstoffe.
140-bar-Kühlmittelsystem für effektiven Spanabtransport
Eine kontrollierte Spanabfuhr ist bei der Bearbeitung von Titan und Inconel® besonders wichtig. An der Schneidkante können Temperaturen von mehreren hundert Grad Celsius entstehen. Der enge Kontakt zwischen Werkzeug und Span erschwert es herkömmlichen Kühlsystemen, das Kühlmittel direkt an die heißeste Stelle der Schnittzone zu führen.
Das 140-bar-Through-Tool-Coolant-System (TTC) der PUMA VTR 1620 MC leitet das Kühlmittel direkt durch das Werkzeug in den Schnittbereich. Dadurch werden Wärme und Reibung reduziert. Gleichzeitig verbessert das System den Spanabtransport, die Werkzeugstandzeit und die Bearbeitungsstabilität.
Steifigkeit und thermische Stabilität
Die Maschine verfügt über eine hochsteife Breitstützenkonstruktion und bietet einen größeren Bearbeitungsbereich als Konkurrenzmodelle ihrer Klasse, wodurch sie sich ideal für große Bauteile der Luft- und Raumfahrt eignet.
Der Trend in dieser Branche zu größeren monolithischen Strukturbauteilen anstelle montierter Baugruppen stellt steigende Anforderungen an Verfahrwege, Maschinensteifigkeit und thermische Stabilität. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist die Maschine mit einer thermisch symmetrisch aufgebauten Spindel ausgestattet, deren serienmäßiges Kühlsystem thermische Einflüsse reduziert. Dies unterstützt eine hohe Bearbeitungsgenauigkeit und Prozessstabilität auch bei langen Bearbeitungszeiten.
Dreh- und Fräsbearbeitung auf einer Plattform
Durch die Kombination von Dreh- und Fräsbearbeitung reduziert die VTR 1620 MC Werkstücktransfers und Rüstzeiten, was die Effizienz des gesamten Fertigungsprozesses verbessert.
Die Maschine verfügt über ein Hochkapazitätsmagazin für 120 Werkzeuge und unterstützt Capto®-Werkzeuge, was schnelle Werkzeugwechsel ermöglicht und gleichzeitig die erforderliche Flexibilität bietet, um schwer zerspanbare Werkstoffe und komplexe Luft- und Raumfahrtkomponenten zuverlässig zu bearbeiten.
DN Solutions erwartet, dass die PUMA VTR 1620 MC zur Wettbewerbsfähigkeit der Branche beitragen kann.
Ein Sprecher von DN Solutions erklärt: „Produktivität und Prozessflexibilität sind entscheidende Anforderungen in der Luft- und Raumfahrtindustrie. Die PUMA VTR 1620 MC bietet zusammen mit ihrem Werkzeugmagazin die erforderliche Werkzeugvielfalt und Multitasking-Fähigkeit. Damit unterstützt sie Kunden dabei, ihre Produktivität in der heutigen Luft- und Raumfahrtfertigung zu steigern.“






